Handball: Herren Landesliga
Vorwärts Gronau will die Festung verteidigen

Gronau -

Jetzt gilt es, die Festung zu verteidigen. Sechs Spiele stehen für die Landesliga-Handballer von Vorwärts Gronau bis Weihnachten noch auf dem Spielplan, fünf davon tragen sie zu Hause aus – in der Halle 1 an der Laubstiege, die die Blau-Weißen selbst auch gerne als Festung bezeichnen.

Samstag, 02.11.2019, 02:00 Uhr aktualisiert: 02.11.2019, 05:00 Uhr
Die Blicke gehen nach vorne. Die kommenden Wochen werden spannend für Vorwärts Gronau, fünf der nächsten sechs Aufgaben sind an der Laubstiege zu lösen.
Die Blicke gehen nach vorne. Die kommenden Wochen werden spannend für Vorwärts Gronau, fünf der nächsten sechs Aufgaben sind an der Laubstiege zu lösen. Foto: Angelika Hoof

Doch da kommt einiges auf den Vorjahresaufsteiger zu. Mit dem SC Münster 08 am heutigen Samstag um 17.30 Uhr, danach dem TV Verl und TV Friesen Telgte stellen sich der Tabellenfünfte, der Spitzenreiter und der Ligadritte in Gronau vor.

Anschließend gibt im vierten Heimspiel in Serie Ende November der SC Westfalia Kinderhaus seine Visitenkarte ab, dann geht es nach Neuenkirchen, ehe der TV Kattenvenne als letzter Gegner vor dem Jahreswechsel an der Laubstiege anklopft.

Was Trainer Adam Fischer in den kommenden Wochen erwartet, wie er den bisherigen Saisonverlauf beurteilt und wo er Verbesserungen anstrebt, erklärt er im Gespräch mit WN-Redakteur Stefan Hoof.

Vier Heimspiele in Serie, wie kommt es zu dieser ungewöhnlichen Konstellation?

Adam Fischer: Wir hätten am 10. November eigentlich in Verl gespielt. Aber unser Gegner hat uns um einen Tausch des Heimrechts gebeten.

Deine Mannschaft gilt als heimstark. Aber gerade die nächsten drei Gegner haben höheres Landesliga-Niveau. Was gibst du als Ziel vor, was erwartest du?

Fischer: Wir nehmen jeden Punkt gerne mit, aber vier Punkte aus den nächsten vier Spielen wären schon gut. Da sind schon Granaten dabei. Gegen Verl, das ist ein richtiges Brett für uns. Telgte ist ein Schwergewicht der Liga, hat den Anspruch und auch die Möglichkeiten aufzusteigen. Und Kinderhaus, ja, die hab ich höher eingeschätzt. Die werden sich noch fangen – aber hoffentlich erst später nach dem Spiel gegen uns.

Wie beurteilst du den heutigen Gegner?

Fischer: Münster 08 spielt erstaunlich gut mit, hat Telgte 32:30 besiegt und Verl beim 28:31 Paroli geboten. Dabei hatte Münster nach eigenen Angaben eine sehr schlechte Vorbereitung. Mal sehen, was uns heute erwartet.

Ihr habt vor Saisonbeginn routinierte Kräfte gehen lassen müssen. Aber fehlt der jungen Mannschaft nicht jemand, der hin und wieder auch mal deutlich auf den Tisch haut und das Team führt.

Fischer: Darüber haben wir nach unserem letzten Spiel in Hamm gesprochen. Ich wollte dazu auch mal die Meinung der Jungs hören. Aber das kann ich nicht vorgeben. Das muss sich entwickeln, das jemand in die Führungsrolle rutscht.

Fünf Spiele sind gespielt, drei Punkte auf dem Konto. Das ist immerhin einer mehr als im vergleichbaren Zeitraum letztes Jahr. Wie fällt deine Zwischenbilanz aus?

Fischer: Ein Punkt mehr, das ist erst einmal positiv. Trotzdem: drei Punkte, das ist für mich okay, aber ich bin nicht ganz zufrieden. Wir hatten die Möglichkeit, noch vier Punkte mehr zu holen, das wäre das Nonplusultra gewesen.

Was muss unbedingt verbessert werden, um effektiver zu punkten?

Fischer: Wir dürfen die Spiele, die wir im Griff haben, nicht mehr aus der Hand geben. Wir dürfen uns keine Auszeit gönnen oder zu schläfrig aus der Halbzeit kommen. Und in der Abwehr müssen wir unbedingt noch einen Zahn zulegen. Abgesehen von der Partie gegen Ladbergen, die wir 27:17 gewonnen haben, war die Anzahl der Gegentore zu hoch.

Jetzt geht es gegen Münster 08. Was erwartest du heute Abend?

Fischer: Wie eben erwähnt, Münster ist bislang eine der Überraschungsmannschaften in dieser Saison. Und wir haben mit Blick auf die Trainingsbeteiligung eine sehr bescheidene Woche hinter uns. Wobei die Spieler schon triftige Gründe hatten, wenn sie fehlten. So war es eine kleine Beteiligung, sodass wir wiederum im individuellen Bereich viel machen konnten.

Wie sieht der Kader aus?

Fischer: Neben unseren Langzeitverletzten Bastian Hofstedde und Lennard Schmidt, für den diese Saison leider gelaufen ist, fehlt auch Jan Stienemann. Aber zum Glück ist Fabian Moss wieder dabei, der uns noch mehr Möglichkeiten im Rückraum bietet. Leider stellt sich der Kader so von alleine auf, 13 Mann sind dabei.

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