Fußball: Niederlande
Gleich zum Auftakt gegen die PSV

Enschede -

Der FC Twente aus Enschede meldet sich nach nur einem Jahr wieder in der niederländischen Ehrendivision zurück. Damit ist der größte Club der Region zurück auf der größten Fußball-Bühne in Holland. Seine Generalprobe für den Liga-Start hat der FC Twente mit 1:0 (0:0) gegen Konyaspor aus der Türkei gewonnen. Zum Ligastart reist am Samstag Vizemeister PSV Eindhoven nach Enschede

Dienstag, 30.07.2019, 20:00 Uhr
Zurück im niederländischen Fußball-Oberhaus: Der FC Twente Enschede spielt 2019/20 wieder erstklassig.
Zurück im niederländischen Fußball-Oberhaus: Der FC Twente Enschede spielt 2019/20 wieder erstklassig. Foto: Twente Enschede

Anfang Juli wurde der FC Twente aus Enschede noch einmal an die gute alte Zeit erinnert, als Marc Janko sein Karriereende verkündete. Der Österreicher war 2010 für 4,5 Millionen Euro zu den „Tukkers“ gekommen und hatte ihnen mit seinem Treffer 2011 den Pokalsieg und damit den letzten großen Titel beschert.

Von solchen Erfolgen können die Enscheder inzwischen nur träumen – und die Transfersumme ist fast genauso hoch wie der Betrag, der dem Club für die kommende Saison für Transfers und Gehälter zur Verfügung steht. Mit insgesamt 4,8 Millionen Euro für die Akteure des Kaders geht Twente in der Ehrendivision an den Start, was allen Beteiligten klar gemacht hat, dass kein leichtes Jahr vor dem Team liegt.

Twente 2019/20? Schwer einzuschätzen

„Der Prozentsatz des Etats, der für den Kader bereitsteht, ist im Vergleich zu den anderen Klubs aus der Ehrendivision zu niedrig“, sagt Enschedes Vorstandsmitglied Paul van der Kraan. „Ein Grund dafür sind die vielen finanziellen Verpflichtungen aus der Vergangenheit“, erklärt er.

Immerhin gelang der Mannschaft trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage des Clubs nach dem Abstieg aus der Ehrendivision der sofortige Wiederaufstieg. Damit ist das Team dort zurück, wo es nach eigenem Selbstverständnis auch hingehört. Wie sich die Truppe nun auf der größten Bühne der Niederlande schlägt, ist schwer einzuschätzen.

Wie schon im vergangenen Jahr führte Manager Ted van Leeuwen, aus der finanziellen Not geboren, viele Veränderungen am Kader durch. „Ich denke, wir müssen zwölf neue Spieler holen“, hatte van Leeuwen schon kurz nach dem Zweitliga-Titelgewinn verkündet – und sich dann daran gemacht, diese Neuen zu holen, ohne auch nur einen Cent Ablöse zu zahlen.

Verhaegh und Berggreen aus der Bundesliga

Der bekannteste Name ist dabei Paul Verhaegh (Foto links), der in der Bundesliga lange für Augsburg spielte. Auch Stürmer Emil Berggreen (re.) hat bei Mainz Erfahrung in der höchsten deutschen Spielklasse gesammelt.

Zudem dürften die beiden spanischen Verteidiger Jose Matos (Cadiz) und Julio Pleguezuelo (U23 Arsenal) sowie der Georgier Giorgi Aburjania (Sevilla) heiße Kandidaten für einen Stammplatz sein.

Für die Aufstellung ist mit Gonzalo Garcia ebenfalls ein Neuer verantwortlich. Er löste auf der Twente-Trainerbank Marino Pusic ab, der trotz des Wiederaufstiegs gehen musste, weil den Verantwortlichen seine Spielphilosophie nicht gefiel. „Ich mag Teams, die die Initiative übernehmen und mutig sind“, sagt nun Garcia, der fordert: „Wir müssen dafür sorgen, dass wir in der Ehrendivision bleiben. Und ich hoffe, dass die Leute mit Freude ins Stadion gehen.“

Zum Liga-Auftakt gibt es für Garcia und seine Truppe dabei einen echten Härtetest: Mit der PSV Eindhoven reist am 3. August um 20.45 Uhr gleich der Vizemeister und damit ein echtes Spitzenteam nach Enschede.

Generalprobe geglückt

Seine Generalprobe für den Liga-Start hat der FC Twente aus Enschede mit 1:0 (0:0) gegen Konyaspor aus der Türkei gewonnen. In Fleringen dominierten die „Tukkers“ die erste Halbzeit, doch sie trafen trotz guter Gelegenheiten nicht. Das einzige Tor des Nachmittags fiel kurz nach dem Seitenwechsel: Nach einer Ablage von Haris Vuckic drehte Javier Espinosa die Kugel aus 18 Metern in die lange Ecke. Danach drehte Konyaspor auf, doch die Enscheder verhinderten erfolgreich den Ausgleich. „Wir haben gegen einen starken Gegner gut gespielt“, freute sich Trainer Gonzalo Garcia, der verhalten optimistisch für den Saisonauftakt gegen PSV Eindhoven ist: „Wir sind noch nicht am Ziel, aber auf einem guten Weg.“

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