Fußball: Landesliga Frauen
Grüße vom Murmeltier

Gronau -

Mit dem letzten Nachholspiel beim SuS Concordia Flaesheim begann er, der Endspurt um den Klassenerhalt. Nach einem letzten Heimspiel Ende Mai ebenfalls gegen die Concordia werden Fortuna Gronaus Fußballerinnen wissen, ob sie der Landesliga erhalten bleiben.

Dienstag, 23.04.2019, 20:00 Uhr
Gefahr erkannt, aber noch lange nicht gebannt: Fortuna Gronaus Fußballerinnen belegen – Stand heute – einen Nichtabstiegsplatz. Entschieden ist noch nichts.
Gefahr erkannt, aber noch lange nicht gebannt: Fortuna Gronaus Fußballerinnen belegen – Stand heute – einen Nichtabstiegsplatz. Entschieden ist noch nichts. Foto: Angelika Hoof

Für Trainerin Britta Röwer geht ihre Abschiedstour also in die letzten fünf Runden. Und natürlich will sich die Übungsleiterin mit dem Klassenverbleib verabschieden. Aktuell allerdings fühlt sie sich mehr an Hollywood erinnert.

„Und täglich grüßt das Murmeltier“ – so wie Bill Murray 1993 in der gleichnamigen Komödie in der Zeitschleife fest hing und immer wieder, sobald der Wecker klingelte, denselben Tag erlebte, so kommt es auch Röwer vor: Anpfiff, 90 Minuten eine ordentliche bis gute Leistung, aber wieder kein Sieg. „So geht das nun schon seit Wochen“, klagt Fortunas Trainerin. „Wir belohnen uns einfach nicht.“ Die Statistik gibt ihr dabei recht, nicht nur beim jüngsten 1:1 in Flaesheim.

Einfach zu viele Unentschieden

Gegen Spitzenreiter SSV Rhade wie auch beim Landesligazweiten SV Borussia Emsdetten verloren die Blau-Schwarzen 0:1. Ein achtbares Ergebnis. Nur hilft es den Gronauerinnen überhaupt nicht weiter. Wirklich weh tun könnten hingegen die beiden torlosen Unentschieden gegen die Kellerkinder: Bei GW Nottuln und direkt danach gegen Teuto Riesenbeck fiel kein Treffer. Und damit gab es auch nur jeweils einen statt drei Zähler.

Britta Röwer sieht in diesen Resultaten eine große Gefahr für den Schlussspurt: „Natürlich ist das sehr frustrierend, auch für die Spielerinnen. Doch davon dürfen wir uns nicht runterziehen lassen, müssen es eben beim nächsten Mal wieder versuchen“, gibt sie sich kämpferisch. Und Röwer weiß, dass ihre Mannschaft – aktuell zwei Punkte vor Teuto auf Rang zwölf so gerade eben über dem Strich – noch dringend nachlegen muss. Riesenbeck beispielsweise trifft zum Saisonfinale noch auf Schlusslicht Nottuln und dann auf den Elften Telgte. Die SG wiederum muss ebenfalls noch in Nottuln ran.

In der Offensive drückt weiter der Schuh

Was stimmt Röwer denn zuversichtlich? „In der Abwehr haben wir uns deutlich stabilisiert, auch dank starker Auftritte von Kathrin Albers-Frieler oder Ann-Christine Klose. Das sieht jetzt deutlich mehr nach Fußball aus, wie wir auch brenzlige Situationen bereinigen“, lobt die Trainerin.

Die Zahlen passen dazu: In den vergangenen fünf Partien musste der Landesligist von der Laubstiege nur drei Gegentore schlucken. Allerdings jubelten die Blau-Schwarzen vorne in den vergangenen vier Matches auch nur ein einziges Mal – eben Ostermontag in Flaesheim.

„Uns fehlt die Durchschlagskraft“, bestätigt Britta Röwer. „Ehrlich gesagt fehlt mir da auch noch das Patentrezept, um diese Baustelle zu schließen.“ Vielleicht mit einem Comeback? Röwer lacht: „Ich gewinne kein einziges Laufduell mehr. Mit Sicherheit nicht. Ich kann nicht die Lösung sein.“

Also muss sich die Übungsleiterin etwas anderes einfallen lassen. Fünf Partien bleiben Zeit, um das Murmeltier nicht mehr jedes Wochenende grüßen zu lassen.

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