Tennis | Ahauserin spielt jetzt für BW Berlin
Sandberg: „Ich lebe für diesen Sport“

Gronau/Ahaus -

Da kommt einiges auf Vivien Sandberg zu. Die junge Tennisspielerin aus Ahaus wechselte vom TV Grün-Gold Gronau nach Berlin. Ob sie dort auch in der Bundesliga zum Einsatz kommt?

Dienstag, 02.05.2017, 18:05 Uhr

Vivien Sandberg schlägt jetzt für den TC Blau-Weiss 1899 Berlin auf. Die Ahauserin, bislang Spitzenspielerin des TV Grün-Gold Gronau, kommt zunächst in der Regionalliga zum Einsatz und hofft, auch Bundesligaluft zu schnuppern.
Vivien Sandberg schlägt jetzt für den TC Blau-Weiss 1899 Berlin auf. Die Ahauserin, bislang Spitzenspielerin des TV Grün-Gold Gronau, kommt zunächst in der Regionalliga zum Einsatz und hofft, auch Bundesligaluft zu schnuppern. Foto: aho

Berlin ! Berlin! Wir fahren nach Berlin. Während sich die BVB-Fans noch bis Ende Mai gedulden müssen, schlägt die Ahauserin Vivien Sandberg schon seit Monatsbeginn für den TC Blau-Weiss 1899 Berlin auf, der zu den renommiertesten Tennisvereinen Deutschlands zählt. Zur Vorbereitung weilte die 16-Jährige in den Osterferien sogar in Naples im US-Bundesstaat Florida. WN-Mitarbeiterin Angelika Hoof unterhielt sich mit der ehrgeizigen Ahauserin über ihre sportlichen und beruflichen Zukunftspläne.

Vivien Sandberg, nach deinen Anfängen beim TC Grün-Weiß Ahaus warst du die letzten drei Jahre beim TV Grün-Gold Gronau aktiv. Nun wechselst du zu BW Berlin . Wieso hat es dich ausgerechnet in die Bundeshauptstadt verschlagen?

Vivien Sandberg: Syna Goellner-Schreiber, mit der ich an den freien Wochenenden in Köln zusammen trainiere, spielt ebenfalls für die Blau-Weißen und hat quasi den Kontakt zu Berlins Teamchef Michael Brandt hergestellt.

Warst du unzufrieden im Verbandsliga-Kader von Grün-Gold Gronau?

Sandberg: Auf keinen Fall. Ich habe mich immer gut mit den anderen Spielerinnen verstanden. Um jedoch höherklassig zu spielen, war ein Vereinswechsel nötig.

Was bedeutet der Wechsel genau für dich?

Sandberg: Innerhalb des 16-köpfigen Kaders für zwei Mannschaften bin ich an Platz neun gesetzt und werde zunächst im Regionalliga-Team zum Einsatz kommen und mit dieser Mannschaft hoffentlich den Klassenerhalt meistern. BW Berlin verfügt zudem über eine Mannschaft in der 1. Bundesliga, sodass ich vielleicht noch dieses Jahr die Chance bekomme, dort hinein zu schnuppern.

In der Regionalliga Nord-Ost seid ihr bereits am 1. Mai bei den Berliner Bären in Wittenau in die Saison gestartet. Wie ist es gelaufen?

Sandberg: Wir haben am Montag 6:3 gewonnen, im Einzel und Doppel musste ich mich leider jeweils in drei Sätzen knapp und unglücklich geschlagen geben. Mich hat eine leichte Schulterverletzung behindert. Die habe ich mir am Wochenende in Lingen zugezogen, wo ich nach einem Sieg gegen die Nr. 90 der DTB-Rangliste bis ins Halbfinale gekommen bin.

Kennst du bereits andere Spielerinnen aus deinem neuen Team?

Sandberg: Ein paar der Jüngeren wie Franziska Sziedat, Lina Brandt, Kim Bohlen, Diana Marcinkevica sowie Anna und Charlotte Klasen habe ich schon mehrfach bei Turnieren getroffen. Wir verstehen uns gut und unterstützen uns.

Ahaus – Berlin. Wie wirst du diese räumliche Distanz meistern?

Sandberg: Mit Hilfe meiner Eltern, die mich immer unterstützt haben. Aber auch die Zugverbindung ab Bad Bentheim soll recht gut sein und vielleicht ergeben sich noch Fahrgemeinschaften. Man muss halt flexibel sein.

Dein Vorbild ist Victoria Azarenka. Würdest du gerne auch einmal Tennis-Profi werden?

Sandberg: Ich lebe für diesen Sport. Daher würde ich lieber heute als morgen ins Profigeschäft einsteigen. Doch dafür bin ich leider noch zu jung.

Montags bis freitags drückst du derzeit noch die Schulbank in der 10. Klasse der Realschule im Vestert in Ahaus. An den Wochenenden spielst du erfolgreich Tennis. Wie sieht deine schulische und berufliche Zukunft aus?

Sandberg: Nach den Sommerferien werde ich zum Ahauser Wirtschaftsgymnasium wechseln. Das liegt ja quasi vor der Haustür. Parallel versuche ich meine Tenniskarriere weiter voran zu treiben.

Wie oft und wo trainierst du?

Sandberg: Bislang trainiere ich vier bis fünf mal zwei Stunden pro Woche in der Tennisakademie Approach in Enschede und bin am Wochenende auf Turnieren.

Gehörst du noch einem Förderkader an?

Sandberg: Nein. Durch meinen Wechsel nach Berlin werde ich im Westfälischen Tennisverband nicht mehr gefördert und kann hier auch nicht mehr an den Westfalenmeisterschaften teilnehmen.

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