Fußball | Kreisliga A1: SV Heek - Fortuna Gronau
SV Heek nimmt späte Revanche

Gronau -

Im Hinspiel noch hieß der Matchwinner auf Gronauer Seite Marcel Bösel. Fortunas Angreifer hatte den Blau-Schwarzen sechs Minuten vor dem Abpfiff das 2:2 gegen den SV Heek gerettet. Und es sah so aus, als sollte sich Geschichte am Donnerstagabend im Dinkelstadion wiederholen. Aber dann kam doch alles völlig anders – und endete sogar mit einer 2:3-Pleite.

Freitag, 05.05.2017, 15:05 Uhr

Im Hinspiel gegen Heek erzielte Fortuna kurz vor Schluss den Ausgleich. Dieses Mal revanchierte sich der HSV – mit zwei ganz späten Treffern zum 3:2-Sieg.
Im Hinspiel gegen Heek erzielte Fortuna kurz vor Schluss den Ausgleich. Dieses Mal revanchierte sich der HSV – mit zwei ganz späten Treffern zum 3:2-Sieg. Foto: sh

Zunächst lief alles ganz nach dem Geschmack der Gronauer Gäste. Denn Laurent Cannoletta schoss Fortuna nach einer guten halben Stunde in Front (35.). „Bis dahin gab es zwar die eine oder andere Konzentrationsschwäche. Aber insgesamt hatten wir die Partie unter Kontrolle“, analysierte Spielertrainer Torben Rattelsdorfer hinterher.

Das Unheil nahm seinen Lauf in Hälfte zwei, als die Heeker einen Freistoß zugesprochen bekamen. Den trat Maximilian Nabers zwar nur ins vielzitierte Torwarteck – drin war er trotzdem (54.). Es blieb jedoch mehr als eine halbe Stunde Zeit für Gronau , das zu korrigieren. Und die Blau-Schwarzen stellten dies nicht gerade schlecht an.

Dieses Mal kein Matchwinner

Belohnt wurden die Fortunen in Person von Marcel Bösel . Der traf drei Minuten vor dem Ende zum 2:1. Groß war der Jubel. Marcel, der Matchwinner? Mitnichten!

„Denn jetzt folgte der Auftritt unserer Lieblingsperson auf dem Spielfeld, des Schiedsrichters“, kommentierte Rattelsdorfer die Ereignisse süffisant. Sie sollten sich überschlagen.

Dass Fortuna schon beim 2:1-Führungstreffer nur noch mit zehn Mann auf dem Feld stand, fand der Coach gar nicht witzig: „Simon Kalitzki kriegt glatt Rot für ein Foul. Zuvor riskiert ein Heeker mit seinem Einsteigen, dass Laurent sich das Schienbein bricht. Da gibt es nur Gelb.“

Heek hat es sich kämpferisch verdient“

Die Aufregung wäre nicht so groß gewesen, hätte der HSV nicht den Ausgleich in der Nachspielzeit erzielt. „Mein Gegenspieler räumt mich mit ausgestreckten Armen aus dem Weg, um das 2:2 zu erzielen. Nur weil ich mich nicht so lautstark beklage, wie die zehn halbstarken Heeker an der Seitenlinie, zählt das Tor“, redete sich Rattelsdorfer in Rage.

Mehr noch: In der dritten Minute der Nachspielzeit trafen die Hausherren sogar noch zum 3:2-Sieg. „Das war eindeutig Abseits“, konnte es Gronaus Übungsleiter nicht fassen.

Zurück zur Tagesordnung: „Wir haben uns das natürlich auch selbst zuzuschreiben. Aber es ist eben schwierig, wenn du mit zehn Mann gegen zwölf spielst. Heek hat es sich kämpferisch verdient“, so Rattelsdorfer.

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