Gronau
Happy End im Fünf-Satz-Krimi

Dienstag, 27.01.2009, 16:01 Uhr

Gronau-Epe - Früh wurde deutlich, dass Epes Landesliga-Volleyballerinnen in Münster nichts geschenkt bekommen sollten. Fünf Sätze benötigte das Team, ehe der 3:2-Sieg perfekt war.

Obwohl die Reserve des TSC Münster im unteren Tabellendrittel zu finden ist, hat die Mannschaft Qualitäten und schon andere Mannschaften aus der Spitzengruppe in Fünf-Satz-Spiele gezwungen.

Epe spielte zwar souverän und druckvoll, aber Münster war zunächst eine Spur besser und schaffte es immer wieder - vor allem über die Mitte - zu punkten und sich einen Vier-Punkte-Vorsprung zum 22:18 zu erspielen. Doch die Dinkelstädterinnen hielten dagegen. Mit gut platzierten Legern und einem besseren Block schafften sie den Ausgleich, wehrten beim 23:24 einen Satzball ab, um den Durchgang mit 27:25 für sich zu entscheiden.

Diese Entschlossenheit fehlte jedoch in den folgenden zwei Sätzen, die die Münsteranerinnen mit 25:20 und 25:19 für sich entschieden. Epes Spiel war nicht schlecht, aber im Angriff fehlte doch der nötige Druck, um den Gegner in Bedrängnis zu bringen.

Im vierten Satz spielte die Mannschaft von Coach Manni Klümper wieder mit gelöster Handbremse. Dank guter Annahme- und Abwehrarbeit von Libera Karin Kötter-Orthaus war nun ein variableres Zuspiel möglich. So schafften es die Angreifer, die jetzt auch endlich wieder druckvoller agierten, die Bälle immer öfter auf den gegnerischen Boden des Gegners zu bringen. Der Knoten schien endlich geplatzt und Epe zog Punkt für Punkt davon. Doch Münster ließ nicht locker und kämpfte sich von 6:12 auf 17:20 heran. Der TV Epe wurde sichtlich nervös und fing an, sich mehr über strittige Schiedsrichterentscheidungen aufzuregen, als sich auf das eigene Spiel zu konzen­trieren. Das nutzten die Damen vom TSC und erspielten sich eine 23:22-Führung. Aber das Eper Team fand im letzten Moment ins Spiel zurück, erkämpfte sich beim Stand von 24:23 den ersten Satzball, wehrte beim 24:25 einen Matchball ab, um dann den dritten Satzball zum 28:26-Satzgewinn zu nutzen.

Im entscheidenden Satz leistete das Eper Team sich keine Schwächen mehr. Vor allem Britta Brügging konnte über die Mitte mit schnellen, platzierten Angriffen wichtige Punkte erzielen. Nach nur zehn Minuten ging der fünfte Satz mit 15:9 an den TV Westfalia Epe.

„Dass wir diesen Krimi für uns entschieden haben, ist sehr wichtig für unser Selbstvertrauen, das nach der letzten Niederlage doch leicht angekratzt war“, resümierte Anne Hollekamp , die mit ihren platzierten Angaben wichtige Punkte zum Sieg beigesteuert hatte.

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