Ironman-WM 70.3 in Südafrika
Die WM als Wiedergutmachung

Gronau -

Den wirklich letzten Motivationskick holte sich André Winkelhorst bei seinem Lieblingstriathlon in Borken. Am Sonntag wartet allerdings eine ungleich größere Herausforderung auf Gronaus Sportler des Jahres 2017. Am Pröbstingsee, wo er in den letzten Jahren nur ganz selten gefehlt hat, kam der Eperaner vor knapp zwei Wochen nach 46:09 Minuten nach 300 Meter Schwimmen, 15 Kilometer Radfahren und 3,5 Kilometer Laufen als Zweiter ins Ziel. In Port Elizabeth stehen am kommenden Wochenende nicht nur 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer auf dem Programm. Nein, bei der Ironman-WM 70.3 ist die Konkurrenz natürlich deutlicher stärker als in Borken.

Freitag, 31.08.2018, 15:10 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 31.08.2018, 15:10 Uhr
Konzentrierter Blick: Die Enttäuschung über das Abschneiden in Roth ist längst dem Trotz gewichen. In Südafrika hofft André Winkelhorst auf eine bessere Leistung.
Konzentrierter Blick: Die Enttäuschung über das Abschneiden in Roth ist längst dem Trotz gewichen. In Südafrika hofft André Winkelhorst auf eine bessere Leistung. Foto: gp

Und nur wer sich bei einem der Qualifikationswettkämpfe einen der vorderen Plätze in seiner Altersklasse erkämpft hat, ist bei der Weltmeisterschaft startberechtigt. André Winkelhorst gelang dieses Kunststück im vergangenen Jahr auf Rügen.

Die Langdistanz beim „Challenge“ in Roth und die WM in Südafrika hatte Winkelhorst zu Beginn des Jahres als die sportlichen Highlights 2018 genannt. Dabei hatte er die 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen für sich noch ein wenig höher eingeordnet. Eine neue persönliche Bestzeit für die Ironman-Distanz auf der schnellen Strecke in Roth war das Ziel. „In Port Elizabeth will ich einfach nur ein gutes Rennen machen und außerdem auch das Land kennen lernen“, formulierte er im Januar.

Ziele haben sich verschoben

Mittlerweile haben sich die Ziele ein wenig verschoben. Denn in Roth erwischte der Triathlet einen rabenschwarzen Tag und lief weit an der Traumzeit vorbei. So ist die Weltmeisterschaft jetzt auch ein wenig Wiedergutmachung für das nicht zufriedenstellende Ergebnis in Roth.

„Die Enttäuschung war aber dennoch schnell überwunden“, berichtet der 44-Jährige heute. „Vielleicht auch als Trotzreaktion habe ich schon eine Woche nach Roth für den Ironman in Frankfurt im nächsten Jahr gemeldet.“ Eine weitere Woche später ist er dann zudem schon wieder in das Training für die WM in Südafrika eingestiegen. Weniger die ganz langen Einheiten standen jetzt auf dem Trainingsplan, dafür etwas intensivere.

„Das hat bald wieder richtig Spaß gemacht“

„Das war eine schöne Abwechslung und hat auch bald wieder richtig Spaß gemacht“, erzählt André Winkelhorst. So ist die Form nach eigener Einschätzung sehr gut. Und das Ziel, in Port Elizabeth auch eine gute Zeit zu erzielen, rückt dann doch mehr in den Mittelpunkt als noch im Januar. Bei ähnlichen klimatischen Bedingungen wie aktuell in Europa und recht flachen Rad- und Laufstrecken erscheint es auch realistisch, dass dies gelingt.

Der touristische Aspekt soll dennoch keineswegs zu kurz kommen, unterstreicht Winkelhorst nochmals. Bereits am vergangenen Samstag ist er in Richtung Südafrika aufgebrochen. Neben der Streckenbesichtigung steht schon in dieser Woche der Besuch eines Elefantenparks auf dem Programm, bevor am Sonntag um 7.30 Uhr im Indischen Ozean vor Port Elizabeth der Startschuss zum Schwimmen fällt.

Nach dem Wettkampf und vor dem Rückflug am 9. September geht es dann noch auf eine einwöchige Reise durch das Land – von Port Elizabeth bis nach Kapstadt. Und zwar ohne Zeitdruck.

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