Schießen: Luftgewehr Westfalenliga
VSS Epe holt den Meistertitel

Epe -

Mit dem alles entscheidenden 3:1-Sieg gegen Buer-Bülse 3 hat eine spannende Saison in der Luftgewehr-Westfalenliga für die Vereinigten Sportschützen Epe ein Happy End gefunden. Zum Abschluss waren wegen eines technischen Defekts besonders starke Nerven gefragt.

Dienstag, 14.01.2020, 14:34 Uhr aktualisiert: 15.01.2020, 13:24 Uhr
VSS Epe feiert erstmalig die Meisterschaft in der Westfalenliga. Dabei setzte sich die Mannschaft, die von einigen Fans und der 2. Mannschaft auf dem Schießstand in Recklinghausen unterstützt wurde, mit 3:1 gegen Buer-Bülse 3 durch.
VSS Epe feiert erstmalig die Meisterschaft in der Westfalenliga. Dabei setzte sich die Mannschaft, die von einigen Fans und der 2. Mannschaft auf dem Schießstand in Recklinghausen unterstützt wurde, mit 3:1 gegen Buer-Bülse 3 durch. Foto: Verein

Aber VSS Epe hielt dem Druck stand. „Endlich der Meistertitel“, jubelten schließlich die Schützinnen, Trainer, Betreuer und Fans, als die Entscheidung schwarz auf weiß präsentiert wurde. In der Vereinsgeschichte ist es das erste Mal, dass der Titel in der Westfalenliga gewonnen wurde.

Schon am Austragungsort in Recklinghausen ließen es die Eperaner und ihr Anhang nach der offiziellen Pokalübergabe richtig krachen. „Das war inklusive des letzten Duells eine harte Spielzeit, die uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird“, sagte VSS-Trainerin Christiane Broders . „Die Schützinnen haben voll fokussiert das Ziel erreicht, darüber bin ich ganz besonders stolz“, fasste Broders im Namen des Trainerstabs das Lob für die Anstrengungen zusammen.

„Das Team hat sich mit diesem Erfolg ein Denkmal gesetzt, dafür gilt allen großer Respekt“, fand auch VSS-Vorsitzender Dirk Terbahl sofort lobende Worte.

Und die Begegnung gegen Buer-Bülse 3 hatte es in sich. An vier Positionen ergab sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das fünfte Duell zwischen Katharina Rekers (Epe) und Jamie Jo Ann Wagner dauerte wegen eines technischen Defekts der elektronischen Anlage nur kurz und wurde letztlich durch den Wettkampfleiter abgebrochen.

Für Lucy Werner, Marjolein Klaver, Sophia Benterbusch und Leonie Kühlkamp hieß es somit doppelt Gas zu geben, um sich den Traum von der Meisterschaft zu erfüllen.. Bis auf Klaver, die sich mit 384:388 Ringen Alexander Bohlenz geschlagen geben musste, gelang dieses Vorhaben unter stetiger Anfeuerung der Zuschauer.

Werner legte 387 Ringe vor, an die Janine Peters mit 385 Ringen nicht mehr herankam. Dieselbe Strategie hatte auch Benterbusch, die zügig 382 Ringe auf der Ergebnistafel stehen hatte. Danièlle Lutke Willink stand nach einer längeren Wettkampfpause unter Zugzwang und zeigte sich in der Aufholjagd zu nervös. Im letzten Schuss vergab sie mit einer „7“ die Chance auf einen Einzelpunkt und unterlag hauchdünn mit 381 Ringen.

Souverän brachte Leonie Kühlkamp (387:384) ihren Punktgewinn gegen Jasmin Adrians durch, wobei sie schon zu Beginn mit einer 100er-Serie die Marschrichtung eindrucksvoll vorgab.

Nachdem VSS mit 3:1 das Gesamtduell für sich frühzeitig entschieden hatte, waren sich alle einig, dass das Duell an Position eins zwischen Rekers und Wagner nicht mehr für eine Gesamtentscheidung ausgetragen werden musste, was nur Ergebniskosmetik bedeutet hätte.

Gesamtsieger und Meister der Westfalenliga wurde somit VSS Epe vor den Mitbewerben Hubertus Elsen 3 und Deiringsen, die ihre letzten Vergleiche mit 3:2 gegen Holzwickede und Lennetal siegreich beendeten.

In den nächsten Wochen werden sich die Eperanerinnen aber nicht ausruhen, sondern weiter trainieren. Am 23. Februar könnte die bislang perfekte Saison noch gekrönt werden. Zusammen mit dem SV Deiringsen geht es im Landesleistungszentrum in Dortmund um den Aufstieg in die 2. Bundesliga, in der die Eperaner ja schon einmal eine Saison lang mitschießen durften.

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