Gronau
„Wir haben einen top Job gemacht“

Freitag, 28.01.2011, 16:01 Uhr

Gronau - Nach fünf Jahren ist Schluss! Die SG Gronau und das bisherige Trainergespann Carsten Minich und Hüseyin Hosses gehen im Sommer getrennte Wege. Während für die Schwarz-Weißen damit offiziell die Suche nach einem neuen Übungsleiter eingeläutet ist, hat das Duo Minich/Hosses keine Eile. WN-Mitarbeiter Nils Reschke sprach mit den zwei Trainern über neue Freunde, neue Herausforderungen und ihre vermutlich schwerste Rückrunde.

Herr Minich, Herr Hosses, im Sommer ist die Zusammenarbeit mit der SG Gronau beendet?

Carsten Minich: Das ist richtig. Aber ich will gleich vorwegschicken: Noch ist Hüsyins Job hier nicht getan. Wir stecken im Abstiegskampf, werden alles tun, um die Klasse noch zu halten.

Was muss dafür geschehen?

Minich: Vieles muss passen. Doch in den Testspielen konnten wir ja auch einige Erfolgserlebnisse verbuchen. Das tat der Mannschaft sichtlich gut. Sie hat gesehen, dass sie das Siegen nicht verlernt hat.

Hüseyin Hosses: Dazu kehren jetzt auch einige Langzeitverletzte zurück. Die Stimmung ist gut, die Trainingsbeteiligung passt. Gemeinsam wollen wir diese letzte große Herausforderung nun angehen.

Blicken wir zurück: Fünf Jahre SG Gronau. Was waren die Höhepunkte?

Minich: Ich glaube, wir haben hier viel erreicht. Meisterschaft, Aufstieg, Pokalsieg. Für mich aber fast noch schöner waren die Ereignisse fernab des Rasens. Ich habe viele nette Menschen kennengelernt, neue Freunde. Da fällt ein Abschied nicht leicht.

Hosses: Diese fünf Saisons waren sicherlich die erfolgreichste Etappe der vergangenen 40 Jahre. Da können andere kritisieren, was und wie sie wollen. Ich denke, ich kann das gut einschätzen. Schließlich bin ich seit 30 Jahren Bestandteil der SG, erst in der Jugend, dann bei den Senioren, schließlich als Trainer.

Ein Coach, der nach einer so langen Zeit eine neue Herausforderung sucht?

Hosses: Warum denn nicht? Und warum nicht mit Carsten zusammen? In den fünf Jahren haben wir uns ideal ergänzt. Aber wir werden nichts überstürzen. Abwarten, was passiert. Unsere vollste Konzentration und Motivation gilt jetzt noch der Spielgemeinschaft aus Gronau.

Minich: Hüseyin ist zur echten Vertrauensperson gewachsen. Die Zusammenarbeit könnte sich nicht besser gestalten. Wenn wir eine ngemeinsamen, neuen Verein finden, bin ich der Letzte, der dazu Nein gesagt.

Gemeinsam hätte es doch auch eine Zusammenarbeit im Spechtholtshook geben können?

Minich: Ich habe in der Winterpause lange darüber nachgedacht. Aber wir glauben beide, dass es an der Zeit ist, dass frischer Wind in den Verein kommt. Im Sommer wird der Moment kommen, Platz zu machen für einen Nachfolger, der vielleicht neue Ideen mitbringt. Und wir tun alles dafür, dass ihm dies in der Bezirksliga möglich sein wird.

Hosses: Das sehe ich genauso wie Carsten. In den fünf Jahren haben wir hier viele junge Spieler integriert und einen top Job gemacht. Davon bin ich fest überzeugt. Was jetzt droht, der Abstieg, es wäre der einzige negative Aspekt unserer Zusammenarbeit. Es ist doch klar, dass man sich so nicht verabschieden will.

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