Fußball | Frauen-Landesliga 3: Fortuna Gronau enttäuscht gegen Rhade
Ralf Spanier findet deutliche Worte

Gronau -

Mit einer auch in der Höhe verdienten 0:5 (0:2)-Niederlage starteten die Frauen von Fortuna Gronau in die neue Saison. Trainer Ralf Spanier war ziemlich angefressen, was die Leistung seiner Mannschaft betraf.

Montag, 29.08.2016, 13:08 Uhr

Und mal wieder freie Bahn für eine Spielerin des SSV Rhade, die nicht am Schuss gehindert wird.
Und mal wieder freie Bahn für eine Spielerin des SSV Rhade, die nicht am Schuss gehindert wird. Foto: Laura Hoof

„Verlieren kannst du immer, die Frage ist aber das Wie“, so der Coach, der weiter anmerkte, dass seine Elf in keiner Phase in irgendeiner Form Zugriff auf das Spiel bekam. „ Rhade konnte, mal abgesehen von den ersten 20 Minuten, tun und machen, was es wollte. Wir haben uns nicht gewehrt und waren einfach nur passiv.“

Die fast tropischen Temperaturen ließ Spanier nicht als Ausrede gelten, damit habe auch der Gast zu kämpfen. Zudem war der Coach „mehr als sauer“ über die Art und Weise, wie die Blau-Schwarzen ihre Gegentore kassierten. „Da waren wir sehr aktiv - aber im negativen Sinne“.

Das Unglück für die Dinkelstädterinnen nahm in der 21. Minute seinen Lauf. Eine verunglückte Flanke fand den Weg – zur Überraschung aller – über Torfrau Laura Alies hinweg zum 1:0 für die Gäste. Fast mit dem Halbzeitpfiff das 0:2, nachdem sich Anna-Lena Jansen und Alies nicht einig waren und die Rhader Stürmerin dieses Geschenk dankend annahm. „Ab diesem Moment war die Moral im Keller, alle hatten sich schon aufgegeben“, erkannte Spanier, der die Pause nutzte, um noch einmal an der taktischen Feinjustierung zu feilen – leider ohne Erfolg.

In der 50. Minute stand die Gronauer Defensive Spalier, als eine Gäste-Spielerin von der Außenlinie einfach geradeaus Richtung Tor lief und keine Mühe hatte, zum 0:3 einzuschieben. Auch beim 0:4 half Gronau tatkräftig mit. Eine lange Flanke in den Strafraum konnte nicht verarbeitet werden, den Abpraller knallte Rhade humorlos ins Netz. Den Schlusspunkt setzte der Titelfavorit aus Rhade in der 72. Min. nach einem Eckball. Auch hier setzten die Gastgeberinnen nicht energisch genug nach, die Gästestürmerin köpfte den Ball aus 5 Metern unbedrängt über die Linie.

„Das war teilweise ein Trauerspiel, was wir da abgeliefert haben“, so Fortunas Trainer, der im Nachgang nicht nur Redebedarf sieht. „Wenn wir fußballerisch schon nicht mithalten können, dann müssen wir uns mindestens auf die alten Tugenden wie das Kämpfen und Laufen besinnen.“

Das angekratzte Selbstvertrauen wieder aufbauen, kann Fortuna bereits vor dem nächsten Meisterschaftsspiel in Ibbenbüren. Am Donnerstag sind die Spanier-Schützlinge in der 1. Runde im Kreispokal gefordert. Der Finalist der vergangenen Saison ist um 19.30 Uhr zu Gast bei der DJK Eintracht Stadtlohn.

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