Fußball: WN-Interview mit Norbert Lünterbusch
Schon vier Jahrzehnte ein „blauer Junge“

Epe -

In den Bülten wurde gewählt. Und die Blau-Weißen schenken jetzt Norbert Lünterbusch ihr Vertrauen. Er ist der neue 1. Vorsitzende beim FC Epe – und schon seit vier Jahrzehnten ein „blauer Junge“.

Freitag, 15.03.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 16.03.2019, 10:06 Uhr
Nach 16 Jahren hat Bernd Heming (li.) als 1. Vorsitzender des FC Epe den Staffelstab nun an Norbert Lünterbusch weitergereicht.
Nach 16 Jahren hat Bernd Heming (li.) als 1. Vorsitzender des FC Epe den Staffelstab nun an Norbert Lünterbusch weitergereicht. Foto: Daniel Alfert

Seit dem 8. März hat Fußball-Bezirksligist FC Epe einen neuen 1. Vorsitzenden. Norbert Lünterbusch wurde von der blau-weißen Versammlung einstimmig als Nachfolger von Bernd Heming gewählt. Der bisherige Leiter der Seniorenabteilung spricht im Interview mit unserer Zeitung von einer „Herzensangelegenheit“ – und über Ziele und Aufgaben, die dieser neue Posten mit sich bringt.

Norbert, den FC Epe bezeichnest du selbst als deinen Verein.

Norbert Lünterbusch: Das ist er auch. Mit sieben Jahren hab ich hier mit dem Fußballspielen in der E-Jugend begonnen. Heute ist man damit ja schon fast ein Spätberufener. Aber damals war es der jüngste Jahrgang. Mit dem Rad ging es dann immer in die Bülten. 1978 gab es eigentlich kaum anderes – außer Fußball. Seitdem bin ich ein blauer Junge.

Deine Tochter Hannah hat sich für Handball bei Vorwärts Gronau entschieden. Inwieweit schaust du jetzt als 1. Vorsitzender noch etwas genauer hin? Gibt es etwas, das dort besonders gut gemacht wird?

Lünterbusch: Meine Frau Ina und ich sind ja schon sportverrückt. Also nehmen wir auch so viele Spiele wie möglich von Hannahs A-Juniorinnen mit. In der Handballabteilung trifft das Wort Aktive wirklich zu. Denn hier engagieren sich auch Seniorenspieler besonders aktiv im Jugendbereich. Das ist etwas, was dem Fußball leider ein wenig abhanden gekommen ist. Mein Wunsch für die Zukunft wäre also, wenn uns dies auch beim FC Epe wieder besser gelingen würde.

Was zeichnet den FC denn besonders aus?

Lünterbusch: Wir sind ein lebhafter Club, sind vereinstreu. Und wir können, denke ich, gut anpacken. Das sind alles Eigenschaften, die wir definitiv auch für die Zukunft benötigen.

Diese Zukunft gestaltest du nun als 1. Vorsitzender entscheidend mit.

Lünterbusch: Darauf freue ich mich auch wirklich. Es war alleine schon motivierend, wie viele Menschen mich seit letzten Samstag auf diese Wahl angesprochen, mir gratuliert und alles Gute gewünscht haben. Nun wollen wir es gemeinsam anpacken.

Wir müssen den FC Epe sowie das Vereinsleben zukunftssicher, aktiv und attraktiv gestalten.

Norbert Lünterbusch

Wie lauten die großen Ziele?

Lünterbusch: Natürlich sind die Ideen und Planungen bezüglich einer neuen Platzanlage ein Thema. Doch das große Ganze soll lauten: Wir müssen den FC Epe sowie das Vereinsleben zukunftssicher, aktiv und attraktiv gestalten. Dazu zählt für mich auch, dass die einzelnen Abteilungen von den Junioren bis zu den Altherren viel enger verzahnt miteinander agieren. Das ist in den letzten drei, vier Jahren etwas zu kurz gekommen. Da reicht es eben nicht aus, einmal im Jahr ein Turnier zu veranstalten, bei dem alle gegeneinander kicken.

Apropos kicken: Beim Ortsrivalen Vorwärts spielt die zweite Mannschaft in der A-Liga. Eurer Zweiten könnte der Aufstieg dorthin gelingen.

Lünterbusch: Wenn das klappt, werden wir das ganz sicher als Herausforderung annehmen. In der Zweiten hat sich die Situation mittlerweile auch verändert. Da stehen sehr viele Spieler im Kader, die sich mit dem FC Epe absolut identifizieren. Das Team besitzt Qualität und Mentalität und würde ganz sicher nicht als Schießbude der A-Liga antreten.

Und wie groß sind deine Sorgen bezüglich der Tabellensituation der ersten Mannschaft in der Bezirksliga?

Lünterbusch: Ehrlich gesagt bereitet mir das weniger Kopfschmerzen. Das hat es auch schon nicht, als wir in der vergangenen Saison zur Winterpause mit nur 13 Punkten dastanden. Die Truppe ist gefestigt genug, das Potenzial ist vorhanden. Das 1:4 gegen Gescher war zwar vielleicht bisher die schlechteste Saisonleistung. Dafür haben wir anschließend 4:2 in Lippramsdorf gewonnen und gegen Spitzenreiter Deuten eine Stunde lang ganz ordentlichen Fußball geboten. Dülmen ist natürlich jetzt noch einmal ein dickes Brett. Aber ich hab die Hoffnung nicht aufgegeben, dass wir durchaus noch Platz sechs schaffen können. Und das wäre nach Rang sieben 2017/18 nochmals eine Steigerung.

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