Fußball: Bezirksliga 11
Patient FC Epe ist genesen

Epe -

Steigende Form und frisches Selbstbewusstsein hatte Andre Hippers bei seiner Mannschaft schon vor der Begegnung diagnostiziert. Damit sollte der Spielertrainer des FC Epe komplett richtig liegen – genauso wie mit dem Rezeptzettel, den er an seine Schützlinge ausgeteilt hatte.

Sonntag, 17.11.2019, 20:00 Uhr
In dieser Szene kommt es gleich zum Zweikampf, den Ricardo Deiters für sich entscheidet. Und nach dem Ballgewinn schickte er dann Philipp Hörst auf die Reise.
In dieser Szene kommt es gleich zum Zweikampf, den Ricardo Deiters für sich entscheidet. Und nach dem Ballgewinn schickte er dann Philipp Hörst auf die Reise. Foto: Angelika Hoof

Die Blauen lösten es gut, nein, richtig gut. Zumindest nach dem Seitenwechsel. Und nach einem 6:1 (3:1) gegen Union Lüdinghausen , dem bis dato mit Abstand deutlichsten Saisonsieg, darf festgehalten werden: Bezirksligist FC Epe scheint vollständig genesen.

Nur übertreiben dürfen es die Bülten-Kicker nicht. Schonung in Sachen Leichtsinn oder Überheblichkeit sollte weiter auf der Tagesordnung stehen. Die Intensivstation Abstiegsränge liegt nach wie vor nur drei Punkte entfernt. Der erste Abschnitt gegen Lüdinghausen sollte außerdem als Warnung gelten.

„Mit den ersten 45 Minuten war ich nämlich nicht einverstanden“, stellte Andre Hippers klar. „Das ist nicht das Spiel, das ich mir vorstelle.“ Es war ein ziemlich ungeordnetes Hin und Her, bei dem zwar der FC viele gute Möglichkeiten noch ausgelassen hatte, aber eben auch dem Gegner sehr viele Chancen gestattete.

Warten auf den Unparteiischen

Woran es lag? „Eventuell an der schlechten Spielvorbereitung“, unkte Hippers. „Erst war kein Schiedsrichter zugegen, dann haben wir uns schon wegen der zu erwartenden, einbrechenden Dunkelheit auf Kunstrasen vorbereitet. Schließlich wollte der Unparteiische doch auf Rasen spielen lassen. Ich muss sagen: Das war schon schwierig für alle. Aber für Lüdinghausen, das eine sehr weite Anreise hatte, tat mir es besonders leid.“

Wenn auch dem Trainer die Vorstellung im ersten Abschnitt weniger gefiel – die Fans kamen voll auf ihre Kosten. Erst schickte Ricardo Deiters Philipp Hörst auf die Reise, der schon nach drei Minuten auf 1:0 stellte. Die Gäste benötigten aber selbst lediglich vier Minuten, um mit dem 1:1 zu antworten (7.).

Reus mit Außenrist, Hippers per Ecke direkt

Sehenswert war dann die erneute Führung der Blau-Weißen, als Julian Reus per Außenrist den Ball unter die Latte platzierte (17.). Und nachdem Felix Wobbe sogar noch das 3:1 bejubelte (40.), ging es aus Eper Sicht nach dem Geschmack von Hippers „mit einem etwas glücklichen Zwei-Tore-Vorsprung in die Kabine“.

Den jedoch rechtfertigten die Hausherren in den Bülten mit einer starken Vorstellung nach der Pause. Hippers selbst verwandelte da einen Eckball direkt (52.). Hörst trug sich ein weiteres Mal in die Torschützenliste ein (63.). Jannik Holtmann machte das halbe Dutzend schließlich perfekt (79.).

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