51. Deutsche Senioren Hallen-Tennismeisterschaften
Favorit Pradel siegt erneut

Gronau -

Marc Pradel ist erneut Deutscher Meister. Der ehemalige Gronauer Tennisspieler siegte in Essen bei den 51. Deutschen Senioren Hallen-Tennismeisterschaften in seiner Altersklasse Herren 50.

Dienstag, 05.03.2019, 18:10 Uhr aktualisiert: 05.03.2019, 18:14 Uhr
Marc Pradel (l.) sicherte sich bei den 51. Deutschen Senioren Hallen-Tennismeisterschaften in seiner Altersklasse Herren 50 den Titel. Das Finale gewann er glatt in zwei Sätzen.
Marc Pradel (l.) sicherte sich bei den 51. Deutschen Senioren Hallen-Tennismeisterschaften in seiner Altersklasse Herren 50 den Titel. Das Finale gewann er glatt in zwei Sätzen. Foto: privat

Mit rund 500 Teilnehmern ist die DM eines der größten Tennis-Hallenturniere in Europa. Dabei ging es um die Titel in den Kategorien Herren 40 bis 85 sowie Damen 40 bis 80 Jahre.

Der gebürtige Gronauer Marc Pradel , der das Tennis spielen beim TC Grün-Gold Gronau an der Losserstraße lernte, schlug in der Alterskategorie Herren 50 auf. Dort traten die Herren der Jahrgänge 1965 bis 1969 gegenein­ander an.

In einem 48 Spieler starken Teilnehmerfeld gehörte er zwar als an Position 1 gesetzter Spieler zum Favoritenkreis. Die Deutlichkeit, mit der er das Turnier für sich entscheiden konnte, war jedoch überraschend. Insgesamt gab er nur 14 Spiele in fünf Partien ab.

Vier Gronauer am Start

Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften waren mit Wolfgang Nolze, René Maseland, Friedrich Sievert und Uwe Steinacker ebenfalls vier Senioren-Spieler des Tennisvereins Grün-Gold Gronau am Start.Das beste Ergebnis erzielte Nolze (H50, DTB 62). Im H50 Hauptfeld besiegte er zunächst den Essener Arnfried Klipper (DTB 74) mit 6:0, 6:0, unterlag dann aber dem favorisierten und an Position 3 gesetzten Guido Steil (Marienburg, DTB 3) mit 3:6, 2:6. An der Seite von Thorsten Fraaß (Hörstel) lieferten sie den an Position 2 gesetzten Axel Bandun / Hans-Hermann Bach einen großen Kampf, unterlagen aber knapp mit 6:3, 4:6, 4:10. Maseland verlor in der H50 Qualifikation gegen Frank Otto (Voerde) mit 6:0, 6:7, 2:6. Sievert musste in der H55 Qualifikation beim Stand von 6:7, 2:3 verletzungsbedingt aufgeben. Steinacker verlor zunächst sein H60 Hauptrunden-Match gegen Dieter Herz (Apolda) mit 4:6, 1:6. In der Nebenrunde gewann er zunächst gegen Rolf Brenich (Duisburg), bevor auch für ihn gegen den späteren Nebenrunden-Sieger Rainer Hampel (Herne) Endstation war (2:6, 1:6).

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Fünf Matches an fünf Tagen direkt hintereinander sind auch für den Ratinger, der sicher zu den fittesten Spielern seines Alters gehört, eine körperliche Herausforderung. Von daher traf es sich gut, dass er in der ersten Runde einen leichten 6:0, 6:1-Sieg gegen Ramon Pfeiller vom TC BW Camberg einfahren konnte. Doch schon in der zweiten Runde traf er auf seinen sehr starken Ratinger Mannschaftskameraden Guido Kegel . Den intensiven und umkämpften ersten Satz entschied er mit 6:4 für sich. Dann verletzte sich Kegel zu Beginn des zweiten Satzes und konnte das Match nicht beenden. Somit wartete im Viertelfinale Andre Jethon vom Lintorfer TC. Beide kennen sich gut, da sie regelmäßig miteinander trainieren und so wusste Pradel, wie er den Linkshänder aus Lintorf besiegen konnte. Was er dann mit 6:0, 6:4 auch tat.

Das Halbfinale wurde eine Revanche für eine Niederlage, die Pradel drei Wochen vor den Internationalen Deutschen Hallen Meisterschaften gegen Oliver Prätorius vom ETB Schwarz-Weiß Essen hatte einstecken müssen. War er vor drei Wochen noch knapp in drei Sätzen unterlegen, beherrschte er seinen Gegner in diesem Match klar mit 6:0, 6:1. Dabei profitierte er davon, dass sein Gegner tags zuvor eine lange und anstrengende Partie hatte und nicht im vollen Besitz seiner Kräfte war.

Am Sonntag folgte die Krönung, das Finale gegen Axel Bandun vom TC Raadt Mülheim, der sich in der unteren Hälfte des Tableaus durchgesetzt hatte. Beide hatten zuvor schon einige Male gegeneinander gespielt. Bislang hatte sich Pradel immer durchgesetzt, wenn auch oft knapp. Diese Mal lief es richtig gut für ihn. Es gelang ihm, den extrem guten Aufschlag seines Gegners ein ums andere Mal zu entschärfen und Bandun in Grundlinienduelle zu verwickeln. In diesen hatte der Mühlheimer letztlich keine Chance. Mit 6:3 und 6:1 fiel das Ergebnis überraschend deutlich für Pradel aus.

„Ich dachte, der Deutsche Meister Titel auf Asche 2013 war ein einmaliges Ereignis. Nun muss ich zu meiner großen Freude sehen, dass ich mich geirrt habe,“ so Pradel nach seinem zweiten Coup.

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