Motorsport: ADAC SuperMoto-Trophy
Vom Underdog zum Champion

Gronau -

So etwas nennt sich wohl eine weise Entscheidung. Kevin Schmitz wechselte zum diesjährigen Saisonstart die Klasse. Raus aus dem Motorcross-Lager, rein in den SuperMoto-Sport. Ein Entschluss, der sich ganz schnell bezahlt machen sollte. Denn als Underdog gestartet erkämpfte sich Schmitz auf Anhieb den Meistertitel der Klasse S4-West bei der internationalen deutschen Meisterschaft der ADAC SuperMoto-Trophy.

Freitag, 02.08.2019, 17:00 Uhr
Da darf gepflegt gejubelt werden. Kevin Schmitz holte den Meistertitel der Klasse S4-West bei der internationalen deutschen Meisterschaft der ADAC SuperMoto-Trophy.
Da darf gepflegt gejubelt werden. Kevin Schmitz holte den Meistertitel der Klasse S4-West bei der internationalen deutschen Meisterschaft der ADAC SuperMoto-Trophy. Foto: privat

Bei der galt abgesehen von einem Offroad-Abschnitt vor allem in den Drifts und unzähligen Kurvenbereichen auf der Asphaltstrecke einen kühlen Kopf zu bewahren und die Geschwindigkeit zu halten.

Betreut vom Stricksner-Racing-Team siegte Kevin Schmitz direkt beim Saisonauftakt in Harswinkel auf seiner Kawasaki mit der Startnummer 184 völlig überraschend im ersten Lauf. Denn niemand hatte den Gronauer, der wie der Phönix aus der Asche aufstieg, auf dem Plan. Im zweiten Lauf musste er sich lediglich einem Konkurrenten geschlagen geben und fuhr letztendlich auf Rang zwei. Dies bedeutete für Schmitz den Wochenendsieg in seiner Klasse.

Beim nachfolgenden Rennen in St. Wendel baute der Groanuer seinen Punktevorsprung auf 87 aus und lag damit schon 21 Zähler vor der Konkurrenz Hinter ihm lauerte vor allem noch Jan Hanhoff, der mit 66 Punkten zu dem Zeitpunkt auf dem zweiten Platz rangierte.

Schreckmoment nach einem Sturz

Im entscheidenden Titelrennen in Schaafheim wurde es dramatisch, weil Lauf eins völlig anders als geplant verlief.

Kevin Schmitz musste sich nämlich nach einem Sturz erst wieder zurück ins Rennen kämpfen – und beendete dies eben nur auf Platz 15. Der Titel war in Gefahr.

Nun galt es also, sich im zweiten Lauf nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und möglichst viele Punkte zu erfahren. Und das gelang! Mit insgesamt 109 Punkten war aus dem Underdog urplötzlich der Champion geworden.

Saisonfinale Ende September

Mit Spannung fiebert Kevin Schmitz nun dem Saisonfinale am 28. und 29. September in Harsewinkel entgegen, um dort noch einmal alles zu geben. Der Gronauer fährt dann im abschließenden Rennen zwischen Ost und West um den Titel des gesamtdeutschen Meisters. Als Trainingseinheit nutzt Kevin Schmitz unter anderem das Anfang September stattfindende Werner Rennen in Hartenholm bei Hamburg, bei dem nicht weniger als um die 50000 Zuschauer erwartet werden.

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