Fußball-Bezirksliga: FC Epe
Formtief nach goldenem Oktober

Epe -

Auf geht´s! Das Meisterrennen ist wieder eröffnet. Die Bezirksliga 11 startet. Und zwar drei Wochen früher als es offiziell die A-Liga tut. In den Bülten brechen damit für Markus Banken die letzten Monate an.

Samstag, 16.02.2019, 02:00 Uhr aktualisiert: 16.02.2019, 02:10 Uhr
Der FC Epe liegt am Boden (aber steht auch wieder auf): Nach zuletzt fünf Punktspielniederlagen in Serie müssen die Blau-Weißen wieder in Tritt kommen, um das Polster gegenüber den gefährdeten Teams zu wahren.
Der FC Epe liegt am Boden (aber steht auch wieder auf): Nach zuletzt fünf Punktspielniederlagen in Serie müssen die Blau-Weißen wieder in Tritt kommen, um das Polster gegenüber den gefährdeten Teams zu wahren. Foto: Stefan Hoof

Denn der Coach des FC Epe muss den Verein aus beruflichen Gründen bereits nach einem Jahr notgedrungen wieder verlassen. Dies soll nicht nur mit dem Klassenerhalt, sondern bestenfalls mit einer möglichst guten Platzierung passieren. Ob Platz sieben aus dem Vorjahr noch getoppt werden kann, muss allerdings bezweifelt werden.

Zahlenspiele

Zwei Partien der Rückrunde sind bereits absolviert. Bevor der 18. Spieltag am Wochenende startet, überwinterte der FC Epe auf Platz zehn. Doppelt so viele Punkte, nämlich deren 20, heimsten die Blau-Weißen ein. Damit liegen sie sieben Zähler vor einem Abstiegsplatz und haben momentan auch nichts mit dem Kampf um den Klassenerhalt zu tun. In einer Statistik sind die Spieler um Trainer Markus Banken trotzdem ein Abstiegskandidat: Denn bereits 41 Gegentreffer bedeuten den drittletzten Platz in Sachen Defensivqualitäten. Nur Adler Buldern (53) und Schlusslicht Billerbeck (46) mussten mehr Tore schlucken. Ansonsten gibt es kaum statistische Auffälligkeiten. Der FCE ist momentan so etwas wie die graue Maus der Liga. 29 erzielte Treffer sind nicht besonders gut, aber auch nicht extrem schlecht. Heim- und Auswärtsbilanzen sind leicht negativ, doch längst nicht besonders alarmierend.

Serientäter

Von Mitte September bis Ende Oktober feierte der Eper Bezirksligist seinen ganz persönlichen „goldenen Herbst“. Sieben Matches blieb der FC da mit vier Siegen und drei Remis ungeschlagen. Doch schon die letzten beiden Partien während dieses Laufs waren gegen die Kellerkinder aus Weseke (1:1) und Buldern (2:1) wenig überzeugend. Teilweise bedingt durch viele Ausfälle in einem ohnehin nicht üppig bestückten Kader. Als Ausrede wollte dies Banken schon beim 1:1 gegen Adler Weseke nicht verstanden wissen: „Wir sind natürlich enttäuscht. Aber wir hätten das Spiel auch ohne die sechs oder sieben Spieler, die heute gefehlt haben, gewinnen müssen“, kommentierte der Coach damals.

Heimspiel um 11 Uhr

Der Frühschoppen fällt für die Fans des FC Epe am Sonntag aus. Zu ungewohnter Zeit schon um 11 Uhr tritt das Bezirksliga-Team in den Bülten gegen den SV Gescher an. Wie wichtig diese Partie für beide Teams ist, verdeutlicht allein ein Blick in die Tabelle. Gescher spürt als Tabellen-13. den Atem der Kellerkinder, liegt nur zwei Punkte vor Adler Buldern noch knapp im grünen Bereich. Und der FC Epe will sich natürlich wie bisher die Sieben-Punkte-Distanz nach unten bewahren. Trainer Markus Banken muss ohne Ricardo Deiters und Moritz Göckener planen. Zum Glück kehrt Jannik Holtmann ins Team zurück.

...

Das Formtief kündigte sich also buchstäblich an – und trat dann auch ein. In den letzten fünf Matches bis zur Winterpause holte der FC Epe keinen einzigen Punkt mehr und verlor alle Partien mit mindestens zwei Toren Differenz auch relativ deutlich. Gestartet hatten die Bülten-Kicker ihren positiven Lauf seinerzeit mit einem 6:2 gegen die TSG Dülmen, was gleichzeitig am 16. September letzten Jahres den deutlichsten Sieg bedeutete. Die torreichste Partie indes war eine andere. Denn mit 5:4 setzte sich Epe drei Wochen vorher beim SV Gescher durch, obwohl die Banken-Elf zur Pause noch 1:3 im Hintertreffen gelegen hatte. Und noch etwas fällt auf: Über eine torlose Nullnummer mussten sich die FC-Fans kein einziges Mal ärgern.

Personalfragen

Keeper Niklas Baumann verpasste als einziger Akteur keine Meisterschaftsminute. „Obwohl Niklas nicht immer unter der Woche trainieren kann, ist auf ihn dann am Spieltag absolut Verlass“, verteilte Trainer Markus Banken im Laufe der Hinrunde dieses Sonderlob. Der einzige Feldspieler, der zumindest in allen 17 Begegnungen auch auf dem Platz stand, war unterdessen Niklas Wissing, einer der Neuen im Kader aus den eigenen Reihen. Ein externer Transfer aus Ottenstein machte unterdessen als Torjäger auf sich aufmerksam: Philipp Hörst erzielte mit neun Treffern die meisten für den FC Epe. Benedikt Weßeling aus Graes kam indes nicht über die Rolle des Jokers hinaus. Steffen Krabbe und Jens Bode etablierten sich direkt mit 16 beziehungsweise 14 Einsätzen als Stammspieler. „Wir müssen jetzt schnell alle neuen Spieler integrieren, menschlich wie fußballerisch“, hatte Banken vor dem Saisonstart angekündigt. Insgesamt ist dies dem Fußball-Bezirksligisten gut gelungen, hat er auf dem Transfermarkt seine Hausaufgaben erledigt.

WN-Prognose

20 Punkte erreichten die Blauen bereits nach dem Ende der Hinserie und 15 Partien. Zum Vergleich: In der Saison 2017/18 kam Epe da als Drittletzter auf nur 13 Punkte, schloss die Rückrunde dafür jedoch furios als Dritter mit 32 Zählern ab. Dass also tatsächlich die 45 Punkte und der siebte Platz geknackt werden, erscheint unwahrscheinlich. Vieles hängt auch von einem guten Start ab. Und vor allem, wie gut der FC die fünf Pleiten vor der Winterpause verdaut hat. Immerhin: Mit Vorwärts Epe und Eintracht Coesfeld haben die Blau-Weißen bereits zwei der ganz großen Brocken in der Rückrunde hinter sich. Sofern der FCE vom Verletzungspech verschont bleibt, ist ein einstelliger Tabellenplatz neun oder auch acht drin. Mehr aber eben auch nicht.

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