Leichtathletik: Höhepunkte der Hallensaison
TV Epe gut gerüstet für die Hallensaison

Epe -

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, so heißt es bei den Fußballern. Nach dem Ball ist vor neuen Herausforderungen – so könnten die Läuferinnen des TV Westfalia Epe sagen. Denn nach den Ehrungen beim Sportlerball stehen nun unmittelbar die Höhepunkte der Hallensaison bevor.

Freitag, 18.01.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 20.01.2019, 18:58 Uhr
In der Halle, aber auch draußen wurden die Grundlagen für die kommenden Wettkämpfe in der Halle geschaffen. Pauline und Fabiane Meyer sowie Franziska Dinkelborg (vorne v.l.) sind bereit für die verschiedenen Hallen-Wettbewerbe bis Ende Februar.
In der Halle, aber auch draußen wurden die Grundlagen für die kommenden Wettkämpfe in der Halle geschaffen. Pauline und Fabiane Meyer sowie Franziska Dinkelborg (vorne v.l.) sind bereit für die verschiedenen Hallen-Wettbewerbe bis Ende Februar. Foto: Günter Poggemann

Allerdings gehen die schnellen jungen Damen vom TVE nach den gemeinsamen Trainingseinheiten in den vergangenen Wochen zum Teil wieder getrennte Wege.

Pauline Meyer stieg schon am Sonntag, nachdem sie am Tag zuvor zum fünften Mal zu Gronaus „Sportlerin des Jahres“ gekürt und gleichzeitig in Vreden als Kreisleichtathletin des Jahres im Kreis Ahaus/Coesfeld ausgezeichnet worden war, in ein Flugzeug, das sie wieder in die USA nach Jonesboro brachte.

Dort setzt sie ihr Studium fort und arbeitet intensiv im Team der „Red Wolves“ der Arkansas State University an der weiteren Verbesserung ihrer Leistungen. Bis Mitte März stehen bei der 20-Jährigen verschiedene Hallensportfeste im Terminkalender, bei denen sie regelmäßig gefordert ist. Den Abschluss bilden die Meisterschaften der Sun Belt Conference, einer Liga mit Teams von zwölf Universitäten.

Für die Läuferinnen in Epe lauten die Fix-Termine: Westfälische Meisterschaften, NRW-Meisterschaften und Deutsche Meisterschaften. Den Auftakt bilden die Westfälischen Meisterschaften an Samstag (19. Februar) in Dortmund, bei denen sich Fabiane Meyer gute Chancen über die 1.500 m in der Altersklasse U 18 ausrechnet und Franziska Dinkelborg schauen wird, wie sie sich als 17-Jährige im Feld der Frauen behaupten kann.

Am 2. und 3. Februar starten beide in Leverkusen bei den NRW-Meisterschaften, Fabiane Meyer wieder über die 1.500 m in der U 18 und Franziska Dinkelborg über 800 m in der U 20. Am 9. Februar warten auf Franziska Dinkelborg dann noch die Westfälischen Meisterschaften in Bielefeld in der U 20.

Den Höhepunkt für die beiden heimischen Top-Läuferinnen des TVE bilden aber die Deutschen Meisterschaften der U 20 am 23. und 24. Februar im Glaspalast Sindelfingen, der auch schon den Rahmen für Weltrekordläufe bildete.

Dennoch denken Franziska Dinkelborg und Fabiane Meyer aber zunächst von Wettkampf zu Wettkampf – sprich ihr Fokus richtet sich auf die jeweils nächste Herausforderung und ein möglichst gutes Ergebnis dort. Die persönlichen Bestzeiten steigern, möglichst den Endlauf erreichen – so ganz klar wollen sich beide jetzt noch nicht festlegen auf ihre Ziele für die Deutschen Meisterschaften.

Pauline Meyer dagegen formuliert es eindeutiger: „Meine persönlichen Bestzeiten verbessern und für mich und unser Team möglichst gute Platzierungen erzielen“, lauten ihre Ziele.

Die Voraussetzungen dafür, heißt die aktuelle Form, so ist sie sich mit ihrer Schwester und Franziska Dinkelborg einig, sind aktuell gut. Vor allem an der Verbesserung der Grundlagenausdauer wurde in den vergangenen Wochen gearbeitet.

„12 Kilometer in weniger als einer Stunde oder auch 14 Kilometer wurden dabei immer wieder in der Dunkelheit heruntergespult“, berichtet Franziska Dinkelborg. Um Kraftausdauer und Tempohärte zu trainieren, standen zudem regelmäßig kräftezehrende Runden in den Eper Bülten im Trainingsplan. Zuletzt ging es aber vermehrt wieder auf die Tartanbahn in Gronau oder auch in die Halle zum Kadertraining nach Dortmund, um an der Schnelligkeit und Spritzigkeit zu arbeiten.

Pauline Meyer hofft zudem, von der in der Crosslauf-Saison gewonnenen Kraftausdauer profitieren zu können. Immerhin konnte sie im November ihre Bestzeit über 5.000 m in Gelände auf 17:51 Min. drücken.

Um aber in der Fußballersprache zu bleiben: „Entscheidend ist auf`m Platz“. Für die schnellen Eperanerinnen heißt das: Wie gut die Form wirklich ist, wird sich erst zeigen, wenn die ersten Herausforderungen jetzt tatsächlich zu meistern sind.

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