Handball: Bezirksliga Frauen
Braun schmeißt hin, Vorwärts siegt

Gronau -

Am Freitagabend war guter Rat teuer. Denn da legte Johannes Braun sein Amt als Trainer der Bezirksliga-Handballerinnen von Vorwärts Gronau nieder und unterrichtete seine bisherigen Schützlinge darüber. Vier Spiele vor Saisonende standen die abstiegsgefährdeten Blau-Weißen auf einmal ohne Übungsleiter da.

Montag, 25.03.2019, 23:00 Uhr
Nicht aufzuhalten: Jula Ebbert war mit zehn Treffern gegen Adler Münster die erfolgreichste Vorwärts-Schützin.
Nicht aufzuhalten: Jula Ebbert war mit zehn Treffern gegen Adler Münster die erfolgreichste Vorwärts-Schützin. Foto: Angelika Hoof

Eine Lösung musste her – und wurde schnell gefunden. Theo Nagelmann, stellvertretender Abteilungsleiter und Co-Trainer der 1. Herren, übernimmt den Posten gemeinsam mit Holger Schmidt und Sebastian Klaas .

„Das lag nahe, denn ich habe die meisten Spielerinnen bis zur B-Jugend trainiert“, äußerte sich Nagelmann zur aktuellen Situation. Zu viel zu Brauns Rücktritt wollte er nicht sagen, bestätigte allerdings, dass „es wohl zu Differenzen zwischen Trainer und Mannschaft“ gekommen sei. „Wir haben eine starke weibliche A-Jugend, die ebenfalls in der Bezirksliga spielt. Wenn unsere Frauen absteigen müssten, wäre das fatal“, so Nagelmann weiter.

Ausgangslage nun deutlich besser

Doch die Situation hat sich seit Sonntag zugunsten der Blau-Weißen geändert. Sicher, der Klassenerhalt ist noch nicht in trockenen Tüchern. Aber das 28:18 (15:7) war ein klares sportliches Ausrufezeichen der Vorwärtslerinnen. Denn der Sieg gelang immerhin gegen den Tabellenvierten SV Adler Münster.

28 Treffer? Die sind Blau-Weiß in der aktuellen Saison 2018/19 noch gar nicht gelungen. Ein Sieg mit zehn Toren Differenz? Durfte ebenfalls noch nicht notiert werden. Es ist wahrlich nicht übertrieben: Gronaus Handballerinnen lösten nach zuletzt drei Pleiten in Serie die Handbremse, spielten sich in einen regelrechten Rausch. Alles klappte, die Abwehr stand felsenfest. Technische Fehler wurden kaum fabriziert. Die Vorstellung gegen die Domstädter wurde zum fast perfekten Match.

Immer eine Hand dazwischen

„Für mich war die Defensivleistung ausschlaggebend. Es gab keinen Wurf des Gegners, bei dem wir nicht noch störend eine Hand dazwischen hatten“, lobte Theo Nagelmann hinterher.

Mit 16 Pluspunkten sieht die Lage nun für Vorwärts wieder etwas erfreulicher aus. Allerdings haben einige Konkurrenten im Abstiegskampf auch noch eine oder sogar zwei Partien weniger bestritten.

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