Fußball: 22. Volksbank-Sommer-Cup
Held Baumann hält alles

Epe -

„Das hätten wir auch schneller haben können“, lachten zwei Zuschauer, als sie den Wolbertshof am Samstagabend verließen. Damit meinten sie aber nicht das Elfmeterschießen, weil nach regulärer Spielzeit noch keine Entscheidung gefallen war. Nein, nach einer langatmigen Vorrunde hatten sich im Finale der Gronauer Stadtmeisterschaft dann eben doch – wie erwartet – Epes Bezirksligisten gegenüber gestanden. Und es wurde richtig guter Fußball geboten. Endlich. Auch wenn es das torlose Remis nicht unbedingt erahnen lässt.

Sonntag, 28.07.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 02.08.2019, 13:18 Uhr
Das WN-Suchbild: Wo genau befindet sich noch mal Matchwinner Niklas Baumann? Nach einem ereignisreichen Endspiel jubelte der FC Epe bei der Stadtmeisterschaft.
Das WN-Suchbild: Wo genau befindet sich noch mal Matchwinner Niklas Baumann? Nach einem ereignisreichen Endspiel jubelte der FC Epe bei der Stadtmeisterschaft. Foto: Sebastian Hoof

Doch es sollte ein 0:0 der definitiv besseren Sorte werden. Titelverteidiger Vorwärts und Herausforderer FC lieferten sich einen starken Schlagabtausch: rassig, spannend, mit vielen hochkarätigen Chancen hüben wie drüben. Im finalen Elfmeterschießen hatten die Blauen dann die Nase vorn.

Gleich das erste Duell zwischen dem besten Torschützen der Titelkämpfe, Luca Laufer von mit vier Treffern für Vorwärts, und dem hinterher zum Spieler des Turniers gekürten Niklas Baumann brachte die Entscheidung: Der FCE-Schnapper entschärfte den Schuss, keiner der folgenden neun Schützen gab sich eine Blöße. Auch nicht Frederic Klümper, der mit seinem 5:4 das blau-weiße Lager zur Ekstase brachte. Der 22. Volksbank-Sommer-Cup geht 2019 an den FC Epe . „Das ist nicht mehr normal“, fand Andre Hippers noch vor der Siegerehrung. „Ich habe hier einige A-Junioren im Kader. Und die melden sich dann vor dem Elfmeterschießen, wollen unbedingt selbst ran und Verantwortung übernehmen“, zog der Spielertrainer seinen Hut vor den Youngster.

Trio mit sechs Fäusten

Ein anderer, Torwart Niklas Baumann, zählt mit 26 Jahren nicht mehr zu der ganz jungen Garde. Er und die Vorwärts-Torhüter Jose Carlos da Silva Fernandes in der ersten, Marcel Peters-Kottig in der zweiten Hälfte standen im Endspiel immer wieder im Fokus. Zu bezwingen war dieses Trio dank teils fantastischer Paraden nicht. Und Torchancen, die gab es zur Freude der rund 300 Fans am Wolbertshof zuhauf.

Direkt zu Beginn durch Felix Wobbe, der zu hoch zielte, nachdem sich Philipp Hörst über rechts durchgetankt hatte (1.). Dann durch Julian Reus, der nach Hörsts Kopfballvorlage ebenfalls knapp scheiterte (6.). Später fand noch einmal Wobbe seinen Meister in da Silva Fernandes (11.). Die Anfangsphase gehörte also ganz klar den Blauen. Bis dann Vorwärts langsam, aber sicher das Kommando an sich riss. „Wir waren anfangs besser, das hat mir sehr gut gefallen“, sah es Hippers ähnlich – und seinen Torwart Niklas Baumann, der anschließend mehr und mehr in den Fokus rückte.

22. Volksbank-Sommer-Cup: FC Epe jubelt

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„Baumi“ riskiert Kopf und Kragen

Das erste Mal nach einer Viertelstunde, als er stark gegen Luca Laufer parierte, dann in der 28. Minute, in der „Baumi“ Kopf und Kragen riskierte, um den Einschlag zu verhindern. Schließlich noch direkt vor der Pause. Da hatte Florian Albers starke Vorarbeit geleistet, Noah Hollenborg abgezogen. Doch wieder war der FC-Keeper zur Stelle.

„Im zweiten Abschnitt ist uns die Luft ausgegangen, jetzt war Vorwärts schon das bessere Team“, bewertete Andre Hippers das Geschehen nach der Pause. Der Coach aus den Bülten vergaß allerdings, dass auch seine Mannen dank Hörst und Wobbe zunächst noch gute Möglichkeiten besaßen. Mittlerweile stand Marcel Peters-Kottig zwischen den Pfosten der Grünen – und reagierte zwei Mal glänzend.

Am Ende jubelt der FC

Auf der gegenüberliegenden Seite bissen sich die Vorwärtsler unterdessen weiter die Zähne an Niklas Baumann aus. So wie Florian Albers nach 65 Minuten mit der besten Gelegenheit zum 1:0. Doch auch der FCE hatte noch die Chance aufs alles entscheidende Tor. Ein Freistoß aus spitzem Winkel schoss Noah Eglins scharf und flach vor den Kasten, Peters-Kottig reagierte mit dem Knie. Als schließlich Luca Laufer einen Freistoß in die Mauer drosch, war das 0:0 und ein finales Elfmeterschießen besiegelt. Da jubelten dann die Blauen dank Niklas Baumann. Wie sollte es auch anders sein.

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