Bogenschießen: DM Feld- und Waldrunde in Heek
„Da ist volle Konzentration gefragt“

Heek -

Eine Deutsche Meisterschaft in Heek? Das gibt es nicht alle Tage. An diesem Wochenende kommen jedoch die besten Schützen des Deutschen Bogensportverbands in die kleine Dinkelgemeinde, um bei den nationalen Titelkämpfen in der Feld- und Waldrunde um Medaillen zu streiten.

Donnerstag, 22.09.2016, 20:09 Uhr

Fiebert dem Start entgegen: Richard Gausling und seine Bogensportschule sind Gastgeber der DM in der Feld- und Waldrunde des Deutschen Bogensportverbandes.
Fiebert dem Start entgegen: Richard Gausling und seine Bogensportschule sind Gastgeber der DM in der Feld- und Waldrunde des Deutschen Bogensportverbandes. Foto: hs

Vor dem Start der Wettbewerbe am Samstag und Sonntag sprach unser Redakteur Kristian van Bentem mit Richard Gausling , Leiter der gastgebenden Bogensportschule in Heek .

Wie ist es dazu gekommen, dass Ihre Bogensportschule die DM ausrichtet?

Gausling: Schon Anfang 2015 haben wir uns beworben, nachdem der DBSV beschlossen hatte, dass anlässlich des 25-jährigen Bestehens des NRW-Verbandes 2016 hier mehrere Deutsche Meisterschaften stattfinden sollen. Anfang dieses Jahres haben wir dann den Zuschlag bekommen.

Was war in der Vorbereitung zur DM zu stemmen?

Gausling: Zunächst einmal mussten wir einen passenden Parcours finden, auf dem die Teilnehmer von Scheibe zu Scheibe gehen können. Wir sind froh, dass uns sowohl der Reitverein St. Georg Heek-Nienborg als auch der Angelverein Heek sowie Unternehmen und einige Privatpersonen die Nutzung ihres Geländes für die Wettbewerbe zur Verfügung stellen. Zum Glück ist es uns gelungen, alle unter einen Hut zu bringen. Von der Reitanlage aus geht es auf einen fünf bis sechs Kilometer langen Rundkurs, auf dem wir die Hindernisse aufbauen.

Feld- und Waldrunde – was sind die Unterschiede?

Gausling: Bei der Feldrunde am Samstag stehen 24 Ringscheiben mit gelber Mitte im Parcours, davon die Hälfte in bekannter und die andere Hälfte in unbekannter Entfernung von zehn bis 60 Metern. Bei der Waldrunde am Sonntag wird auf 28 Scheiben mit Tierbildern geschossen – alle in unbekannter Entfernung. Die Schwierigkeit beim Schätzen der Distanz ist, dass man zum Beispiel das Visier genau einstellen und die richtige Spannung haben muss. Sonst kann man sich schnell vertun.

Das Ziel im Visier: In der Waldrunde wird auf Tierbilder geschossen.

Das Ziel im Visier: In der Waldrunde wird auf Tierbilder geschossen. Foto: Bogensportschule Gausling

Jedes Gelände hat seine besonderen Herausforderungen für die Schützen. Was erwartet die DM-Teilnehmer in Heek?

Gausling: Das Gelände besteht bei uns aus Freiflächen, Wald und Wasser, zum Teil muss leicht bergab geschossen werden. Dazu kommt der ständige Wechsel von vollem Licht und dunkleren Abschnitten sowie ein Mix aus Nah- und Fernzielen. Da ist volle Konzentration gefragt.

Wie viele Teilnehmer erwarten Sie?

Gausling: Jeweils rund 160 in der Feld- und der Waldrunde haben sich bei den Landesmeisterschaften für die DM qualifiziert. Sie treten in insgesamt sechs Bogenklassen – vom Langbogen bis zum Compound – bei den Schülern, der Jugend, den Damen und Herren sowie verschiedenen Altersklassen an.

Wie sieht es mit Startern aus Heek und Umgebung aus? Und was trauen Sie ihnen beim „Heimspiel“ zu?

Gausling: Unsere Bogensportschule schickt zehn bis elf Teilnehmer ins Rennen, zudem weiß ich von vier Compound-Schützen aus Gronau. Zwei unserer Jugendlichen und eine Dame dürfen sich dabei durchaus Hoffnungen auf eine Medaille machen.

Wo haben Zuschauer die beste Gelegenheit, die Wettbewerbe hautnah zu verfolgen?

Gausling: Der eigentliche Parcours ist aus Sicherheitsgründen für Zuschauer gesperrt. An einigen Scheiben wird es aber vielleicht möglich sein, in Begleitung von Kampfrichtern an einige Stationen zu gelangen. Die beste Gelegenheit, einige Scheiben einzusehen, gibt es am alten Bahndamm in Heek. Außerdem hat man einen guten Blick auf die Einschießscheiben am Reitplatz, wo die Teilnehmer sich am Samstag und Sonntag zwischen 8 und 9 Uhr warm schießen und wo jeweils ab 17 Uhr die Siegerehrungen stattfinden.

Wie sehr würde Regen die Wettkämpfe beeinträchtigen?

Gausling: Natürlich wünsche wir uns gutes Wetter. Wenn es aber gießen sollte wie bei der Landesmeisterschaft, dann kommen wir damit auch klar. Wir betreiben eben einen Freiluftsport – da muss man dann auch bei Regen durch.

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