André Winkelhorst beim Ironman in Frankfurt
Lange Aufholjagd auf dem Rad

Frankfurt/Epe -

Auch wenn der Traum von Hawaii nicht wahr wurde, lächeln konnte André Winkelhorst dennoch, als er das Ziel auf dem Römer beim Ironman in Frankfurt erreichte.

Dienstag, 02.07.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 03.07.2019, 09:40 Uhr
Bei tropischen Temperaturen lief André Winkelhorst auf Platz 46 unter 352 Teilnehmern in der Altersklasse M 45 und belegte Platz 312 unter 2.100 Finishern insgesamt beim Ironman in Frankfurt.
Bei tropischen Temperaturen lief André Winkelhorst auf Platz 46 unter 352 Teilnehmern in der Altersklasse M 45 und belegte Platz 312 unter 2.100 Finishern insgesamt beim Ironman in Frankfurt. Foto: privat

Denn bei tropischen Temperaturen hatte der Triathlet vom TV Westfalia Epe 3,8 km schwimmend, 185 km auf dem Rad und die 42,2 km beim Marathonlauf immerhin erfolgreich gemeistert.

Begonnen hatte der Tag für rund 3.000 Triathletinnen und Triathleten bei noch erträglichen Temperaturen um 6.30 Uhr im Langener Waldsee, dessen Wassertemperatur allerdings so hoch war, dass das Tragen eines Neoprenanzugs nicht erlaubt war.

Bestzeiten waren allein schon deshalb nicht zu erwarten, dennoch war André Winkelhorst nach dem Schwimmen ziemlich angefressen. „Viele hatten sich offensichtlich falsch eingeordnet, sodass man trotz des rollenden Starts lange nicht frei schwimmen konnte“, berichtete der Eperaner später. 1:28:12 Std. für die 3,8 km – eine etwas schnellere Zeit hatte er sich schon erhofft.

Auf dem Rad lief es dann richtig gut für André Winkelhorst. Wie gewohnt steuerte er die Belastung anhand der getretenen Wattzahl und konnte dennoch lange in der Stunde 36 bis 37 km hinter sich bringen. Auf den letzten 35 km zurück von Friedberg nach Frankfurt machte dann aber ein recht kräftiger, sehr heißer und trockener Wind Winkelhorst das Leben schwer. „Da habe ich schon manchmal gedacht: Und jetzt noch ein Marathon?“, berichtete er.

Trotzdem blieb das Radfahren bis zum Schluss für ihn eine einzige Aufholjagd. „Beim Radfahren habe ich von Anfang bis Ende nur überholt. Das motiviert natürlich.“ Von Platz 235 nach dem Schwimmen in seiner Altersklasse M 45 konnte sich Winkelhorst auf Platz 56 mit seinen 5:13:41 Std. für die 185 km vorarbeiten.

„Bloß nicht überziehen“, lautete seine Devise, als er in der Mittagshitze gegen 13.45 Uhr die vier Laufrunden am Main in Angriff nahm. In etwa fünf Minuten pro Kilometer absolvierte er die erste Hälfte der Distanz. „Dann habe ich erstmals eine Gehpause eingelegt, um ich mich mit allem abzukühlen und zu verpflegen, was verfügbar war“, sagte er. „Das war wirklich eine gute Entscheidung“, ist er überzeugt. Zwar konnte er das bisherige Tempo pro Kilometer so zwar nicht mehr halten, nach 3:58:25 Std. für den Marathon und 10:48:14 Std. konnte ein glücklicher André Winkelhorst den Einlauf auf dem roten Teppich auf dem Römer genießen. Damit lief er auf Platz 46 der 352 Teilnehmer in der Altersklasse M 45 und Platz 312 unter 2.100 Finishern insgesamt vor.

Und wie geht es jetzt weiter für Gronaus „Sportler des Jahres 2017“? „Manchmal habe ich während des Rennens schon gedacht, ob ich die Langdistanz nicht langsam vergessen sollte, aber das ändert sich vermutlich wieder schnell – möglicherweise schon, wenn ich mir am Sonntag die Challenge in Roth im Fernsehen ansehe.“ Die Wettkämpfe in Sassenberg und Borken stehen in diesem Jahr in jedem Fall bei André Winkelhorst noch im Kalender.

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