Schach-Verbandsliga: Gronau punktet in Ochtrup
Verlieren verboten!

Gronau -

Verlieren verboten! Wenige Stunden vor der Ehrung beim „Ball des Sports“ galt das für den Schachclub Gronau. Tatsächlich gelang auch ein 4:4 beim Nachbarn in Ochtrup.

Mittwoch, 16.01.2013, 16:01 Uhr

Blick über die Bretter: Aufsteiger SC Gronau (re.) kämpfte verbissen und wurde mit einem 4:4 schließlich auch belohnt.
Blick über die Bretter: Aufsteiger SC Gronau (re.) kämpfte verbissen und wurde mit einem 4:4 schließlich auch belohnt. Foto: aho

Die Spannung an diesem 5. Spieltag war förmlich zu spüren, für beide Teams hätte eine Niederlage auch ein Abgleiten in den Abstiegskampf in der Verbandsliga bedeutet.

Dr. Torsten Hoge kam an Brett 3 zur ersten Punkteteilung, er hatte keine gute Stellung, doch der Ochtruper hatte wohl die Befürchtung, in Zeitnot zu kommen.

Andre Langendijk am 5. Brett kam gut aus der Eröffnung heraus, verstrickte sich aber deutlich, als sein Kontrahent auf der freien C-Linie massiven Druck aufbaute. Langendijk verlor zu viel Material und gab auf. Noch schlimmer kam es, als Friedhelm Binger an Brett 8 verlor. Auch erst besser stehend, wurde er zu offensiv, stellte einen Bauern ein und die Stellung brach zusammen. Zu allem Unglück verlor er noch im 37. Zug durch Zeitüberschreitung.

Dr. Klaus Reinhold gewann einen Springer gegen zwei Bauern, opferte einen dritten Bauern, um besser ins Spiel zu kommen, was ihm auch gelang. Zwei Bauern gewann er zurück. Reinhold sah wie der sichere Sieger aus, doch im 39. Zug, vierzig Sekunden vor Ende der Zeitkontrolle, stellte er den Springer durch einen Fehlzug ein, die Partie endete mit einem Remis.

Der SC Gronau lag 1:3 zurück – aber die Mannschaft kämpfte in der 5. Stunde verbissen. Jürgen Rothkegel spielte eine sehr riskante Variante mit den schwarzen Figuren. Das Risiko wurde belohnt, nach einem Figurengewinn gegen zwei Bauern kam es zu einem komplizierten Endspiel , das er trickreich gewann.

Nun folgten die beiden Spitzenbretter mit der Entscheidung. Martin Storck hatte leichte Vorteile erspielt, diese reichten aber nicht, um das Endspiel zu gewinnen. Der Ochtruper Spieler erzwang durch Zugwiederholung das Remis. Menno Monsma sah sich einem starken Königsangriff ausgesetzt, verteidigte sich sehr genau und kam im Endspiel ebenfalls zum Unentschieden. Beim Stand von 3:4 hatte nun Gerard Grotenhuis an Brett 7 die schwere Aufgabe, vielleicht einen Punkt zu retten.

Nach verheißungsvollem Anfang verlor er einen Bauern, das Endspiel sah nicht gut aus, höchstens Richtung Remis. Doch dann baute er geschickt eine Falle auf, in der er zu zwei entfernten Freibauern kam, die von einem Läufer nicht zu halten waren. Grotenhuis konnte einen Bauern zur Dame umwandeln, der Ochtruper musste die Segel streichen. Das 4:4 war gerettet, die Feier auch.

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