Fußball: ASC verlängert mit seinem Trainerteam
„Mir kann nichts Besseres passieren“

Schöppingen -

Auch der ASC Schöppingen hat frühzeitig für klare Verhältnisse gesorgt. Noch vor dem Weihnachtsfest (wir berichteten) einigten sich Verein und Spielertrainer Rafael Figueiredo auf eine Verlängerung der Zusammenarbeit.

Mittwoch, 26.12.2018, 17:00 Uhr aktualisiert: 27.12.2018, 15:08 Uhr
Rafael Figueiredo ist auf dem Spielfeld nur schwer zu stoppen. Jetzt steht fest, dass der torgefährliche Spielertrainer des ASC Schöppingen auch in der kommenden Saison für die Grün-Weißen aufläuft.
Rafael Figueiredo ist auf dem Spielfeld nur schwer zu stoppen. Jetzt steht fest, dass der torgefährliche Spielertrainer des ASC Schöppingen auch in der kommenden Saison für die Grün-Weißen aufläuft. Foto: Stefan Hoof

„Unser Coach, unser ganzes Trainer- und Betreuerteam leistet gute Arbeit. Wir sind im oberen Drittel der A-Liga dabei, obwohl wir großes Verletzungspech hatten“, erklärte der 1. Vorsitzende Lothar Zur­holt . „Junge Leute kommen bei uns zum Zug, die Trainingsbeteiligung ist gut, es gibt keine Verschleißerscheinungen – da liegt es doch auf der Hand, dass wir den Vertrag um ein Jahr verlängert haben“, ergänzte Zur­holt – wohl wissend, dass es Mitbewerber gab, die den 33-jährigen Spielertrainer des ASC, der in dieser Spielzeit bereits 26 Treffer erzielte, auch gerne verpflichtet hätten. Diese Entscheidung habe sich im Vorstand auch frühzeitig so herauskristallisiert.

Zugleich verkündete der Vorsitzende, dass im Sommer ein torgefährlicher Offensivspieler aus Borghorst, der zurzeit wegen einer Operation pausiert, zum ASC wechseln wird.

Über den Neuzugang, den bisherigen Saisonverlauf, die Perspektiven und den neuen Vertrag unterhielt sich WN-Redakteur Stefan Hoof mit Rafael Figueiredo .

Pünktlich zum Weihnachtsfest lag die Vertragsverlängerung unterm Baum. Wer hat denn jetzt wen beschenkt?

Rafael Figueiredo: Wir liegen ja auf einer Wellenlänge, fahren zusammen einen guten Weg. Im Grunde waren wir uns schon länger einig, die Zusammenarbeit auch über diese Saison hinaus verlängern zu wollen. Da waren nur noch ein paar Kleinigkeiten zu klären. Ich glaube, der Vertrag ist für beide Seiten ein gutes Geschenk.

Hatte der ASC viele Mitbewerber?

Figueiredo: Einige Anfragen gab es schon, auch von höherklassigen Vereinen. Da waren interessante Sachen dabei. Ein wenig fühlt man sich dann schon geschmeichelt, es ist eine Bestätigung für unsere gute Arbeit hier.

Gab es nur Anfragen oder auch Gespräche?

Figueiredo: Durchaus auch Gespräche. Das waren schon ernsthafte Interessenten.

Was gab den Ausschlag für den ASC?

Figueiredo: Ich fühle mich hier zu wohl, um jetzt schon die Koffer zu packen. Der ASC ist gut aufgestellt und strukturiert. Vor allem aber ist es mein Heimatverein, hier bin ich groß geworden. Am ASC hängt mein Herz. Ich wohne 50 Meter vom Platz entfernt. Was Besseres kann meiner Familie und mir doch gar nicht passieren, als hier als Trainer tätig zu sein.

Abnutzungserscheinungen befürchtest du im vierten Trainerjahr also nicht?

Figueiredo: Das habe ich mir schon durch den Kopf gehen lassen. Aber es passt. Die Mannschaft zieht mit. Gerade in einer so schwierigen Saison wie jetzt, wo wir arg vom Verletzungspech heimgesucht wurden, ist das zu spüren. Die Spieler geben das Vertrauen, das der Verein und auch wir Trainer in sie setzen, voll zurück. Das muss auch so sein, das hat auch meine Entscheidung natürlich beeinflusst. Hinzu kommt: die Spieler sind lernwillig. Und zusammen haben wir viel Spaß am Fußball.

Wenn man einen Vertrag schließt, werden auch Ziele vereinbart.

Figueiredo: Das Verletzungspech haben wir ja schon angesprochen. Trotzdem haben wir bislang eine gute Saison gespielt. Für den einen oder anderen Aussetzer muss man in dieser Situation Verständnis haben. Aber: Wir sind Vierter in einer Liga, die wir nach dem Staffelwechsel komplett nicht kannten. Und auch im folgenden Spieljahr wollen wir oben dabeibleiben, oben mitmischen, das macht Laune. Dann vielleicht noch enger auf Tuchfühlung zur Spitze gehen. Wobei wir die Topteams unserer Liga ja schon jetzt geärgert haben.

In welcher Staffel möchte der ASC denn die Saison 19/20 bestreiten?

Figueiredo: Die zwei Jahre zuvor im Ahauser Bereich haben mir auch gefallen. Auch da habe ich Freunde, da waren wir erfolgreich, haben zuletzt erst im Entscheidungsspiel die Meisterschaft verpasst. Jetzt spricht aber nichts für einen erneuten Wechsel, wir wollen uns nicht jedes Jahr, nur weil wir im Zentrum des Fußballkreises liegen, auf neue Gegner einstellen müssen. Wie ein Pingpong-Ball möchte der ASC sicherlich nicht hin und her gespielt werden.

Die Mannschaft bleibt so im Wesentlichen zusammen?

Figueiredo: Im Kern ja. Mike Hemker wird uns jedoch aus Studiengründen verlassen. Sonst bleibt der Kader so zusammen. Im Blick haben wir dann auch wieder unsere eigene A-Jugend. Mit dieser Devise sind wir bislang gut gefahren. Hinzu kommt im Sommer Maik Menke. Unser Wunschspieler, einer der weiß, wo das Tor steht. Er hat letzte Saison 18 Tore für Preußen Borghorst erzielt, wird dann für uns angreifen. Er gibt uns offensiv noch mehr Qualität.

Der ASC setzt auf Kontinuität, das gilt aber nicht nur für die Mannschaft und dich, sondern das gesamte Trainerteam.

Figueiredo: Was mir sehr wichtig ist. Diese Zusammenarbeit trägt ja auch Früchte. Mit Christoph Lütke Bitter und Stefan Blick habe ich zwei Leute an meiner Seite, auf die ich mich blind verlassen kann. Wir sind zusammen groß geworden, kennen uns, da herrscht blindes Vertrauen. Und nochmals: Das macht so Spaß. Das gilt ebenso für unsere Betreuer Timo Kröger und Peter Pölling, das ist astrein hier. Und die Mannschaft spürt das auch, das es passt. Das ist die Basis, um Erfolg haben zu können.

Und für diesen Erfolg wird wann wieder geschwitzt?

Figueiredo: Bis auf unser internes Turnier ist die Halle für uns tabu, erst recht mit Blick auf die vielen Verletzten. Auf dem Platz legen wir am 2. Februar wieder los.

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