Zehn Treffer im Gronauer Fußball-Bezirksligaderby
Fortuna Gronau blamiert sich

Gronau -

Während die eine Mannschaft nach dem Abpfiff zu Boden sank, drehte das andere Team eine Jubelrunde und schrie die Freude über den gelungenen Auftritt mit dem Wort „Derbysieger“ heraus. Zehn Treffer hatten die Zuschauer gesehen, acht Mal jubelten die Eperaner.

Sonntag, 25.08.2013, 14:08 Uhr

„Das kann doch nicht wahr sein“: Entsetzen und Fassungslosigkeit der Fortuna-Fans werden hier sehr deutlich. Immer und immer wieder ließen sich die Blau-Schwarzen vor heimischer Kulisse ausspielen.
„Das kann doch nicht wahr sein“: Entsetzen und Fassungslosigkeit der Fortuna-Fans werden hier sehr deutlich. Immer und immer wieder ließen sich die Blau-Schwarzen vor heimischer Kulisse ausspielen. Foto: aho

Während die Beteiligten der einen Mannschaft hinterher die Wörter „peinlich“ und „Katastrophe“ benutzten, um die 90 Minuten zu beschreiben, herrschte beim anderen Team Zufriedenheit und gute Laune. Das Derby der Fußball-Bezirksliga zwischen Fortuna Gronau und Vorwärts Epe sorgte am Sonnabend für höchst unterschiedliche Gefühle bei den Kontrahenten – und dafür war das 2:8 (1:3) verantwortlich.

2:8-Pleite im Derby

1/50
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho
  •  

    Foto: aho

Von Beginn an ließ Vorwärts Epe vor geschätzten 450 Zuschauern an der Laubstiege keine Zweifel aufkommen, wer der Chef auf dem Platz ist. Bereits nach wenigen Minuten und einigen Warnschüssen schien das erste Tor für die Gäste nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Und die Führung für die Truppe von Trainer Jochen Wessels fiel schon in der siebten Minute: Nachdem Faik Tan im Strafraum festgehalten wurde, entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter. Gerard Monnikhof traf hart und platziert zum 1:0 für Vorwärts.

»Wir haben den Ball schnell laufen lassen und gleich zum richtigen Zeitpunkt zwei Tore geschossen.«

Jochen Wessels

Nur drei Minuten später war der Niederländer erneut zur Stelle, nachdem Fortuna-Keeper Jonas Böcker einen Versuch von Tan gerade noch abgewehrt hatte, dann aber die Abwehrspieler schliefen. Der Stürmer grätschte die Kugel zum 2:0 über die Linie (10.). „Wir haben den Ball schnell laufen lassen und gleich zum richtigen Zeitpunkt zwei Tore geschossen“, freute sich Vorwärts-Trainer Jochen Wessels über den perfekten Start seiner Mannschaft.

»Alles, was wir uns vorgenommen haben, ist schon nach sieben Minuten über den Haufen geworfen worden.«

Mike Möllensiep

Ganz anders sah das bei Fortuna aus: „Alles, was wir uns vorgenommen haben, ist schon nach sieben Minuten über den Haufen geworfen worden“, ärgerte sich der spielende Co-Trainer Mike Möllensiep hinterher. Seine Mannschaft kam zwar nach 20 Minuten etwas besser ins Spiel, doch sie musste mit dem 0:3 durch einen haltbaren Freistoß von Jonas Jasper (28.) gleich den nächsten Rückschlag verkraften.

»Deswegen war ich mächtig stinkig in der Kabine.«

Jochen Wessels

Einen kleinen Hoffnungsschimmer gab es jedoch noch für die Fortunen im ersten Durchgang: Einen Freistoß von Spielertrainer Jens Weinberg verwertete Yavuz Gemicioglu per Kopf zum 1:3 (43.). „Deswegen war ich mächtig stinkig in der Kabine“, passte Vorwärts-Coach Wessels das Gegentor gar nicht. Mit dem Zwei-Tore-Rückstand waren die Hausherren zur Pause allerdings bestens bedient, weil Vorwärts zahlreiche Chancen vergab und Pech bei zwei Pfostentreffern von Florian Albers (30.) und Markus Kacmaz (37.) hatte.

In der zweiten Hälfte dauerte es wiederum nur wenige Minuten, ehe Vorwärts Epe zuschlug. Thomas Gerwens traf den Innenpfosten – und hatte das Glück, dass die Kugel wieder zu ihm zurücksprang, sodass er auf dem Boden liegend den Abpraller zum 4:1 versenkte.

Danach folgte die beste Phase der Fortunen, die zunächst nicht aufgaben und durch Felix Wobbe auf 2:4 verkürzten (52.). Der Gronauer Torschütze hatte kurz darauf auch die Möglichkeit zum 3:4, doch er scheiterte an Vorwärts-Torwart Maikel Visser (57.). Das sollte das letzte Lebenszeichen der Gastgeber gewesen sein.

»Das ist ein Kopfproblem: Die Jungs sind nicht wach.«

Jens Weinberg

Mit Epes 5:2 durch Faik Tan ließ die Gegenwehr einiger Fortunen schlagartig nach – und das ermöglichte es Vorwärts, in der Schlussphase einen zweistelligen Sieg in Angriff zu nehmen. „Das ist ein Kopfproblem: Die Jungs sind nicht wach. Die liegen 2:5 zurück und wollen noch mit der Hacke spielen“, war Fortunas Trainer Jens Weinberg nach dem Schlusspfiff mit dem Auftreten seiner Jungs nicht einverstanden. Julian Reus (65.), Gerard Monnikhof mit einem Heber (69.) und Faik Tan schraubten das Ergebnis schnell auf 8:2 – und Fortuna kam vermutlich nur um die zweistellige Niederlage herum, weil sich der ganz starke Vorwärts-Stürmer Gerard Monnikhof eine Viertelstunde vor Schluss bereitwillig auswechseln ließ.

»Schlimmer kann es nicht werden.«

Jens Weinberg

„Der Sieg war verdient, weil wir von der ersten Sekunde an die nötige Aggressivität nach vorne hinbekommen haben“, meinte Vorwärts-Trainer Jochen Wessels hinterher. Und sein Gronauer Kollege Jens Weinberg brachte die 90 Minuten aus seiner Sicht auf den Punkt: „Schlimmer kann es nicht werden.“

Fortuna Gronau: Böcker – Gemicioglu (52. Struwe), Niehoff, Schlief (46. Karaman), Safar – Kapustin, Möllensiep – F. Wobbe, Weinberg, F. Wobbe – Kostyrenko.

Vorwärts Epe: Visser – Glomm, Bauer, Setzpfand, Naber (46. Reus) – Kacmaz (68. van Schelve), Gerwens, Jasper, Albers – Monnikhof (76. Frieler), Tan.

Tore: 0:1 Monnikhof (7., Foulelfmeter), 0:2 Monnikhof (10.), 0:3 Jasper (28.), 1:3 Gemicioglu (43.), 1:4 Gerwens (48.), 2:4 F. Wobbe (52.), 2:5 Tan (60.), 2:6 Reus (65.), 2:7 Monnikhof (69.), 2:8 Tan (75.).

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1866644?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35322%2F1794710%2F1948442%2F
Cueto haucht Preußen in Jena neues Leben ein
Fußball: 3. Liga: Cueto haucht Preußen in Jena neues Leben ein
Nachrichten-Ticker