Fußball | Kreisliga A2 Ahaus/Coesfeld: ASC Schöppingen
„Das ist nicht zu kompensieren“

Schöppingen -

Dem fulminanten Start folgte der Absturz. Seit drei Spieltagen ist beim ASC Schöppingen der Wurm drin. Doch dafür gibt es gute Erklärungen, wie der Trainer in einem Interview betont.

Sonntag, 16.09.2018, 22:44 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 15.09.2018, 09:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 16.09.2018, 22:44 Uhr
Schreck lass nach! Zuweilen dürfte sich ASC-Spielertrainer Rafael Figueiredo in den vergangenen Wochen wie in einem Alptraum gefühlt haben.
Schreck lass nach! Zuweilen dürfte sich ASC-Spielertrainer Rafael Figueiredo in den vergangenen Wochen wie in einem Alptraum gefühlt haben. Foto: Stefan Hoof

Zum Saisonauftakt schien es, als könne der ASC Schöppingen nach dem knapp verlorenem Entscheidungsspiel um die A-Ligameisterschaft 2017/18 nahtlos an die souveräne Spielzeit anknüpfen. Doch zwei Siegen folgten drei Niederlagen mit 1:11 Toren. Über die Gründe und weiteren Aussichten sprach WN-Redakteur Kristian van Bentem vor der Partie gegen die TSG Dülmen 2 am Sonntag (15 Uhr) mit ASC-Spielertrainer Rafael Figueiredo.

Super gestartet, dann der Einbruch und zuletzt ein 0:7 in Seppenrade – wie ist das zu erklären?

Figueiredo: Ein Grund: Nach dem Staffelwechsel kennen wir die Liga noch nicht so gut, wissen also nicht, wie die Gegner spielen.

In der Gruppe Ahaus geht es robuster zu, in der Coesfelder Gruppe steht das Fußballerische mehr im Fokus, und die Teams agieren offensiver.

Rafael Figueiredo

Was ist anders in der Staffel Coesfeld?

Figueiredo: Ich habe den Eindruck, dass diese Gruppe nicht unbedingt stärker, aber die Spielweise schon anders ist. In der Gruppe Ahaus geht es robuster zu, in der Coesfelder Gruppe steht das Fußballerische mehr im Fokus, und die Teams agieren offensiver. Das sind Woche für Woche neue Herausforderungen, an die wir uns herantasten müssen. Das ist uns – zugegebenermaßen – bislang nicht so gelungen.

In den ersten beiden Spielen klappte das doch sehr gut. Was ist danach also passiert? Es fällt auf, dass Sie schon 22 Spieler eingesetzt haben . . .

Figueiredo: Ich bin kein Fan davon, das als Entschuldigung zu nehmen, und wir haben ja zum Glück auch einen breiten Kader – aber wir sind in den letzten Wochen vom Verletzungspech und urlaubsbedingten Ausfällen leider nicht verschont geblieben. Ein, zwei Spieler, das lässt sich auffangen. Aber wenn das Gerüst fehlt, das ist nicht zu kompensieren.

Welche Ausfälle schmerzen besonders?

Figueiredo: Von unseren Innenverteidigern sind Benedikt Naber und Christoph Elfering seit zwei Wochen verletzt, Christoph Lütke-Bitter ist sechs Wochen ausgefallen, unser Kapitän Nils Kröger fehlt uns seit zwei Partien für den Spielaufbau. Bastian Bakenecker dürfte nach seinem Haarriss im Auge eigentlich noch gar nicht wieder ran, musste zuletzt aber vorzeitig einspringen. Wenn Du Abwehr und Spielaufbau Woche für Woche umstellen musst und junge Kerle, die eigentlich mal eine Pause bräuchten, immer durchspielen lassen musst und das auch noch auf ungewohnten Positionen, kommt irgendwann so ein Ergebnis wie in Seppenrade heraus.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir den Bock in Kürze wieder umstoßen.

Rafael Figueiredo

Wie geht es weiter?

Figueiredo: Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir den Bock in Kürze wieder umstoßen, da sich die Probleme erklären lassen und durch die Rückkehr der Verletzten hoffentlich lösen. In den letzten Woche sind wir zudem trotz der Niederlagen als Mannschaft sehr eng zusammengewachsen. Die Stimmung ist absolut positiv, weil alle an sich glauben und in den schweren Zeiten jeder die Fehler bei sich selbst sucht und nicht bei anderen.

Welchen ASC werden wir dann im weiteren Saisonverlauf sehen? Den der vergangenen Spielzeit und der ersten beiden Partien dieser Saison? Oder den der letzten drei Begegnungen?

Figueiredo: Ich bin zuversichtlich, dass wir uns auf Dauer von unserer besseren Seite zeigen und wir – wenn das Team weiter so zusammenhält – den ASC der letzten beiden Jahre sehen werden. Unser Ziel ist es aber vor allem, guten Fußball zu zeigen. Ob es dann immer für Siege reicht, bleibt abzuwarten.

Apropos Sieg: Wie sehen Sie die Chancen, schon am Sonntag zu Hause gegen die TSG Dülmen 2 die Trendwende einzuleiten?

Figueiredo: Die Dülmener stehen als Siebter mit einem Punkt mehr direkt vor uns und haben einige gute Spiele gezeigt. Allerdings sind Reserve-Teams auch immer Wundertüten. Ich schätze die Dülmener als sehr spielstark ein. Deshalb dürfen wir sie erst gar nicht zum Spielen kommen lassen, um ihnen gleich den Spaß zu nehmen. Gelingt das, haben wir eine gute Chance.

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