Schach: Regionalliga
SC Gronau packt es in der letzten Runde

Gronau -

Der Schachclub Gronau hat es spannend in der Regionalliga gemacht. Aber in der letzten Runde gelang der entscheidende Sieg, der zum Klassenerhalt benötigt wurde.

Mittwoch, 15.05.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 15.05.2019, 11:30 Uhr
Gronaus Mannschaftsführer Martin Storck an Brett 5 war es vorbehalten, den entscheidenden Punkt im Vergleich gegen SF Olfen einzufahren.
Gronaus Mannschaftsführer Martin Storck an Brett 5 war es vorbehalten, den entscheidenden Punkt im Vergleich gegen SF Olfen einzufahren. Foto: Verein

Welch eine Tabellenkon­stellation vor dem finalen Spieltag, die 1. Mannschaft des SC Gronau traf auf SF Olfen, der Tabellenletzte erwartete den Vorletzten. Und es war klar: Gronau musste gewinnen.

Die Vorzeichen standen nicht schlecht, Gastgeber Gronau spielte komplett, während Olfen zwei Stammspieler ersetzen musste.

Philipp Reckzügel an Brett acht brachte die Hausherren früh in Führung. Als der Olfener einen Bauernverlust übersah und noch eine Figur nach einem Schachgebot verlor, gab er auf.

Andre Langendijk (6) ließ einen weiteren Sieg folgen. Er gewann auch im Mittelfeldspiel einen Bauern und baute die Vorteile immer weiter aus, bis sein Kontrahent in hoffnungsloser Stellung aufgab.

Olfen verkürzte auf 1:2, als Ton Ellenbroek an Brett 3 verlor. Auf dem Damenflügel kam der Gronauer stark unter Druck, dann opferte sein Gegner Dame gegen zwei Türme und baute einen starken Königsangriff auf.

Torsten Hoge (7) hatte erst Mühe, um gegen die zähe Verteidigung seines Gegners die entsprechenden Mittel zu finden. Als er mit seinen schwarzen Türmen in die gegnerische Stellung eindringen konnte, gewann er einen Bauern und brachte seinen Kontrahenten in Zugzwang. Der Olfener gab auf.

Menno Monsma (2) hatte es mit einem sehr starken Spieler zu tun, der bis dato noch keine Partie verloren hatte. Beide Spieler rochierten gegensätzlich und bauten einen Königsangriff auf. Der Olfener übersah einen guten Verteidigungszug und war im Irrglauben, einen Mattangriff zu inszenieren.

Nun fehlte Gronau aus den letzten drei Partien noch ein halber Punkt zum Sieg und damit zum Klassenerhalt. Mannschaftsführer Martin Storck (5) war es vorbehalten, den entscheidenden Punkt einzufahren.

Die Partie verlief zunächst ganz ausgeglichen, wurde dann mit gegenseitigen Fesselungen immer komplizierter, beide Spieler gerieten etwas unter Zeitdruck. Mit einem starken Bauernopfer auf e3 hebelte Storck die komplette Königsstellung auf, gewann zwei Bauern und später kam es zu einem zwingenden vierzügigen Matt. Die Entscheidung war gefallen, Gronau führte 5:1.

Achim Bündgen am Spitzenbrett hatte eine ausgeglichene Partie, sein Kontrahent bot ein Remis an, doch lehnte der Gronauer ab, weil er meinte, das Endspiel für sich zu entscheiden. Das war ein Trugschluss.

Zum Schluss kam Martin Lütkehermölle (4) ebenfalls zu einem Erfolg, der zum 6:2-Endstand für den SC Gronau führte. Er gewann zwei Bauern und hatte keine Probleme, diesen Vorteil im Endspiel zum Sieg zu führen.

„Unsere 1. Mannschaft bleibt somit im Jubiläumsjahr 2020 zum 100jährigen Bestehen des Schachclub in der Regionalliga“, freut sich Martin Storck.

Beste Spieler in der Saison waren Philipp Rechzügel mit 5,5 aus 8, Andre Langendijk mit 4,5 aus 8, Menno Monsma mit 4,5 aus 9 und Martin Storck mit 4 aus 8.

Wie stark und ausgeglichen die Liga war, zeigt sich daran, dass Gronau ein Jahr zuvor in der Spitze mitspielte und nun gegen den Abstieg und der hohe Favorit Emsdetten als Absteiger nur aufgrund der besseren Brettpunkte gegenüber SK Münster III Meister wurde.

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