Deutsche Bouncerball Liga
TV Epe holt Meistertitel und Henkelpott

Epe -

Großer Jubel beim TV Westfalia Epe. Erstmals in der gut achtjährigen Geschichte der Bouncerball-Abteilung holte eine Eper Mannschaft den Meistertitel. Und das Drehbuch zum Titelgewinn hätte niemand spannender schreiben können.

Dienstag, 10.12.2019, 17:16 Uhr aktualisiert: 11.12.2019, 16:44 Uhr
So jubelten die Eperaner Bouncerball nach dem Gewinn der Meisterschaft. Oben von links: Ilka Weyck, Lukas Kleine, Michael Steinmann, Finn Schreiber, Sven Vortkamp, Sebastian Kleine, Henrik Steven. Unten von links: Timo Leusing, Luca Dinkelborg, Nele Röller, Sarah Klümper, Marco Wittnebel, Tom Jöcker, Clara Glasmacher, Daniel Kottig, Philipp Pfeiler, Marcel Depenbrock, Noel Buscholl.
So jubelten die Eperaner Bouncerball nach dem Gewinn der Meisterschaft. Oben von links: Ilka Weyck, Lukas Kleine, Michael Steinmann, Finn Schreiber, Sven Vortkamp, Sebastian Kleine, Henrik Steven. Unten von links: Timo Leusing, Luca Dinkelborg, Nele Röller, Sarah Klümper, Marco Wittnebel, Tom Jöcker, Clara Glasmacher, Daniel Kottig, Philipp Pfeiler, Marcel Depenbrock, Noel Buscholl. Foto: privat

Im Finale standen sich der Rekordmeister und ewige Herausforderer gegenüber. Die Entscheidung fiel erst wenige Sekunden vor Turnier- und damit zugleich Saisonende. Und den Siegtreffer markierte ausgerechnet ein Gründungsmitglied der Eper Bouncerball-Abteilung. Bouncerball-Wahnsinn!

Letztlich gingen der TV Westfalia Epe und der mehrmalige Meister SC Nienberge sogar punktgleich durchs Ziel. Auch der direkte Vergleich am Samstag beim letzten Saisonturnier in Dortelweil (nahe Frankfurt a. M.) endete unentschieden. Mit dem feinen Unterschied, dass Nienberge das Vorrundenspiel, Epe das Finale gewann. Damit zog der TV Westfalia in der Gesamtbilanz im letzten Moment mit Nienberge nach Punkten gleich, die Anzahl der Turniersiege sprach mit 2:1 für die überglücklichen Eperaner.

„Es war klar: Wer hier gewinnt, fährt mit dem Henkelpott nach Hause und darf sich Deutscher Meister nennen“, bestätigte Epes Abteilungsleiter Daniel Kottig , dass alle auf den Showdown zwischen Nienberge und Epe fokussiert waren. Und so kam es auch.

Zwar musste der TV Epe in der Gruppenphase eine 0:2-Schlappe einstecken, gewann aber jedes weitere Gruppenspiel und qualifizierte sich als Gruppenzweiter für das Halbfinale.

Alles lief auf den „Classico“ des Bouncerballs zu, doch zuvor musste der TV Epe noch mal eben gegen den Titelverteidiger bestehen. Mit 1:0 wurde aber auch das Team aus Marburg in die Schranken gewiesen.

Damit war das Traumfinale zwischen dem sechsfachen Champion aus Nienberge und dem fünffachen Vizemeister aus Epe perfekt.

Westfalia Epe wird Dritter

Mit Westfalia Epe spielte auch die Reserve des neuen deutschen Meisters ein erfolgreiches Turnier und überzeugte mit der Teilnahme am Halbfinale.Als Viertplatzierter nach der Gruppenphase traf Westfalia auf Rekordmeister Nienberge. Trotz starker Leistung verlor Westfalia.Damit ging es im „kleinen Finale“ gegen Vorjahresmeister Marburg, der im zweiten Halbfinale dem TV Epe lange Paroli geboten hatte.Früh ging Westfalia Epe in Führung, wähnte sich mit 5:1 bei noch zwei Minuten Spielzeit in Sicherheit. Doch Marburg bewies Teamgeist und glich zum 5:5 aus. Es sah nach einem Penalty-Shoot-out aus, da markierte Westfalia Sekunden vor Schluss den 6:5-Siegtreffer. : Luca Dinkelborg, Clara Glasmacher, Finn Schreiber, Henrik Steven, Ilka Weyck, Lukas Kleine, Sebastian Kleine, Nele Röller, Sarah Klümper, Tom Jöcker

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„Wir haben uns wochenlang akribisch vorbereitet. Unser Motto: Wenn nicht hier, wo dann?“, bestätigte Kottig die Eper Ambitionen. „Denn Dortelweil liegt uns, dort haben wir bislang von fünf Turnieren vier gewonnen“, erläuterte Kottig den „gefühlten Heimvorteil“.

Der TV Epe startete auch furios, ging schnell 1:0 in Führung. Es war das erste Gegentor des gesamten Turniers für die starke, junge Mannschaft aus Nienberge. Sogar das 2:0 gelang Epe. Aber in der offenen Partie mit Chancen auf beiden Seiten gab sich der Rekordmeister nicht so schnell geschlagen und verkürzte auf 2:1. Mit dem Ausgleich zwei Minuten vor Spielende war alles wieder auf Null gestellt.

Wer traute sich jetzt noch aus der Deckung? Die Spannung war nicht zu überbieten. Es ging in die letzte Spielminute. Die Sekunden verstrichen. Und ja, der TV Epe riskierte noch einen Angriff, wollte unbedingt dieses eine Tor, um nicht die siebte Vize-Meisterschaft feiern zu müssen.

Dann war es ausgerechnet „Mr. Bouncerball“ persönlich, Daniel Kottig, Spielertrainer und Abteilungsleiter zugleich, der sich ein Herz fasste und die Eperaner in kollektiven Jubel versetzte. Sein Treffer zum 3:2 zehn Sekunden vor dem Schlusspfiff entschied die Saison, katapultierte den TV Epe auf den Thron – zum ersten Mal.

Mit dem Henkelpott in den Händen begann die Party noch in Dortelweil. Auf diesen Moment hatten die Eperaner so sehnsüchtig gewartet.

TV Epe : Timo Leusing, Sven Vortkamp, Phillip Pfeiler, Noel Buscholl, Michael Steinmann, Marco Wittnebel, Daniel Kottig

Das Endergebnis

Elf Mannschaften nahmen an den vier Turnieren teil. Nach sechs Nienberger Titelgewinnen in Folge hatte zuletzt das Uni-Team aus Marburg zweimal den Henkelpott geholt. Die neunte Ausspielung sah erstmals den TV Epe in der Endabrechnung ganz vorne, hauchdünn vor dem punktgleichen Rekordmeister:1. TV Epe 40 Punkte (2 Turniersiege); 2. SC Nienberge 40 P. (1 Turniersieg); 3. Uni Marburg I 33 P. (1 Turniersieg); 4. Westfalia Epe 22 P.; 5. Uni Marburg II 19 Punkte; 6. Funball Dortelweil 14 P.; 7. Heidelberg 5 P.; 8. Epe 07 4 P.; 9. TSG Köppern 4 P.; 10. Blaulichtbouncer Mettmann 3 P.; 11. Funball Dortelweil II 3 P.Die SG Jagus Rhade, Uni Emden, Uni Göttingen, ASC Lengerich, Sharks Scharfenberg und SG Bühl nahmen in diesem Spieljahr nicht teil.

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