Schach | Regionalliga: SC Gronau
Klassenerhalt in trockenen Tüchern

Gronau -

Die Ausgangslage vor der letzten Runde in der Schach-Regionalliga war klar für die 1. Mannschaft des SC Gronau: Gegen den SC Bocholt musste man punkten, da man sonst als Tabellenachter höchstwahrscheinlich noch absteigen würde – trotz der zuvor schon erreichten 7:9 Punkte. Doch alle Sorgen verflogen.

Donnerstag, 18.05.2017, 14:05 Uhr

Den einzigen Sieg für die Gronauer verbuchte gegen Bocholt Jürgen Rothkegel (li.), nachdem seine Teamkameraden in den sieben übrigen Partien durchweg remis gespielt hatten.
Den einzigen Sieg für die Gronauer verbuchte gegen Bocholt Jürgen Rothkegel (li.), nachdem seine Teamkameraden in den sieben übrigen Partien durchweg remis gespielt hatten. Foto: aho

Vier Tage zuvor hatten die Dinkelstädter bereits einen Punkt am Grünen Tisch nachträglich gutgeschrieben bekommen. Das Bundesturniergericht hatte der Berufung der Gronauer stattgegeben, nachdem der Verbandsspielausschuss zuvor deren Protest gegen die 3:5-Niederlage in der vierten Runde gegen Raesfeld abgeschmettert und die Wertung als 4:4-Remis abgelehnt hatte. Im letzten Spiel gegen Bocholt kamen nun dank eines 4,5:3,5-Erfolgs zwei weitere sportlich erkämpfte Punkte hinzu.

Martin Lütkehermölle fehlt

Dabei mussten die Gronauer an Brett 2 auf Martin Lütkehermölle verzichten, aber auch der Gegner musste umstellen. Schon nach einer Stunde spielten André Langendijk (Brette 2) und Menno Monsma (1). Obwohl Bocholt hier nominell stärker besetzt war, verliefen diese Partien vollkommen ausgeglichen.

Es ging weiter mit den Unentschieden an Brett 5 (Dr. Torsten Hoge) und Brett 6 (Philipp Reckzügel). Als dann auch Dr. Klaus Reinhold (4) und Boris Tsoukkerman nach knapp zweieinhalb Stunden sich die Punkte mit dem Gegner teilten, hätten wohl viele auf einen 4:4-Endstand gewettet.

Nach sieben Remis holt Jürgen Rothkegel den entscheidenden Sieg

Doch damit wollten sich die Gronauerer nicht zufrieden geben. Zu dem Zeitpunkt hatten sich Martin Storck am dritten Brett und Jürgen Rothkegel am achten Brett sich schon leichte Vorteile erspielt, wobei Letzterer nominell der deutlich stärkere Spieler war. Es ging bereits auf eine vierstündige Spielzeit zu, als die Entscheidung fiel. Rothkegel gewann durch einen Königsangriff mit einer geglückten Kombination zwei Bauern. Als Martin Storck dies bemerkte, spielte er an seinem Brett auf Sicherheit und erreichte durch Zugwiederholung ein Dauerschach, was ein Remis bedeutete. Jürgen Rothkegel gewann zudem souverän sein Endspiel und holte damit den einzigen und entscheidenden Sieg zum 4,5:3,5-Endstand für die Mannschaft.

SC Gronau Sechster in der Abschlusstabelle

Damit standen insgesamt 9:9 Punkte und 34:38 Brettpunkte für die Gronauer in der Abschlusstabelle zu Buche. Gegen 23 Uhr war dann der Klassenerhalt endgültig in trockenen Tüchern, denn Nienberge verlor gegen Raesfeld und Steinfurt gegen Rheine. Der SC Gronau belegte damit in der Endabrechnung Platz sechs vor Nienberge, Steinfurt und den sicheren Absteigern aus Dülmen und Olfen. Hätten Nienberge und Steinfurt gewonnen, wären die Gronauer dagegen Tabellenachter geblieben.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4853688?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35322%2F
So werden Familien vom Kinderhospizdienst unterstützt
Seit Jahren ein starkes Team (v. l.): Anke Hubschmid vom Kinderhospizdienst und Sonja Geier mit Lotta und Lasse.
Nachrichten-Ticker