Fußball | Frauen-Bezirksliga 6: Vorwärts Epe - Fortuna Gronau
Druck entweicht erst nach dem 2:0

Epe -

Was in dieser Partie auf dem Spiel stand, war deutlich zu spüren. Und das lag nicht einzig und alleine daran, dass sich Vorwärts Epes und Fortuna Gronaus Fußballerinnen im Ortsderby am Wolbertshof begegneten. Nein, während sich die Grün-Weißen grundsätzlich wohl auf eine schwere Saison inklusive Kampf um den Klassenerhalt einstellen müssen, war den Gästen von der Laubstiege ebenfalls eine gewisse Verunsicherung anzumerken.

Montag, 30.10.2017, 20:10 Uhr

Fortuna im Vorwärtsgang: Hier kommt Kathrin Frieler (re.) für die Gäste zum Abschluss, nachdem sie Yanina Täuber hat aussteigen lassen. Vorwärts Epe um Coach Frans Koolhoven (kl. Foto) wird sich in den kommenden Wochen warm anziehen müssen. Es zeichnet sich ein knallharter Abstiegskampf ab.
Fortuna im Vorwärtsgang: Hier kommt Kathrin Frieler (re.) für die Gäste zum Abschluss, nachdem sie Yanina Täuber hat aussteigen lassen. Vorwärts Epe um Coach Frans Koolhoven (kl. Foto) wird sich in den kommenden Wochen warm anziehen müssen. Es zeichnet sich ein knallharter Abstiegskampf ab. Foto: aho

Die Frage vor dem Anpfiff lautete also: Welche Mannschaft kann mit dem Druck besser umgehen? Und die Antwort lautete: Fortuna Gronau. Denn die Blau-Schwarzen entschieden den Stadtvergleich letztendlich sicher mit 3:0 (1:0) zu ihren Gunsten.

Trainer Bernd Post nahm den Erfolg erfreut zur Kenntnis: „Nach zuletzt zwei Niederlagen in Serie war dieser Sieg enorm wichtig“, gab der Übungsleiter dann auch zu Protokoll. „Nur so bekommen wir wieder ein wenig Stabilität in unsere Aktionen.“ Und genau diese Stabilität ließen beide Teams in der Anfangsphase klar vermissen. „Das stimmt“, bestätigte auch Post diesen Eindruck. „Es herrschte eine gewisse Grundnervosität, die schon vor dem Anpfiff nicht zu ignorieren war. Das galt für uns, aber auch für das Team aus Epe.“

Nina Post nimmt sich ein Herz

Insofern passte es dem Coach der Fortunen ganz gut ins Konzept, dass es die Gäste waren, denen die erste gut Szene im Derby gelang. Denn eine Viertelstunde war verstrichen, als sich Nina Post ein Herz nahm und ihr so mit einem Schuss aus 18 Metern die Führung glückte (16.).

Noch allerdings zeigte dieser Vorsprung nicht den gewünschten Effekt. Beide Teams taten sich weiterhin schwer, um gelungene Aktionen, geschweige denn Torabschlüsse, zu verbuchen. Und so gingen die Gronauerinnen mit diesem knappen 1:0 in die Pause.

Schnelles 2:0 dank Alies

Der zweite Abschnitt war gerade einmal zwei Minuten alt, da hatte Fortuna auch zum zweiten Mal zugeschlagen. Ein schöner öffnender Pass fand Melanie Rolletschek. Die nutzte ihre Freiheiten, um überlegt auf Laura Alies abzuspielen, die wiederum keine Mühe mehr hatte, zum 2:0 zu vollenden (47.). Und da war sie wieder: die Sicherheit im Spiel der Blau-Schwarzen. Die machte sich vor allem im Defensivverbund bemerkbar. Denn Fortuna stand so souverän, dass Vorwärts Epe sich an der gegnerischen Abwehrreihe die Zähne ausbiss.

So folgte, was folgen musste: Nach einem gut vorgetragenen Konter legte Nina Post die Kugel vorbei an Epes Keeperin Heike Meyerink. Die kam zwar noch mit den Fingerspitzen ans Leder, konnte die Aktion jedoch nicht mehr entscheidend entschärfen. Also waren Bahn und Tor frei für Post, die mit dem 3:0 die endgültige Entscheidung besorgte (75.). Ins gelungene Bild aus Gronauer Sicht passte es, dass Fortuna-Torhüterin Michelle Mertens fünf Minuten vor dem Abpfiff mit einem parierten Strafstoß dafür sorgte, dass die Gäste das Derby sogar ohne Gegentor beendeten. „Aus meiner Sicht ging das 3:0 in dieser Höhe auch so in Ordnung“, resümierte Bernd Post hinterher.

Fortuna jetzt mit toller Ausgangslage

Die drei Punkte für sein Team bedeuten, dass Fortuna Gronau in der Bezirksliga mit 17 Punkten zwar auf Platz vier rangiert, aber eben auch nur zwei Zähler hinter dem Spitzenreiter TuS Altenberge. Und da der am kommenden Wochenende spielfrei ist, kann Gronau mit einem weiteren Erfolgserlebnis gegen den Dritten SV Gescher gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: den aktuellen Tabellenführer überholen sowie den direkten Konkurrenten Gescher erstmal abhängen.

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