Gronau
Tempomacher überrascht alle

Montag, 18.04.2011, 12:04 Uhr

Enschede - Die 20 000 Euro Extraprämie hatte sich Stephen Kiprotich wahrlich verdient. Denn der 22-jährige Läufer aus Uganda gewann nicht nur den 43. Enschede-Marathon, er unterbot außerdem die schnellste bisher in Enschede gelaufene Zeit um mehr als 1:30 Minuten.

Ob Kiprotich schon weiß, was er mit dem Geldsegen anfangen soll? Einerseits war die Prämie erst ausgeschrieben bei einer Zeit unter 2:08:30 Std.. Außerdem war überhaupt nicht geplant, dass Kiprotich den Marathon durchläuft. Als „Hase“ sollte er nur bis etwa Kilometer 30 das Tempo für die Favoriten machen.

Der Marathon begann am Sonntagmorgen im Enscheder Stadtzentrum wie erwartet. Schnell setzte sich die Gruppe der etwa 20 schwarzafrikanischen Läufer vom Rest des Feldes deutlich ab, vorn immer Stephen Kiprotich und zwei weitere Hasen, das Tempo immer ausgerichtet auf eine Zeit im Bereich von 2:08 Std. und damit unter dem Streckenrekord von 2:09:02 Std. von Jacob Yator aus dem Jahr 2009.

Als nach Kilometer 30 die Gruppe zusehends kleiner wurde, gleichzeitig die Temperaturen in der stechenden Sonne stetig stiegen, nahmen die Zweifel zu, ob das Tempo gehalten werden konnte. Allein Kiprotich ließ sich davon nicht beirren. Bei Kilometer 35 schüttelte er auch den letzten Verfolger ab und strebte unbeirrt allein dem Ziel entgegen. Nach genau 2:07:20 Std. riss der Sechste der diesjährigen Cross-WM jubelnd die Arme in die Luft.

Im deutlich prestigeträchtigeren London-Marathon , der gleichzeitig stattfand, hätte er damit immerhin Platz fünf belegt und möglicherweise noch einige Euro mehr einstreichen können.

Als Zweiter kam in Enschede der Kenianer Julius Korir ins Ziel (2:09:46 Std.), Dritter wurde Gezahagn Girma aus Äthiopien in 2:10:21 Std.

Bei den Frauen wiederholte die Niederländerin Ingrid Prigge in 2:45:10 Std. ihren Vorjahressieg vor ihrer Landsfrau Marisha Dute, die in 2:55:30 Std. auch noch unter der Dreistunden-Marke blieb.

Die heimischen Läufer konzentrierten sich in diesem Jahr auf den Halbmarathon. Schnellster von ihnen war André Winkelhorst vom TV Westfalia Epe in 1:20:35 Std. Er belegte nur rund acht Minuten hinter dem Sieger Caspar Koelma immerhin Platz 13 im Feld der 2189 Läuferinnen und Läufer. Schnellster Gronauer war Lars Kwekkeboom in 1:29:15 Std. Schnellster aus den Reihen des TV Gronau Peter Kasprowiak in 1:39:27 Std.

Alle Ergebnisse unter www.enschedemarathon.nl

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/130913?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35322%2F715171%2F715180%2F
Ex-Verwaltungschef verliert alle Ansprüche auf eine Abfindung
Die fristlose Kündigung des früheren Verwaltungsleiters des NRW-Landgestüts in Warendorf ist rechtmäßig. Der Ex-Verwaltungschef verliert alle Ansprüche auf eine Abfindung.
Nachrichten-Ticker