Leichtathletik: Deutsche Meisterschaften in Ulm
Von Nervosität (noch) keine Spur

Epe -

Ganz entspannt drehte Fabiane Meyer am Dienstag und Mittwoch trotz brütender Hitze ihre Runden auf der Tartanbahn an der Laubstiege, bevor sie nun zu den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften der U 18 in Ulm aufbricht. Ebenfalls am Start sein wird bei der U 20 im Trikot des TSV Bayer Leverkusen der Gronauer Hendrik Jürgens.

Mittwoch, 24.07.2019, 18:00 Uhr
Trotz brütender Hitze ganz entspannt: Fabiane Meyer startet Freitag bei den DM in Ulm über die 800-Meter-Distanz.
Trotz brütender Hitze ganz entspannt: Fabiane Meyer startet Freitag bei den DM in Ulm über die 800-Meter-Distanz. Foto: Günter Poggemann

Die Stimmung könnte kaum besser sein bei Fabiane Meyer . Denn in den letzten Wochen hatte die gerade 16-jährige Läuferin des TV Westfalia Epe eine Bestzeit an die andere gereiht. Vor knapp zwei Wochen steigerte sie ihre Bestmarke über 1500 Meter in Göttingen auf 4:36:62 Minuten.

Am letzten Samstag drückte sie in Rhede ihre erst im Mai erzielte Bestleistung über 800 Meter um 1,36 Sekunden auf 2:12:10 Minuten. In einem stark besetzten Frauenfeld war sie dort zunächst vorsichtig angegangen, konnte sich aber mit ihrem wie gewohnt langen Endspurt noch auf Platz sechs im Gesamtfeld vorarbeiten.

Keine leichte Entscheidung

„Bei einem etwas weniger vorsichtigem Anfangstempo wäre vielleicht sogar eine noch schnellere Zeit möglich gewesen“, vermutet Trainer Reinhard Wittland und ist daher wie Meyer selbst optimistisch für die Deutschen Meisterschaften. Eine Entscheidung mussten Wittland und sein Schützling allerdings schon vor dem Start treffen. Denn obwohl Fabiane Meyer die Qualifikation für die 1500 und 800 Meter geschafft hat, lässt die zeitliche Abfolge der Vorläufe, die am Freitagmittag im Abstand von nur anderthalb Stunden auf dem Programm stehen, einen Doppelstart nicht zu.

„Am Ende haben wir uns gemeinsam für die 800 Meter entschieden“, berichtet Fabiane Meyer. „Da dort die Chancen auf eine gute Platzierung vielleicht noch ein wenig besser stehen“, wie Wittland hofft.

Minimalziel: die Top 10

Anders als bei der Meisterschaftspremiere vor einem Jahr und bei den Hallenmeisterschaften im Februar, als die Eperanerin das Finale zweimal knapp verpasste, ist der Endlauf der besten Zehn in Ulm das Minimalziel. Und darf es auch noch etwas mehr, etwa ein Platz auf dem Podium der drei Schnellsten, sein? Ein vorsichtiges „Ja“ ist die Antwort von Fabiane Meyer – und dabei huscht bei der sonst eher zurückhaltenden 16-Jährigen ein Lächeln über das Gesicht. Offensichtlich ist sie im Moment die Ruhe selbst.

Finale eher ein Wunschtraum

Ebenfalls am Freitagmittag tritt Hendrik Jürgens zu seinem Vorlauf über die 100 Meter in der U 20 an. Insgesamt 67 Läufer sind hier gemeldet, sodass das Erreichen der Halbfinalläufe für den 19-Jährigen das erste Ziel ist. Mit seiner aktuellen Bestzeit von 10,80 Sekunden sind diese nicht ganz außerhalb der Reichweite, das Finale der schnellsten Acht am Freitagabend dann aber doch eher ein Wunschtraum. Chancen auf eine gute Platzierung rechnet sich Hendrik Jürgens mit der Staffel des TSV Bayer Leverkusen über 4 x 100 Meter aus. Auf einen Start über 200 Meter wird er aber voraussichtlich verzichten.

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