Handball: Landesliga Männer
Abnutzungskampf verloren

Gronau -

„Unsere Abwehr stand desolat, und im Abschluss waren wir viel zu unkonzentriert.“ Niederschmetternd fiel die Analyse von TV Vredens Übungsleiter Frank Steinkamp aus. Das war allerdings nach dem Hinspiel. Am Samstagabend in der Hamalandhalle hörte sich das Fazit schon ganz anders an.

Sonntag, 17.03.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 17.03.2019, 17:10 Uhr
Fabian Moss erzielte fünf Gronauer Treffer und war zusammen mit Keeper Sebastian Klaas am Samstagabend stärkster Vorwärts-Akteur.
Fabian Moss erzielte fünf Gronauer Treffer und war zusammen mit Keeper Sebastian Klaas am Samstagabend stärkster Vorwärts-Akteur. Foto: Raphael Kampshoff

„Wir haben von Anfang an viel Biss gezeigt und auch verdient gewonnen“, war dieses Mal eine richtig starke Defensivleistung entscheidend, um sich für das 24:32 zu revanchieren. Oder anders formuliert: Vorwärts Gronaus Handballer verloren das Kreis-Derby in Vreden mit 21:23 (12:14).

Steinkamp relativierte den doppelten Punktgewinn indes, wusste ihn korrekt einzuordnen. An die Adresse der Gronauer gingen folgende Worte: „Das ist eine starke Mannschaft, die – wenn sie komplett ist – einen guten Mittelfeldplatz belegen kann.“ Vorerst jedoch pendelt sich der Aufsteiger in eine Region ein, in der noch lange nicht vom Klassenerhalt geträumt werden sollte.

Fischer : „Es nervt mich extrem“

Vor einer erwartet guten Kulisse verschlief Vorwärts die Anfangsminuten des Derbys und gestattete den FCV einen Start nach Maß. Erst als die Hausherren 3:0 führten, erlöste Marius Schmidt Blau-Weiß nach drei Minuten mit dem ersten Tor. Zwei weitere Treffer von Chris Walter – und schon nahm das Derby so richtig an Fahrt auf. Zwei Mal lagen die Gäste von der Laubstiege sogar durch Walter (5:4) und den wiedergenesenen Fabian Moss (6:5) in Front. Dann übernahm Vreden wieder das Kommando. Mit vier Toren in Serie legte die Steinkamp-Sieben die Basis für den 14:12-Pausenstand.

„Insgesamt betrachtet blieb es auch im zweiten Abschnitt ein echter Abnutzungskampf“, meinte Vorwärts-Trainer Adam Fischer nach dem Abpfiff. „Es nervt mich extrem, dass wir nur 23 Gegentore kassiert und trotzdem verloren haben. Aber irgendwann sind wir dann personell auf dem Zahnfleisch gekrochen.“

Vorwärts schnuppert noch kurz am Teilerfolg

Thorben Woltering musste nämlich länger spielen als geplant, weil Lennard Schmidt sich vorzeitig verletzt verabschiedete. Dennoch war Gronau dran in der Schlussphase. Beim 20:21 und ebenso noch beim 21:22 schnupperte Vorwärts am Punktgewinn. Der gelang nicht, „weil der TV unsere Fehler konsequent bei den Kontern genutzt hat. Das haben die Vredener wirklich gut gelöst“, so Fischer.

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