Fußball: Fortuna Gronau stellt die personellen Weichen
Beförderung und ein neuer Coach

Gronau -

Der Top-Torjäger verlässt Fortuna Gronau im Sommer. Dafür kommt ein neuer, ein zweiter gleichberechtigter Spielertrainer. Zudem wird ein etablierter Akteur zum „Co“ befördert. An der Laubstiege drehte sich das Personal-Karussell seit dem Jahreswechsel gewaltig – hat nun aber auch schon wieder an Fahrt verloren.

Freitag, 04.01.2019, 12:32 Uhr aktualisiert: 06.01.2019, 09:22 Uhr
Alexander Buning (l.) wechselt vom Punktspielkonkurrenten FC Vreden nach Gronau an die Laubstiege. Bei Fortuna wird er neben Orhan Boga gleichberechtigter Trainer.
Alexander Buning (l.) wechselt vom Punktspielkonkurrenten FC Vreden nach Gronau an die Laubstiege. Bei Fortuna wird er neben Orhan Boga gleichberechtigter Trainer. Foto: Johannes Kratz

Denn Coach Orhan Boga sagt auch: „Unsere Planungen sind grundsätzlich abgeschlossen.“ Nur eine Hintertür lässt sich der Übungsleiter des Fußball-A-Ligisten noch offen.

Der Reihe nach: Weil Torben Rattelsdorfer, sofern sich beruflich nicht gravierend etwas ändern sollte, ab dem Sommer nicht mehr zur Verfügung steht und weil Nico Hache – wenn ihm im Laufe der Rückrunde gesundheitlich bedingt ein Comeback gelingt – nur noch als Spieler im Einsatz wäre, hatten sich die Fortunen intensiv nach einem zweiten Spielertrainer umgeschaut.

Die Gronauer wurden beim FC Vreden fündig. Von dort wechselt Kapitän Alexander Buning an die Laubstiege. Der 26-jährige Mittelfeldspieler ist als Sechser vorgesehen. „Wir kannten uns aus bisherigen Duellen, schon da hat Alexander immer einen sehr guten Eindruck hinterlassen, nicht nur sportlich, auch menschlich“, berichtet Orhan Boga. „Er ist durch und durch ein positiver Charakter. Auch das war uns wichtig.“

Zum spielenden Co-Trainer wird derweil Teglat Chabou befördert. „Ich will nächste Saison wirklich nicht mehr selbst auf dem Feld stehen“, begründet Orhan Boga diesen Schritt. „Ich bin aber auch der Meinung, wir brauchen noch jemanden in dieser Funktion. Einen, der Verantwortung übernimmt, von dem unsere jungen Nachwuchsspieler lernen können. Da ist Teglat der absolut richtige Mann“, ist sich Boga sicher.

Zudem sei geplant, schon ab Winter Trainingsinhalte zu ändern. Boga: „Gerade die Youngster brauchen einen anderen, einen individuelleren Fokus, um sich besser entwickeln zu können.“

Abgesehen von ein, zwei aktuellen A-Junioren, die zum Saisonstart 2019/20 den Sprung in die Erste schaffen sollen, sind weitere Neuverpflichtungen bei Fortuna Gronau nicht geplant. Auch nicht als Ersatz für Marcel Bösel, der den Verein Richtung Eintracht Ahaus in die Landesliga verlassen wird (wir berichteten).

Böse ist ihm deswegen niemand. Erst recht nicht der Trainer. Ganz im Gegenteil: „Marcel hat mir gegenüber nicht nur immer mit offenen Karten gespielt, sondern er wollte auch Ratschläge. Ich habe ihn da so gut es ging beraten und meine Meinung gesagt. Dass dieser Schritt irgendwann kommen würde, war uns allen ja irgendwie auch klar.“

Laurent Cannoletta sei einer, der in Bösels große Fußspuren steigen könnten, dem laut Boga der nächste Schritt gelingen könnte.

„In der Breite jedenfalls werden wir uns nicht mehr verstärken. Falls wir noch einen Neuen holen, dann nur, wenn wir absolut davon überzeugt sind, dass uns dieser Spieler extrem verbessert“, stellt Orhan Boga klar. Denn Knipser wie Bösel wachsen nun einmal nicht an den Bäumen.

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