Schach: Regionalliga
SCG verspielt 3:0-Führung

Gronau -

Der SC Gronau hatte den Sieg schon vor Augen. Doch nach einer 3:0-Führung wurde die Heimpartie gegen den SC Bocholt noch verloren. Bitter für die Gastgeber, die vor dieser vierten Spielrunde ebenso wie der SCB noch ungeschlagen waren.

Dienstag, 03.12.2019, 16:58 Uhr aktualisiert: 04.12.2019, 09:19 Uhr
André Langendijk bescherte dem SC Gronau einen von drei Siegen. Doch nach einer 3:0-Führung lief bei den Gastgebern plötzlich nichts mehr zusammen und die Partie wurde noch verloren.
André Langendijk bescherte dem SC Gronau einen von drei Siegen. Doch nach einer 3:0-Führung lief bei den Gastgebern plötzlich nichts mehr zusammen und die Partie wurde noch verloren. Foto: aho

Fast drei Stunden tat sich wenig. Achim Bündgen an Brett 2 machte Druck auf dem Damenflügel und kam durch einen Figurentausch zu einem deutlichen Vorteil, den er zum 1:0 nutzte.

Philipp Reckzügel (6) gewann zeitgleich mit Andre Langendijk an Brett 5. Reckzügel kam gut aus der Eröffnung, gewann Turm gegen Läufer. Der Rest war für ihn Routine. Langendijk setzte einen einzelnen isolierten Bauern im Zentrum unter Druck. Sein Kontrahent geriet zudem in Zeitnot. Als der Bauer verloren ging, war die Gegenwehr gebrochen.

Niemand zweifelte beim Zwischenstand von 3:0 am Gronauer Erfolg. Doch dann erfolgte aus unerklärlichen Gründen ein totaler Einbruch. Menno Monsma (1) hatte eine vollkommen ausgeglichene Stellung erreicht, fiel aber auf eine Verwicklung herein.

Boris Tsoukkerman (8) kam gut aus der Eröffnung heraus, fand aber nicht den Weg, um seine Partie nach Hause zu bringen. Jürgen Rothkegel (7) kam zwar mit den schwarzen Figuren unter Druck, fand aber bis fast zum Schluss immer die richtigen Verteidigungszüge: Aber nach einem Verlust des Läufers verlor auch er.

Plötzlich hieß es 3:3. Brett 3 und 4 spielten noch, beide Gronauer hatten Stellungsvorteile.

Martin Lütkehermölle (3) erspielte sich Vorteile, doch dann platzierte er einen Springer und Läufer so stark ins Abseits, dass sie gar nicht mehr mitspielten. Sein Gegner holte zum Gegenschlag aus und drohte, einen Bauern zur Dame umzuwandeln. Das war nur noch durch einen Figurenverlust zu verhindern. So ging auch diese Partie verloren.

Nun lag es an Martin Storck (4) zu retten, was zu retten war. Er spielte einen starken Königsangriff, doch einen Läufereinschlag auf Bauer f7, der zum Gewinn geführt hätte, übersah er. Nun startete sein Gegner den Gegenangriff. Ein Gewinn war für Storck nicht mehr möglich, er musste sich in einem Doppelturmendspiel mit Minusbauern durch Zugwiederholung in ein Remis retten.

Damit war dieser unglaubliche Kampf verloren. Noch ärgerlicher wurde es, weil die Konkurrenz aus Rheine gegen Ahaus mit einem 4:4 einen Punkt liegen ließ. SK Münster IV steht nun überraschend mit 7:1-Punkten vorne vor Rheine und Bocholt (6:2) und Gronau und Ahaus (5:3).

Am 11. Januar will der SC Gronau in Metelen punkten, um in seinem Jubiläumsjahr 2020 auf Tuchfühlung zum oberen Drittel zu bleiben.

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