Fußball | EM 2016: So tippen die Gronauer Übungsleiter
Ein Spanier glaubt nicht an Spanien

Gronau -

Heute Abend also nun rollt das runde Leder endlich. Mit dem Auftaktspiel zwischen Gastgeber Frankreich und der Nationalmannschaft Rumäniens wird die 15. Fußball-Europameisterschaft eröffnet. Die Equipe Tricolore rechnet sich nach den EM-Siegen 1984 und 2000 gute Chancen auf den dritten Titel bei der Euro 2106 aus. Weltmeister Deutschland holte den Pott sogar schon drei Mal – und zählt naturgemäß zum Kreis der großen Favoriten. Zuletzt aber triumphierte Spanien gleich doppelt. Wer also holt den Coupe Henri-Delaunay? Die WN haben sich umgehört.

Freitag, 10.06.2016, 18:06 Uhr

Es ist angerichtet! Auf der Fanmeile vor dem Eiffelturm in Paris herrscht schon prächtige Stimmung. In heimischen Landen will noch nicht so recht EM-Stimmung aufkommen. Das könnte sich ab morgen ändern, wenn die DFB-Elf an der Reihe ist.
Es ist angerichtet! Auf der Fanmeile vor dem Eiffelturm in Paris herrscht schon prächtige Stimmung. In heimischen Landen will noch nicht so recht EM-Stimmung aufkommen. Das könnte sich ab morgen ändern, wenn die DFB-Elf an der Reihe ist. Foto: dpa

Als amtierender Weltmeister ist Deutschland Titelkandidat Nummer eins? Während die Fußballer diese These untermauern, haben einige Handballer da so ihre Zweifel. „Bei diesem Modus wird die Mannschaft von Joachim Löw bis ins Viertelfinale kommen“, meint etwa Jens Poth , Coach der Handball-Frauen von Vorwärts Gronau . „Danach könnte aber schon Schluss sein.“ Adam Fischer, Trainer bei den Handball-Herren, sieht es anders: „Als Weltmeister kann das Ziel nur lauten: Europameisterschaft .“ Auch in Sachen Überraschungen und Enttäuschungen sind sich die beiden Vorwärts-Kollegen nicht unbedingt einig. Während Fischer den Portugiesen eine Menge zutraut, reagiert Poth eher genervt: „Portugal wird mal wieder wegen Cristiano Ronaldo hoch gehandelt. Ein CR7 alleine holt keine Titel.“

Deutschland, die ewige Turniermannschaft

Geht es dann ums Abschneiden der DFB-Auswahl, darf der Begriff Turniermannschaft natürlich nicht fehlen. Dominik Kalitzki, der neue Spielertrainer des FC Epe an der Seite von Jeroen van der Veen, sieht das so. Vorwärts Epes Co-Trainer Dirk Werenbeck ebenfalls – hat aber einen anderen Top-Favoriten auf dem Zettel: „Frankreich hat als EM-Gastgeber schon einmal den Titel im eigenen Land geholt.“ Das sieht Hakan Zopirli, Trainer der SG Gronau, genauso: „Der Heimvorteil kann helfen. Ich habe allerdings auch Spanien nicht abgeschrieben. Die wollen nach dem frühen WM-Aus 2014 unbedingt Wiedergutmachung.“

Geheimfavorit? Die Roten Teufel

Der vermeintliche Geheimfavorit Belgien ist für die heimischen Übungsleiter hingegen keine Überraschung. Die Roten Teufel stehen auch bei Ralf Spanier von Fortuna Gronau hoch im Kurs: „Immerhin ist Belgien Zweiter in der FIFA-Weltrangliste.“ Dirk Werenbeck, Jens Poth und Dominik Kalitzki haben ebenfalls unsere Nachbarn weit oben auf der Rechnung. „Top-Favoriten bleiben trotzdem Frankreich und Deutschland“, legt sich Spanier fest – und traut Spanien wenig zu: „Die Vereinsmannschaften haben ihre internationalen Erfolge den Legionären zu verdanken. Der Kader der Nationalmannschaft hingegen ist in die Jahre gekommen und satt.“

Bei den Three Lions gehen die Meinungen auseinander

Während für Fortunas Frauen-Coach auch England eine gute Rolle spielen könnte, sieht das bei den meisten anderen Experten ganz anders aus. Dirk Werenbeck glaubt an die nächste Enttäuschung der Three Lions, Dominik Kalitzki auch: „Nach dem Achtelfinale ist trotz der sehr guten Qualifikation Feierabend. Mehr traue ich England nicht zu.“

Hakan Zopirli: „Für die Türkei ist das Halbfinale drin“

Und wie sieht es eigentlich mit den Lieblingsnationen aus? Hakan Zopirli drückt naturgemäß der Türkei die Daumen, hofft sogar auf ein Halbfinale: „Gegen stärkere Mannschaften haben wir in der Vergangenheit fast immer gut ausgesehen.“ Ganz so weit gehen will Adam Fischer zwar nicht. „Aber das Viertelfinale ist für Polen drin. Mit Robert Lewandowski spielt dort der aktuell wohl beste Stürmer. Und konzentrieren sich die Gegner nur auf ihn, liegt darin auch eine Chance.“

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