Sportschießen | Luftgewehr-Westfalenliga
VSS Epe hat Platz zwei nicht abgeschrieben

Gronau -

Willkommen zum Showdown in Altenbeken. Für die Vereinigten Sportschützen (VSS) Epe geht es dort am Sonntag um den möglichen Einzug in die Relegation zur 2. Bundesliga.

Samstag, 07.01.2017, 12:01 Uhr

Die Vereinigten Sportschützen Epe treten zuversichtlich zum letzten Wettkampf dieser Saison in der Westfalenliga an. Im Idealfall kann die Mannschaft noch die Relegation zur 2. Bundesliga erreichen.
Die Vereinigten Sportschützen Epe treten zuversichtlich zum letzten Wettkampf dieser Saison in der Westfalenliga an. Im Idealfall kann die Mannschaft noch die Relegation zur 2. Bundesliga erreichen. Foto: sh

Nach einer bislang vorzüglichen Saison in der Westfalenliga mit fünf Siegen in sechs Vergleichen sind die Eperaner, die die jüngste Mannschaft der Westfalenliga stellen, jedoch auf Schützenhilfe angewiesen. Vor dem letzten Spieltag sprach WN-Redakteur Stefan Hoof mit Dirk Terbahl, 1. Vorsitzender des Vereins. Zugleich bildet Terbahl zusammen mit Christiane Broders und Jochen Perrefort das dreiköpfige Trainerteam der Vereinigten Sportschützen Epe .

Dirk Terbahl, kommt es am Sonntag zum Happy End für Ihre Mannschaft?

Dirk Terbahl: Wenn ich das wüsste. Fakt ist, dass wir von den drei Topteams Emsdetten, Deiringsen und Epe leider die knapp schlechteste Ausgangslage haben. Es liegt nicht alleine in unseren Händen. Aber schön wäre es, noch in die Relegation zu kommen.

Anders als in vielen anderen Sportarten steigt auch der Meister nicht direkt auf.

Terbahl: Genau, der Erste und Zweite der Westfalenliga gehen in die Relegation zur 2. Liga, die am 19. Februar in Bad Homburg ausgetragen wird. Wir sind punktgleich mit Emsdetten und Deiringsen, haben aber das etwas schlechtere Einzelpunktverhältnis.

Was muss in Altenbeken passieren, damit VSS Epe doch noch auf einen der beiden ersten Plätze vorrückt?

Terbahl: Vorausgesetzt, wir gewinnen unseren Vergleich gegen Hamm 2, müsste Emsdetten gegen Elsen 3 oder Deiringsen gegen Buer-Bülse 3 verlieren. Gewinnen wir deutlicher als Deiringsen, passt es aber auch für uns. Wir liegen nur ganz knapp hinter dem Zweiten.

Also muss ein 5:0-Sieg her?

Terbahl: Das wäre natürlich super. Aber es gibt auch Konstellationen, dass uns ein 4:1 reicht. Oder ein 3:2, wenn eins der anderen Teams patzt. Wir machen uns mit solchen Rechnereien nicht verrückt.

Wie beurteilen Sie die Aufgaben der Konkurrenten?

Terbahl: Elsen ist gesichert, Emsdetten ist der Favorit, steht aber auch unter Druck, das Ziel zu erreichen. Und zwischen Deiringsen und Buer-Bülse verhält es sich wie im Fußball zwischen Schalke und Dortmund. Da wird nichts verschenkt. Ich schließe auch Überraschungen im Aufgebot von Buer-Bülse 3 nicht aus. Da ist alles möglich. In der Liga war es in dieser Saison bislang so, dass nicht immer der Favorit es war, der die Punkte bekommen hat. Ich erinnere nur an unseren Erfolg gegen Deiringsen.

Der Spielplan will es so, dass VSS Epe am Sonntag vorlegen muss, ehe nachmittags die Konkurrenten auf den Schießstand gehen. Ist das eher ein Vor- oder ein Nachteil?

Terbahl: Wenn wir einen Sieg vorlegen, je deutlicher desto besser, lastet der ganze Druck auf den anderen. Ich denke, das ist ein Vorteil. Wir müssen einfach nur unser Ding durchziehen.

Vor einem Jahr ging es für Ihre Mannschaft am letzten Spieltag um den Klassenerhalt, jetzt blicken sie nach oben. Lassen sich die Aufgaben vergleichen?

Terbahl: Ja, ein Sieg musste auch letztes Jahr her. Dann wurde es ein tolles Saisonfinale für uns. Ich denke aber, die Drucksituation war 2016 viel höher, die Westfalenliga stand für uns auf dem Spiel. So oder so blicken wir heute auf eine sehr gute Saison zurück und haben schon Platz drei sicher. Wir geben am Sonntag unser Bestes und hoffen auf ein Quäntchen Glück.

Es wird ein langer Sonntag, Altenbeken liegt nicht gerade um die Ecke.

Terbahl: Ein kleiner Ort, noch etwa 15 km östlich von Paderborn gelegen. Deshalb fahren wir auch mit dem Bus, auch einige Fans sind dabei. Um 7.30 Uhr geht es am Vereinsheim los, um 11.30 Uhr sind wir an der Reihe. Nach einer Mittagspause schießen Deiringsen und dann Emsdetten.

Personell ist alles im Lot?

Terbahl: Leider nicht. Katja Sago ist in der Schule eine Treppe heruntergefallen und hat sich einen Außenbandriss zugezogen. Sie trägt noch eine Schiene, fällt noch vier bis sechs Wochen aus.

Dann muss jetzt der Spielertrainer selbst ran?

Terbahl (lacht): Nein, auch wenn ich zuletzt gute Ergebnisse bei den Vereins- und Kreismeisterschaften erzielt habe. Leonie Kühlkamp oder Johanna Buntkowski rücken ins Team, das passt nahtlos.

Die Feiertage haben die Vorbereitung nicht beeinträchtigt?

Terbahl: Wir haben letzte Woche noch ein Mannschaftstraining durchgeführt, das stärkt auch noch einmal den Zusammenhalt. Auch Katja hat sich dazu gesetzt.

Das spricht für eine gute Stimmung.

Terbahl: Klar, der Saisonhöhepunkt wartet auf uns. Vielleicht sogar nur der vorläufige, wenn es doch in die Relegation geht. Als Sportler freut man sich auf solche Wettkämpfe.

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