Gronau
Vorbereitung auf Roth: „Der Schalter ist umgelegt“

Donnerstag, 25.02.2010, 04:02 Uhr

Gronau - Das schlechte Gewissen sitzt immer gleich mit auf dem Sofa, wenn aufgrund von Schnee und Eis mal wieder eine Trainingseinheit ausfallen musste, gesteht Silke Lammers . Denn mit zehn weiteren Triathleten des TV Gronau hat sie seit Wochen nur ein Ziel im Visier: Den „Challenge“ in Roth am 18. Juli. 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und der Marathonlauf über 42,2 Kilometer stehen dann für die schon „ Ironman “ Erfahrenen Robert Effing, Joachim Flüthmann, Wilhelm Nassmacher, Bernd Niehenker und Rolf Schweiger sowie die Debütanten Heiko Kaack , Ralf ter Beek, Edgar Teuber, Ulrike Elsbernd und Silke Lammers auf dem Programm.

Am 28. Dezember haben sie alle „den Schalter umgelegt“, so Heiko Kaack. 29 Wochen waren es da noch bis zum Tag X und damit der Startpunkt in dem Trainingsplan-Konzept von Lothar Leder, an dem sich die Gronauer orientieren. Sie wollen zwar nicht dem Triathleten, der 1996 in Roth als erster Mensch überhaupt die 226 Kilometer der „Ironman-Distanz“ in weniger als acht Stunde schaffte, das Wasser reichen, mit seinen Trainingsplänen waren einige der TVG-Triathleten aber schon vor zwei Jahren gut gefahren.

Zweimal Schwimmen in der Woche, zwei bis drei Laufeinheiten, ergänzt eventuell durch ein wenig Krafttraining und am Wochenende eine Zwei-Stunden-Runde auf dem Mountainbike sieht der Plan für ambitionierte Hobbytriathleten in den ersten Wochen vor - Pläne, die angesichts der Wetterkapriolen schnell Makulatur wurden. So blieben für das Radtraining nur die Rolle im Keller, der Ergometer oder das Spinning-Rad. Andere konzentrierten sich fast ausschließlich auf das Laufen - so gut das ging.

„Noch ist alles noch nicht so dramatisch“, sind besonders die Routiniers auch noch ganz cool. Wenn im März/April das Trainingspensum von jetzt acht bis zehn Stunden in der Woche auf rund 15 Stunden, in der Endphase im Mai/Juni sogar auf 20 Stunden gesteigert wird und vor allem die langen Runden auf dem Rennrad über fünf Stunden und mehr anstehen, dann werden die entscheidenden Akzente gesetzt, so ist ihre Devise.

Beim Team-Marathon in Steinfurt soll es am 20. März über die Halbmarathonstrecke einen ersten Leistungstest geben. Beim Enschede-Marathon oder -Halbmarathon am 25. April geht es weiter, vielleicht folgt dann im Mai ein Rad-Marathon in Dorsten und schließlich steht am 13. Juni der Test beim Mitteldistanz-Triathlon in Bocholt im Kalender. Ansonsten: Jeder zusätzlicher Trainingskilometer zählt - egal auf dem Rad, beim Laufen oder im Wasser.

Silke Lammers kann den Vorbereitungen auch durchaus Positives abgewinnen: „Eigentlich ist das Training ganz entspannend. Denn anders als beim Training für die Kurzdistanzen muss man überhaupt keine Tempoakzente setzen“, erzählt sie.

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