Leichtathletik: DM in Ulm
Stolperer verhindert bessere Platzierung

Ulm -

Am Ende war Fabiane Meyer dann doch nicht mehr die Ruhe selbst, wie es in den letzten Tagen noch den Anschein hatte. „Vor dem Finale war ich schon sehr nervös“, gestand die Läuferin des TV Westfalia Epe. Kein Wunder: Ein heftiges Gewitter etwa zwei Stunden vor dem geplanten Finale über die 800 Meter bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften der U 18 in Ulm wirbelte den Zeitplan kräftig durcheinander.

Montag, 29.07.2019, 18:00 Uhr
Platz fünf über die 800 Meter: Das war eine gute Leistung. Bei den Deutschen Meisterschaften wäre aber für Fabiane Meyer noch etwas mehr möglich gewesen.
Platz fünf über die 800 Meter: Das war eine gute Leistung. Bei den Deutschen Meisterschaften wäre aber für Fabiane Meyer noch etwas mehr möglich gewesen. Foto: Günter Poggemann

So fiel der Startschuss rund eineinhalb Stunden später als geplant. „Das Warten zerrt schon an den Nerven. Außerdem war es beim Start dann wieder richtig heiß“, so die 16-jährige Eperanerin.

Im Vorlauf am Freitag hatte Fabiane Meyer in der Mittagshitze allerdings nichts anbrennen lassen. Schon frühzeitig setzte sie sich an die Spitze des Feldes, drückte aufs Tempo und sorgte so dafür, dass schon zur Hälfte des Rennens nur noch fünf Läuferinnen für die vier direkten Finalplätze in Frage kamen. Eine weitere Tempoverstärkung bescherten ihr eingangs der Zielgerade einen rund fünf Meter großen Vorsprung, sodass Meyer schließlich locker auslaufend nach 2:13:65 Minuten als Erste ins Ziel kam und sich anders als bei ihrer Meisterschaftspremiere vor einem Jahr und bei den Hallenmeisterschaften im Februar über den Finaleinzug freuen durfte.

Am Ende fehlen die Kräfte

Als am Samstag gegen 18.30 Uhr schließlich der Endlauf über die 800 Meter dann doch begann, war keine klare Favoritin auszumachen. So war das Gedrängel groß, als die zehn Finalistinnen nach der ersten Kurve aus ihren Bahnen auf die Innenbahn einbogen. Fabiane Meyer fand sich dabei unversehens am Ende des Feldes wieder und musste sich den langen Weg nach vorne oft auch auf der zweiten und dritten Bahn ebnen. „Das kostet natürlich Kraft“, berichtete sie später.

Etwa 250 Meter vor dem Ziel geriet sie dabei zudem noch ins Stolpern, sodass die Eperanerin den weiten Weg nach vorne nochmals neu starten musste. Dennoch schien ein Platz unter den Top 3 eingangs der Zielgerade noch möglich. Am Ende gingen Fabiane Meyer allerdings dann doch ein wenig die Kräfte aus. So kam sie als Fünfte nach 2:15:41 Minuten ins Ziel.

Etwas Lehrgeld bezahlt

„Es wäre schon ein wenig mehr drin gewesen“, stellte sie selbst fest. Dabei war eine leichte Enttäuschung unüberhörbar. Ihr Trainer sah es ähnlich: „Fabiane hat leider etwas Lehrgeld bezahlen müssen, aber damit auch Erfahrungen gesammelt, von denen sie ganz sicher in Zukunft profitieren wird“, kommentierte Reinhard Wittland. „Außerdem muss man einfach nochmals betonen, dass sie sich in dieser Saison enorm verbessert hat“, ergänzte er.

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