Schach: Regionalliga
Nachbar-Duell geht an den SC Gronau

Gronau -

Ein „Auf gute Nachbarschaft“ hätten die Schachspieler vom SC Gronau um ein Haar etwas zu wörtlich genommen. Denn im Regionalliga-Duell zitterten sich die Dinkelstädter nach deutlicher Führung am Ende zum 4,5:3,5-Sieg bei der SG Ahaus/Wessum, verhinderten das Remis dank einiger kluger Entscheidungen.

Dienstag, 01.10.2019, 20:00 Uhr
Tons Ellenbroek verlor am zweiten Brett. Dank einiger klugen Entscheidungen zuvor hatte diese Niederlage aber keine Auswirkungen mehr auf den Gesamtsieg.
Tons Ellenbroek verlor am zweiten Brett. Dank einiger klugen Entscheidungen zuvor hatte diese Niederlage aber keine Auswirkungen mehr auf den Gesamtsieg. Foto: Angelika Hoof

Für den ersten vollen Punkt für Gronau sorgte Andre Langendijk. Er hatte in der Eröffnung Bauern für Entwicklungsvorsprung geopfert. Mit einem Läuferopfer auf h7 leitete er den finalen Mattangriff ein, gegen den es keine Verteidigung mehr gab.

Philipp Reckzügel erhöhte kurz darauf auf 2:0. Als ein Bauernverlust bereits unvermeidbar war, hatte sein Gegner in der Hoffnung auf einen Königsangriff die Qualität geopfert. Reckzügel verteidigte sich exakt, und sein Springer auf f7 hielt die Stellung zusammen. Aufgrund des Materialnachteils gab sein Gegner auf.

Mit den schwarzen Steinen hielt Tim Klönne seine Partie immer im Gleichgewicht. Nachdem sich die Stellung vereinfacht hatte, einigte er sich mit seinem Gegner auf ein Remis.

Reinhold und Storck treffen kluge Entscheidungen

Nach einer scharfen Eröffnungsvariante erreichte Jürgen Rothkegel das etwas bessere Endspiel. Mit einem Bauernvorstoß versuchte sein Gegenüber einen schwachen Bauern abzutauschen, doch dadurch büßte er Material ein und musste die Partie aufgeben.

Dr. Klaus Reinhold und Martin Storck vereinbarten danach mit ihren Gegenspielern Remis. Vor allem Storck hatte noch eine komplizierte Stellung auf dem Brett: Er hatte eine Qualität für zwei Bauern erobert. Doch war seinem Kontrahenten aus Ahaus die verbliebene Bedenkzeit zu knapp, um weiterzuspielen.

Dr. Klaus Reinhold hatte in seiner Partie ständig einen leichten Vorteil. Im Sinne des Mannschaftsergebnisses verzichtete er auf Gewinnbemühungen und steuerte ein Remis zum Zwischenstand von 4,5:1,5 bei. Und genau das sollte sich als gute Entscheidung erweisen.

Niederlagen an den Spitzenbrettern

Die beiden Spitzenbretter waren nämlich noch nicht entschieden, aber langsam kippte die Partie zugunsten der Gäste.

Nach ausgeglichenem Partieverlauf geriet Menno Monsma an Brett eins langsam in eine passive Stellung. In einem Springer-Turm-Endspiel verstand es sein Gegenüber, geduldig Zug für Zug den Druck schrittweise zu erhöhen. Zum Schluss musste Monsma ihm zum Sieg gratulieren.

Auch am zweiten Brett lief die Endphase der Partie nicht im Sinne der Gronauer. Ton Ellenbroeks Königsstellung wurde angegriffen, doch er verteidigte sich lange Zeit gut. Als Ellenbroek im Zentrum einen vergifteten Bauern schlug, verlor er entscheidend Material.

Stand der Dinge

Ohne Niederlage liegt der SC Gronau nach zwei Partien auf Rang drei. Die dritte Runde trägt SCG am 9. November aus. Dann ist man zu Gast bei SG Turm Raesfeld/Erle 2, die mit einen Sieg und einer Niederlage startete.

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