Tennis » Verbandsliga | THC Münster - Grün-Gold Gronau
Erster Krimi, erster Sieg

Gronau -

Licht, Schatten, verkehrte Welt zum Auftakt der Tennissaison für die Teams von Grün-Gold Gronau auf Westfalenebene: Während sich nämlich die Damen knapp, aber verdient nach einer äußerst spannenden Partie beim THC Münster 5:4 durch- und damit die Rolle des Außenseiters perfekt umsetzten, wussten die Herren 50 ihren kleinen Favoritenstatus beim TC Gevelsberg nicht zu nutzen. Es setzte eine so nicht erwartete klare 2:7-Niederlage.

Montag, 02.05.2016, 20:05 Uhr

Im Schlüsselspiel lag Gronaus Spielführerin Katharina Schlamann im dritten Satz schon mit 2:5 hinten. Doch die Grün-Gold-Akteurin bewies Kämpferherz und gewann nach mehr als drei Stunden Matchdauer schlussendlich 7:5.
Im Schlüsselspiel lag Gronaus Spielführerin Katharina Schlamann im dritten Satz schon mit 2:5 hinten. Doch die Grün-Gold-Akteurin bewies Kämpferherz und gewann nach mehr als drei Stunden Matchdauer schlussendlich 7:5. Foto: Angelika Hoof

Eigentlich war der THC Münster ja leicht favorisiert ins Verbandsliga-Heimspiel gegen die Grün-Gold-Damen gegangen. Aber schon nach der ersten Einzelrunde zeichnete sich ab, dass die Dinkelstädterinnen in der Domstadt nicht chancenlos sein würden. Zwar verlor Michelle Dvorak , der man die noch fehlende Matchpraxis anmerkte, an Position sechs in zwei Sätzen. Doch Sandra Oude Voshaar gewann an Nummer zwei mit 6:3, 2:6 und 6:2. Katharina Schlamann lieferte sich mit ihrer Gegnerin einen echten Schlagabtausch, der nach drei Stunden im dritten Satz 7:5 für Grün-Gold endete – und zwar trotz zwischenzeitlichen 2:5-Rückstandes!

Vivien Sandberg ganz souverän

Die noch jugendliche Vivien Sandberg an Nummer eins zeigte ihr ganzes Potenzial und verpasste ihrer Gegnerin die Höchststrafe (6:0, 6:0). Kelly Hassing an dritter Stelle baute durch ihren souveränen Sieg (6:4, 6:4) den Vorsprung sogar auf 4:1 aus, während sich Nina Overbeeke geschlagen geben musste.

Die Entscheidung musste also in den drei Doppeln fallen. Sandberg/Schlamann schienen nach dem ersten Satz (6:3) den fünften, entscheidenden Punkt sichern zu können. Aber die Münsteranerinnen gaben sich nicht geschlagen. Sie gewannen nicht nur den zweiten Durchgang mit 6:3, sondern nach langem Kampf auch den Match-Tie-Break mit 11:9. Da auch das dritte Doppel mit Dvorak/Overbeeke verloren ging, lag die Entscheidung zugunsten von Gronau in den Händen von Voshaar/Hassing.

Im dritten Doppel der erlösende fünfte Punkt

Schnell hieß es 6:0 für Grün-Gold, doch dann wurde es noch einmal spannend. Die THC-Damen retteten sich zum 6:6 in den Tie-Break des zweiten Satzes, doch das Grün-Gold-Doppel behielt die Nerven und gewann diesen Satz dann doch mit 7:6.

Nolze verliert nach über einem Jahr erstmals wieder

Eine zu deutliche Niederlage mussten die Herren 50 mit 2:7 in Gevelsberg einstecken. In der ersten Einzelrunde punkteten weder Rene Maseland noch Uwe Steinacker und Martin Rinke. Alle verloren glatt in zwei Sätzen. Es sollte noch schlechter für die Dinkelstädter kommen. Denn Gronaus Nummer eins, Wolfgang Nolze, unterlag ebenfalls klar mit 3:6, 0:6 – und kassierte seine erste Niederlage seit über einem Jahr. Hoffnung keimte kurz auf, als Herbert Sandberg das hart umkämpfte Einzel an Nummer drei mit 7:5, 4:6 und 10:6 im Match-Tie-Break gewann und Friedrich Sievert mit seinem Zwei-Satz-Erfolg auf 2:4 verkürzte. In allen drei Doppeln blieb Grün-Gold zwar nie ohne eigene Chance, allerdings zeigte sich Gevelsberg weitaus nervenstärker in den entscheidenden Phasen und machte so den Sack zu.

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