Fußball | Bezirksliga 11
Bundesligist Kevin Husha tauscht Adler gegen Hirsch

Epe -

Vorwärts Epe fügt seinem Kader für die nächste Saison weitere Puzzleteile hinzu. Die Elf vom Wolbertshof hat sich die Dienste eines Bundesligakickers gesichert. Kevin Husha tritt für Preußen Münsters U 19 in der höchsten deutschen Spielklasse gegen den Ball. Seine Zusage machte er von zwei ungewöhnlichen Faktoren abhängig. Aus der eigenen A-Jugend rücken vier weitere Spieler auf.

Freitag, 07.06.2019, 06:00 Uhr
Die Trikotfarbe bleibt, nur der Adler wird mit einem Hirsch getauscht: Kevin Husha (r.) verlässt das U 19-Bundesligateam Preußen Münsters und streift in der kommenden Saison das Jersey von Vorwärts Epe über.
Die Trikotfarbe bleibt, nur der Adler wird mit einem Hirsch getauscht: Kevin Husha (r.) verlässt das U 19-Bundesligateam Preußen Münsters und streift in der kommenden Saison das Jersey von Vorwärts Epe über. Foto: Peter Leßmann

Für ein Top-Talent, das geht, gibt es eines, das kommt: Vorwärts Epe hat mit Kevin Husha eine Übereinkunft für die neue Spielzeit getroffen. Der 18-Jährige hat kürzlich mit Preußen Münsters A-Junioren den Klassenerhalt in der Bundesliga geschafft. Ein echter Hochkaräter also für die Jungs vom Wolbertshof, der den Abgang von Jan Beverborg in Richtung Vreden nicht so schmerzlich erscheinen lassen soll.

Hushas Verpflichtung hat ein recht ungewöhnliches Beiwerk, wie Sportleiter Hakan Zopirli erklärt: „Er darf noch A-Jugend spielen und möchte dies bei wichtigen Spielen auch tun. Dazu wollte er unbedingt im Trainerstab einer D- oder C-Jugendmannschaft sein. Das hat mich begeistert und das habe ich in anderen Verhandlungen so noch nie erlebt.“

Über Fortuna, Bochum und Münster nach Epe

Nach den ersten Tritten gegen das Leder im Fortuna Gronau-Dress schloss er sich dem VfL Bochum an und machte 2017 nach Münster rüber. Der Grund für den Wechsel aus der Domstadt zurück in die Heimat war die angebotene, nicht allzu rosige Perspektive seitens der Preußen. Hintergründig lag dies an einer Verletzung, die Husha einige Zeit vom Platz ferngehalten hat. In der Rückserie kam er beispielsweise nicht mehr über eine Jokerrolle hinaus. „Kevin hat offen kommuniziert, dass für ihn nur eine Mannschaft aus Gronau oder Epe in Frage kommt, da er sich auf seine Ausbildung konzentrieren möchte“, so Zopirli. Also umwarb er auf Hinweis von dessen guten Freund Leon Kernebeck den 18-Jährigen, bis dieser zusagte.

Eingeplant ist Husha eher in der gegnerischen Hälfte. Wo genau er auf dem Rasen zum Einsatz kommt, werde Trainer Dirk Bültbrun entscheiden. Eine Option tut sich nach dem Abgang Beverborgs besonders auf der linken Bahn auf, zumal zentral mit Luca Laufer und rechts mit Umut Berke bärenstarke Konkurrenz herrscht. Mit einer Körpergröße von knapp 1,90 Meter muss sich Husha aber vor erfahreneren Bezirksliga-Kickern nicht verstecken. „Dazu ist er unheimlich schnell und athletisch und hat einen starken rechten Fuß“, umreißt Zopirli weitere Vorzüge der Neuverpflichtung.

Kein Druck

Das Durchlaufen der Nachwuchsabteilungen von Profivereinen schürt eine große Erwartungshaltung am Wolbertshof. Der Sportliche Leiter ist vollen Lobes, versucht aber auch zu bremsen: „Kevin ist ein Typ, der in der Mannschaft gefehlt hat, aber er steht erst am Anfang seiner Laufbahn. Wir möchten keinen Druck aufbauen und sagen nicht, dass er uns zum Aufstieg schießen soll.“

Der Vorwärts-Kader erfährt weitere Verjüngung: Aus der eigenen U 19 rückt der beidfüßige feine Techniker Andreas Fontein auf. Ausgebildet wurde unter anderem beim FC Twente und beim TuS Lingen. Nick van Wezel könnte ein guter Backup zu Berke werden und Florian Heying sich einen Platz als Linksverteidiger erkämpfen – sofern Marcel Deelen taktisch etwas nach vorne rückt.

Gleis interessante Option

Kernebeck bleibt noch ein Jahr in der U19, wird aber mit einer Senioren-Spielberechtigung ausgestattet. Konstantin Gleis kehrt vom SuS Stadtlohn zurück und kann als Spielmacher oder Innenverteidiger eingesetzt werden. „Ich glaube, er wird mit Matthias Naber und Florian Albers gut harmonieren“, sagt Zopirli. An Gleis‘ Teamkollege Kevin Meise war Vorwärts auch dran. Zopirli: „Er wird wohl nach Haltern wechseln, ich wünsche ihm viel Erfolg.“

Saffet Semer schließt sich dem TSV Ahaus an, Julian Wieland der Eintracht. Einen „Kracher“ als Neuzugang möchte Zopirli in den kommenden zwei Wochen präsentieren.

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