Fußball: Pokal-Viertelfinale
Chabou mit dem Sahnehäubchen

Gronau -

Den Pokal wird A-Ligist Fortuna Gronau nicht mehr gewinnen. Dafür ging der Trostpreis für das schönste Tor im Viertelfinale gegen Eintracht Coesfeld definitiv an die Blau-Schwarzen. Teglat Chabou lieferte dieses Sahnehäubchen.

Freitag, 23.11.2018, 15:00 Uhr aktualisiert: 25.11.2018, 16:00 Uhr
Das Viertelfinale konnte Fortuna nur mit einer besseren zweiten Garde bestreiten. Doch vor allem in der zweiten Hälfte verkauften sich die Gronauer exzellent gegen den Favoriten Coesfeld.
Das Viertelfinale konnte Fortuna nur mit einer besseren zweiten Garde bestreiten. Doch vor allem in der zweiten Hälfte verkauften sich die Gronauer exzellent gegen den Favoriten Coesfeld. Foto: Angelika Hoof

An der Laubstiege war gerade das 0:3 gegen Bezirksligist Eintracht Coesfeld gefallen, die Fortunen hatten sich zum Anstoß am Mittelkreis versammelt – dann ging alles ganz schnell. Wiederanpfiff, ein Pass, noch ein Querpass, Schuss – und drin! Chabou hatte aus 50 Metern Maß genommen, den gegnerischen Keeper völlig überrascht und exakt zum 1:3-Endstand in den Torwinkel getroffen. Kann man mal so machen.

„Teglat hat gebeten und gebettelt, wollte unbedingt spielen. Eigentlich hatte ich vor, ihn bis zum Oeding-Match zu schonen. So sind zumindest unsere Fans etwas auf ihre Kosten gekommen“, schmunzelte Trainer Orhan Boga nach dem Schlusspfiff. Und dann nahm der Gronauer Spielertrainer noch schnell die Glückwünsche von Eintracht-Coach Engin Yavuzaslan entgegen. „Er mir und unserer Mannschaft zu dieser starken zweiten Hälfte gratuliert“, verriet Boga. „Nun möchte er mit uns unbedingt ein Testspiel im nächsten Sommer vereinbaren, um unsere ganze Mannschaft zu sehen. Es haben ja heute einige gefehlt.“

A-Ligist zeigt zu viel Respekt

Und das war vor allem in den ersten 45 Minuten zu sehen. Fortuna Gronau konnte bestenfalls mit der zweiten Garde auflaufen, die lange brauchte, um den Respekt vorm Gegner abzulegen. Nachdem Coesfeld schon zwei gute Chancen in den Anfangsminuten hatte liegen gelassen, traf Mario Worms nach schöner Vorarbeit von Alexander Temelkov zur verdienten Führung (11.).

Während die Fortunen sich noch schüttelten und es offensiv häufig viel zu kompliziert angingen, zeigten die Coesfelder, warum sie in der Bezirksliga ganz oben mitmischen. Ein Chip in den Strafraum, mehr brauchte es nicht, damit Cedric Pollmeier zur 2:0-Pausenführung vollstreckte (28.).

Offener Schlagabtausch mit Sahnehäubchen

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der Underdog dann immer stärker, hielt dagegen und lieferte den Gästen einen tollen Pokalfight, auch als denen das 3:0 durch abermals Worms geglückt war (57.). Mit einem Treffer von Teglat Chabou als Sahnehäubchen, der das Eintrittsgeld an diesem frostigen Abend allemal wert war.

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