Handball: Landesliga
Vorwärts Gronau steckt im Tabellenkeller fest

Gronau -

Das hatte sich nicht nur Trainer Adam Fischer ganz anders vorgestellt. Statt des erhofften Sieges gegen den SC Münster 08 kassierten die Handballer von Vorwärts Gronau eine bittere 25:30 (10:12)-Heimniederlage. Und stecken nun vorerst im Tabellenkeller.

Montag, 04.11.2019, 19:00 Uhr
Die Landesliga-Handballer von Vorwärts Gronau verloren 25:30 gegen den SC Münster 08. Doch zwischendurch zeigten die Hausherren, das auch ein Sieg möglich gewesen wäre.
Die Landesliga-Handballer von Vorwärts Gronau verloren 25:30 gegen den SC Münster 08. Doch zwischendurch zeigten die Hausherren, das auch ein Sieg möglich gewesen wäre. Foto: Angelika Hoof

Bitter und ärgerlich deshalb, weil diese Schlappe trotz ihrer Deutlichkeit nicht nötig war. Selbst den vollkommen verpatzten Auftakt – Vorwärts erzielte in der ersten Viertelstunde genau einen Treffer – hatten die Blau-Weißen bis kurz vor dem Seitenwechsel (10:11) wieder wettgemacht. „Das kann mal passieren“, maß Trainer Adam Fischer den ersten Minuten noch keine besondere Bedeutung bei. Sein Team holte auf, traf jetzt auch, Deckung und Torwart überzeugten in dieser Phase.

Aber dann lief die Partie ein zweites Mal völlig aus der Bahn (12:20). Davon erholten sich die Gastgeber nicht mehr.

Auch wenn die Anzahl der Gegentore insgesamt erneut zu hoch war (zum fünften Mal in bislang sechs Spielen), passte es zunächst defensiv. Erst im zweiten Durchgang öffneten die Vorwärtsler dem Gegner Tür und Tor, als vorne ein Angriff nach dem anderen abgefangen und von Münster per Tempogegenstoß gnadenlos genutzt wurde.

Besonders eklatant waren aber auch am Samstag die vielen technischen Fehler und erst recht die Abschlussquote. Zwar zeigte Münsters Keeper eine gute Partie, aber in vielen Szenen machten es ihm die Gastgeber auch leicht – oder sie trafen das Tor überhaupt nicht.

Als die Hausherren sich vom Acht-Tore-Rückstand bis auf 25:28 wieder heranpirschten, zeigten sie zumindest, was eigentlich gegen den Tabellendritten möglich gewesen wäre. „Das hätte ein ganz anderes Ergebnis werden können“, erklärte Fischer. „Rein handballerisch hat es ja oft gepasst. Wir sind gut vor das Tor und zu freien Würfen gekommen.“ Aber dann!

„Leider hat sich das so schon in der Woche abgezeichnet. Das ist die Quittung für eine miserable Trainingsbeteiligung. Mit sechs, sieben Leuten ist es schwierig, sich vernünftig auf ein Landesliga-Spiel vorzubereiten“, scheute Fischer die klaren Worte nicht. Und antwortete auf die Frage nach der Zukunft: „Das Team muss über seine Einstellung nachdenken. Und auch die Geschlossenheit ist uns abhanden gekommen.“

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