Handball: Landesliga Männer
Vorwärts ärgert Verl nur eine Viertelstunde

Gronau -

„Heute dürfen wir sicherlich sagen, ohne uns dafür schämen zu müssen: Der Gegner war schlichtweg besser.“ Trotz einer erneuten Niederlage bewertet Trainer Adam Fischer die Lage in der Handball-Landesliga noch lange nicht als dramatisch.

Montag, 11.11.2019, 20:00 Uhr
Gleich der erste Siebenmeter von Marius Schmidt verfehlte sein Ziel nicht. Vorwärts Gronau überraschte Spitzenreiter TV Verl mit einer beherzten Anfangsphase.
Gleich der erste Siebenmeter von Marius Schmidt verfehlte sein Ziel nicht. Vorwärts Gronau überraschte Spitzenreiter TV Verl mit einer beherzten Anfangsphase. Foto: Angelika Hoof

„Natürlich hätten wir gerne zwei, drei Punkte mehr auf dem Konto. Aber der TV Verl ist nun einmal auch nicht unsere Kragenweite.“ Also kam die 25:29 (11:16)-Niederlage aus Sicht der Handballer von Vorwärts Gronau gegen den Klassenprimus nicht sonderlich überraschend. Die Anfangsphase indes schon, weil die Blau-Weißen da Werbung in eigener Sache betrieben.

Das roch fast schon nach einer Wiedergutmachung nach dem schwachen 25:30 gegen den SC Münster in der Vorwoche. So wollte es auch Fischer verstanden wissen: „Die Jungs haben ein klares Signal gegeben, dass diese Vorstellung am Wochenende zuvor ein Ausrutscher war.“

Jedenfalls überrumpelte Vorwärts nach zwei Toren von Marius Schmidt in einer ausgeglichenen Anfangsphase anschließend den Spitzenreiter, der sich die Aufgabe in der Sporthalle an der Eper Gasstraße vielleicht dann doch etwas einfacher vorgestellt hatte. Die Blau-Weißen übernahmen jedenfalls das Kommando, gingen erst 6:3 in Führung, kurz darauf dann 8:4 durch einen von Schmidt verwandelten Siebenmeter.

Fischer fehlt ein Team-Time-Out

Nach 16 Minuten war die Handballwelt der Gronauer also wieder ein Stück weit in Ordnung. Selbst dann noch, als Jan Ibing und Malte Woschkowiak binnen weniger Sekunden per Zeitstrafe auf die Bank verbannt wurden. „Die doppelte Unterzahl haben wir eigentlich noch sehr gut kompensieren können“, entging Adam Fischer anschließend aber die Schwächephase seiner Sieben nicht. „Ich hatte gerade eben erst mein Team-Time-Out gezogen, hätte dann aber ein weiteres sehr gut gebrauchen können“, so der Vorwärts-Coach.

Denn die Vorwärts-Handballer leisteten sich auf einmal viele unnötige Ballverluste, produzierten technische Fehler fast wie am Fließband. Dinge also, die sich eine Mannschaft wie Verl nicht entgehen lässt. „Da haben die Gäste wirklich gezeigt, warum sie zurecht die Landesliga anführen“, so Fischer. Den besagten 4:8-Rückstand verwandelten die Ostwestfalen bis zur Pausensirene in beeindruckender Weise in einen 16:11-Vorsprung. Doch war das auch schon die Vorentscheidung?

Gronaus Handballer setzen ein Zeichen

„Sie hätte es nicht sein müssen, wenngleich das natürlich gegen solch einen Kontrahenten eine Hausnummer ist“, fand der Vorwärts-Trainer. „Aber immer, wenn wir tatsächlich mal dran waren, vielleicht auf zwei Tore Rückstand zu verkürzen, ging das schief. Im Gegenzug schepperte es – und wieder lagen wir mit vier Treffern hinten“, fasste Adam Fischer die zweite halbe Stunde des Spiels treffend zusammen.

Dass sich die Gronauer Handballer jedenfalls nach besten Kräften wehrten, ist nicht von der Hand zu weisen. Den zweiten Durchgang entschieden sie schlussendlich trotzdem mit 14:13 zu ihren Gunsten und setzten somit zumindest ein Zeichen: Das Team ist intakt!

„Solche Spiele und Ergebnisse sind kein Problem“, fand anschließend Adam Fischer, der unterm Strich durchaus einverstanden war mit dieser Vorstellung. „Wirklich wichtig werden aber die Begegnungen, wenn es etwa gegen Neuenkirchen oder auch Kattenvenne geht, gegen Mannschaften also aus dem unteren Drittel. Da müssen wir punkten.“ Und genau diese beiden von Fischer genannten Vereine erwarten die Blau-Weißen im Landesliga-Spielplan noch vor Weihnachten. Schöne Bescherung? Man wird sehen.

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