Fußball: 27. Volksbank-Cup der SG Gronau
Nervenkitzel schon vorm Anpfiff

Gronau -

Wie heißt es doch so schön? Der frühe Vogel fängt den Wurm. Genau dieses Motto beherzigen 2018 die Verantwortlichen der SG Gronau gleich im doppelten Sinne. Denn anders als sonst findet die mittlerweile 27. Auflage des Volksbank-Cups nicht erst nach, sondern schon vor dem Jahreswechsel statt. Nämlich heute.

Samstag, 29.12.2018, 14:00 Uhr
Gastgeber SG Gronau überraschte vor vollem Haus beim 26. Volksbank-Cup und schloss das Turnier als Dritter ab.
Gastgeber SG Gronau überraschte vor vollem Haus beim 26. Volksbank-Cup und schloss das Turnier als Dritter ab. Foto: Angelika Hoof

Der beliebte Budenzauber der Schwarz-Weißen wird in der Halle 1 an der Laubstiege zudem schon um 16 statt erst um 18 Uhr angepfiffen, sodass das Endspiel bereits gegen 20.20 Uhr über die Bühne gehen soll. Zwei Änderungen also – doch bei denen bleibt es nicht.

Nicht zum ersten Mal zeigt sich die Spielgemeinschaft experimentierfreudig. Also werden die beiden 4er-Gruppen erst etwa 20 Minuten vor dem Start der Vorrunde ausgelost. „Keine Sorge, das wird ganz sicher nicht so kompliziert wie bei der EM-Qualifikation“, verspricht Artur Satula . Denn es gibt keine Setzliste. Selbst alle vier teilnehmenden Vereine aus Gronau und Epe könnten in ein und derselben Gruppe aufeinandertreffen. Mögliche Kritik ob solcher Konstellationen nimmt Satula gleich den Wind aus den Segeln: „Schlussendlich qualifizieren sich ja nur die beiden Gruppensieger sicher fürs Halbfinale. Ebenso scheidet der Letzte jeder Gruppe aus.“

Relegation bleibt den Fans erhalten

Aber zwischen Vorrunde und Halbfinale hält die SG Gronau an einer 2017 eingeführten Neuerung fest: der Relegation. In dieser spielen über Kreuz jeweils die Zweit- und Drittplatzierten ihrer Gruppen ein „halbes Viertelfinale“ aus. „Dadurch ist es nur nebensächlich, sollten die höherklassigen Teams am Ende tatsächlich in eine Gruppe gelost werden“, stellt Artur Satula fest. „Es scheidet eben nur ein Team sicher aus.“ Für eine gewisse Portion Nervenkitzel ist also beim 27. Volksbank-Cup der SG heute schon gesorgt, noch ehe überhaupt das runde Leder rollt.

Turnierfakten

TuS Halten, YEG Hassel, Werder Bremen und Fortuna Düsseldorf – mittlerweile sind es 54 unterschiedliche Vereine, die für den Volksbank-Cup der SG Gronau gemeldet haben.In bislang 351 Partien beim beliebten Hallenturnier der Schwarz-Weißen fielen 3081 Treffer. Rekordsieger ist der 1. FC Bocholt, der zu Jahresbeginn den Cup bereits zum vierten Mal gewann – und zum dritten Mal in Serie.Dass die Vorrundengruppen ausgelost werden, ist nicht ganz neu. Sehr wohl aber, dass dies unmittelbar vor Turnierstart und ohne irgendeine Setzliste geschehen wird.Die Vorrunde startet um 16 Uhr in der Sporthalle 1 an der Laubstiege. Im Anschluss finden ab 19.05 Uhr die beiden Relegationsspiele statt. Weiter geht es um 19.35 Uhr mit den Halbfinal-Paarungen. Das Endspiel steigt – läuft alles nach Plan – um 20.20 Uhr.

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Auch beim Teilnehmerfeld will der Veranstalter dieses Mal für noch mehr Abwechslung sorgen. Also dürfen sich die Fußballfans auf vier neue Namen freuen, die Vereine Nummer 51 bis 54, die am SG-Hallenturnier teilnehmen. Dafür – Kompromisse müssen nun einmal gemacht werden – fehlt der Titelverteidiger und vierfache Sieger 1. FC Bocholt . Aber der Oberliga-Zweite TuS Haltern sowie der Westfalenliga-Fünfte YEG Hassel sind nicht nur hervorragender „Ersatz“.

Werder und Fortuna mit am Start

Beide Teams zählen sicherlich zu den Favoriten. Noch namhafter lesen sich die anderen zwei Teilnehmer. Den Schwarz-Weißen ist es nämlich gelungen, Werder Bremen und Fortuna Düsseldorf zu verpflichten – die Futsalmannschaften der Bundesligisten, wohlgemerkt. Auch dort bleibt sich die Spielgemeinschaft ein Stück weit treu. Denn nicht zum ersten Mal messen sich Hallenspezialisten vom Futsal mit Fußballern unterm Hallendach.

Last but not least gibt es auch in der Turnierleitung ein neues Gesicht, denn Tausendsassa Artur Satula kann nun mal nicht alles gleichzeitig organisieren. Silke Goedecke unterstützt die SGler an vorderster Front. „Für mich war die ganze Vorbereitung auf dieses Großereignis eine völlig neue Erfahrung. Und es steckt auch sehr viel Arbeit dahinter, die nur mit einem großen Team zu bewältigen ist“, erzählt die „Neue“ in der Turnierleitung.

Bocholt macht Urlaub

„Dass der 1. FC Bocholt als Titelverteidiger absagen musste, weil zu viele Spieler im Urlaub weilen, ist zwar schade. Doch das wiederum ist auch eine Chance. So weht ein frischer Wind durchs Teilnehmerfeld“, findet Silke Goedecke. „Besonders ausgiebigen und überaus freundlichen Kontakt gab es im Vorfeld schon zu Werder Bremens Futsalern. Auf diese Mannschaft freue ich mich persönlich besonders. Aber wer das Turnier gewinnt? Das kann ich absolut nicht sagen. Warten wir erstmal die Auslosung ab.“

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