Fußball: Kreispokal-Achtelfinale
Irrer Elfer-Wahnsinn an der Vechte

Schöppingen/Epe -

Es gibt gewöhnliche Pokalspiele und manchmal echte Pokalschlachten. Ab und an freuen sich Fußballfans über regelrechte Krimis bis hin zum absoluten Drama. Und dann gibt es seit Donnerstagabend noch die perfekte Steigerung: ASC Schöppingen gegen FC Epe.

Donnerstag, 10.10.2019, 23:00 Uhr aktualisiert: 11.10.2019, 12:52 Uhr
Da kann man schon mal den Überblick verlieren: Der ASC Schöppingen setzte sich im Pokal nach einem dramatischen Elfmeterschießen gegen FC Epe durch. Rafael Figueiredo (kl. Foto) war sprachlos.
Da kann man schon mal den Überblick verlieren: Der ASC Schöppingen setzte sich im Pokal nach einem dramatischen Elfmeterschießen gegen FC Epe durch. Rafael Figueiredo (kl. Foto) war sprachlos. Foto: Stefan Hoof

Denn im Vechtestadion wurden die Zuschauer Zeugen einer unglaublichen Partie, die vermutlich kein einziger so schon jemals erlebt hat.

Im Elfmeterschießen hatte Schöppingens Benedikt Naber gleich den ersten Versuch vergeben. Beim letzten Elfer wiederum verpasste FCE-Akteur Niklas Bruns die Entscheidung. Was dann passierte, war nicht mehr zu toppen. Sowohl die Schöppinger wie auch die Eperaner scheiterten insgesamt jeweils vier Mal aus elf Metern! Gerade so, als wolle überhaupt niemand ins Viertelfinale.

Während für den A-Ligisten schlussendlich Antonius Alfert sich dann doch „erbarmte“, misslang beim FC Epe auch noch Florian Holtkamps Elfer. Nach insgesamt 22 Schüssen in der Krimi-Lotterie stand der ASC Schöppingen als 7:6-Sieger fest. Irre!

Fassungslosigkeit selbst beim Sieger

Selbst die glücklichen Gewinner konnten es kaum in Worte fassen: „Das war heftig“, stammelte ASC-Trainer Rafael Figueiredo. „Ich habe in meiner nicht gerade kurzen Karriere ja schon viel erlebt. So etwas aber noch nie.“

Die Laufbahn seines Gegenübers Andre Hippers ist als Übungsleiter jedenfalls noch sehr jung. Doch was ihm in kürzester Zeit schon in den Bülten widerfahren ist, füllt bereits eine ganze Fußballfibel. „Nach einigen unglücklichen Serien setzt dieser Abend der ganzen Misere die Krone auf. Ich bin fassungslos, was da alles auf uns eingeprasselt ist“, so der FC-Coach hinterher.

Die 90 Minuten vor dem Elfer-Drama sind schneller erzählt. Die erste Hälfte gehörte klar den Hausherren. Der ASC war die bessere Mannschaft und ging nach einem Freistoß dann durch Kapitän Nils Kröger verdientermaßen in Führung (28.).

FC schafft spät den Ausgleich

In einer kampfbetonte Partie hielten die Schöppinger auch zu Beginn der zweiten Hälfte tapfer dagegen. Doch die Kräfte ließen nach – das war zu spüren. Es dauerte bis zur 87. Minute, dann hatte der Bezirksligist in Person von Felix Wobbe doch noch zugeschlagen.

„Die erste Hälfte von uns war noch schlecht. Aber wir wurden immer besser“, kommentierte Andre Hippers den späten Ausgleich. „Der Treffer hätte uns etwas eher gelingen müssen, vielleicht hätten wir dieses Spiel dann regulär noch über die Bühne gebracht.“ So allerdings erlebten alle einen denkwürdigen Abend im Vechtestadion.

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