51. Enschede Marathon
Spannung bis auf die Zielgerade

Enschede -

„Loopzondag statt Koopzondag“, so kommentierte der Sprecher bei Start und Ziel. Nicht die Besucher zum Einkaufsbummel sorgten für Gedränge auf dem van Heekplein, sondern die Teilnehmer und Zuschauer des 51. Enschede Marathon. Und die erlebten einen Rekord.

Montag, 15.04.2019, 17:50 Uhr aktualisiert: 16.04.2019, 15:10 Uhr
Die Spitzengruppe etwa bei Kilometer 23: Dritter von links der spätere Sieger Geart Jorritsma, daneben im orange Trikot die Siegerin Caroline Chepkwony, im blauen Trikot die Zweite Rodah Jepkorir Tanui.
Die Spitzengruppe etwa bei Kilometer 23: Dritter von links der spätere Sieger Geart Jorritsma, daneben im orange Trikot die Siegerin Caroline Chepkwony, im blauen Trikot die Zweite Rodah Jepkorir Tanui. Foto: Günter Poggemann

Auch die Straßen der Stadt sowie der angrenzenden Gemeinden Glanerbrug und Lonneker bevölkerten die rund 10 000 Teilnehmer der Läufe über die 42,2 km, 21,1 km, 10 km, 5 km und der Kidsläufe am Sonntag.

Als um 10 Uhr der Startschuss fiel, war alles angerichtet für einen Angriff auf den Streckenrekord der Frauen, den die Kenianerin Sarah Jebet im Jahr 2016 mit 2:27:59 Std. aufgestellt hatte.

Mehrere afrikanische Frauen, dazu einige niederländische und belgische Männer hatten diese Marke im Visier und ließen darauf hoffen, dass sich eine größere Gruppe bilden würde, sodass das Unterfangen auch Chancen auf Erfolg hatte. Nur wenig Wind, Sonnenschein und nahezu ideale Lauttemperaturen sorgten zudem für optimale äußere Rahmenbedingungen.

Tatsächlich formierte sich eine Gruppe, die recht exakt die Kilometer in 3:30 Min. hin auf eine Endzeit in Bereich von 2:27 Std. bis 2:28 Std. herunterspulte. Bis weit in die zweite Runde hinein bestand diese Gruppe aus acht Männern und den Kenianerinnen Caroline Chepkwony und Rodah Jepkorir Tanui. Als aber kurz nach Kilometer 30 einer der Männer das Tempo leicht forcierte, war es mit der Geschlossenheit vorbei. Es begann der Kampf um jede Sekunde, der erst auf den letzten Metern entschieden wurde.

Erstmals seit 1989, als Marti ten Kate seinen zweiten Sieg in Enschede feierte, hatte dabei wieder ein Niederländer die Nase vorn. Nach 2:26:32 Std. überlief der 22-jährige Marathondebütant Geart Jorritsma die Ziellinie und setzte sich mit 10 Sekunden Vorsprung gegenüber dem Belgier Stef Simons durch. Weitere 14 Sekunden später folgte mit Caroline Chepkwony schon die erste Frau.

Neuer Streckenrekord beim Enschede Marathon

1/16
  • „Loopzondag statt Koopzondag“ hieß es am Sonntag beim 51. Enschede Marathon. Foto: Günter Poggemann
  • „Loopzondag statt Koopzondag“ hieß es am Sonntag beim 51. Enschede Marathon. Foto: Günter Poggemann
  • „Loopzondag statt Koopzondag“ hieß es am Sonntag beim 51. Enschede Marathon. Foto: Günter Poggemann
  • „Loopzondag statt Koopzondag“ hieß es am Sonntag beim 51. Enschede Marathon. Foto: Günter Poggemann
  • „Loopzondag statt Koopzondag“ hieß es am Sonntag beim 51. Enschede Marathon. Foto: Günter Poggemann
  • „Loopzondag statt Koopzondag“ hieß es am Sonntag beim 51. Enschede Marathon. Foto: Günter Poggemann
  • „Loopzondag statt Koopzondag“ hieß es am Sonntag beim 51. Enschede Marathon. Foto: Günter Poggemann
  • „Loopzondag statt Koopzondag“ hieß es am Sonntag beim 51. Enschede Marathon. Foto: Günter Poggemann
  • „Loopzondag statt Koopzondag“ hieß es am Sonntag beim 51. Enschede Marathon. Foto: Günter Poggemann
  • „Loopzondag statt Koopzondag“ hieß es am Sonntag beim 51. Enschede Marathon. Foto: Günter Poggemann
  • „Loopzondag statt Koopzondag“ hieß es am Sonntag beim 51. Enschede Marathon. Foto: Günter Poggemann
  • „Loopzondag statt Koopzondag“ hieß es am Sonntag beim 51. Enschede Marathon. Foto: Günter Poggemann
  • „Loopzondag statt Koopzondag“ hieß es am Sonntag beim 51. Enschede Marathon. Foto: Günter Poggemann
  • „Loopzondag statt Koopzondag“ hieß es am Sonntag beim 51. Enschede Marathon. Foto: Günter Poggemann
  • „Loopzondag statt Koopzondag“ hieß es am Sonntag beim 51. Enschede Marathon. Foto: Günter Poggemann
  • „Loopzondag statt Koopzondag“ hieß es am Sonntag beim 51. Enschede Marathon. Foto: Günter Poggemann

Die 33-Jährige steigerte nicht nur ihre persönliche Bestmarke um 31 Sekunden auf 2:26:56 Std., sondern unterbot den bisherigen Streckenrekord damit um rund eine Minute. Dafür und die Zeit unter 2:27 Std. konnte sie dann immerhin 10 000 € mit nach Hause nehmen. Rodah Jepkorir behauptete den zweiten Platz bei den Frauen in 2:27:35 Std. Dritter bei den Männern wurde in 2:27:13 Std. Benny Fischer. Bei den Frau erlief sich die Kenianerin Jane Moraa Onyangi den dritten Platz in 2:37:15 Std.

Groß war die Freude auch im Hause ten Kate: Nicht nur weil endlich mal wieder ein Niederländer gewonnen hatte, sondern vor allem weil Fabian ten Kate als zweitbester Niederländer und Vierter insgesamt nach 2:27:30 Std. ins Ziel kam. Fabian ten Kate aber gab sich ganz bescheiden: „Mein Vater war deutlich schneller als ich.“ Dem allerdings war die Freude über die Leistung des Sohnes deutlich anzusehen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6546319?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35322%2F
Frau bei Verkehrsunfall gestorben
(Symbolfoto) 
Nachrichten-Ticker