Quidditch-Nationalmannschaft zu Gast in Schöppingen
Die Jagd nach dem goldenen Schnatz

Schöppingen -

Wenn Seeker, Chaser, Keeper und Beater sich auf dem Kunstrasenplatz des ASC Schöppingen ein Stelldichein geben, ist die deutsche Quidditch-Nationalmannschaft nicht mehr weit. Das Team hat schon jetzt die WM im Juli im Blick.

Sonntag, 19.01.2020, 11:18 Uhr aktualisiert: 20.01.2020, 10:56 Uhr
Die Nationaltrainer Christian Plesker (3.v.l.) und Lisa Struck hatten zum ersten Trainingslager des neuen Jahres erneut nach Schöppingen eingeladen. Die Mannschaft bereitet sich auf die Weltmeisterschaften in den USA vor.
Die Nationaltrainer Christian Plesker (3.v.l.) und Lisa Struck hatten zum ersten Trainingslager des neuen Jahres erneut nach Schöppingen eingeladen. Die Mannschaft bereitet sich auf die Weltmeisterschaften in den USA vor. Foto: Angelika Hoof

So auch an diesem Wochenende, als die Nationaltrainer Christian Plesker und Lisa Struck zum ersten Trainingslager des Jahres 2020 eingeladen haben. Der Kontakt zum ASC ist - wie bereits im letzten Jahr - über die beiden Schöppingerinnen Nicole und Simone Otten zustande gekommen, die selbst Quidditch spielen.

„Die Location in Schöppingen ist ideal. Wir können hier alle gemeinsam in einer Turnhalle übernachten, was den Zusammenhalt stärkt. Und der Kunstrasenplatz ist einfach ein Traum“, betont Christian Plesker (Darmstadt).

Insgesamt 45 Auswahlspieler aus 14 über ganz Deutschland verstreuten Vereinen nehmen am Wochenende an der Maßnahme teil, um sich auf die Quidditch-Weltmeisterschaft vorzubereiten.

Quidditch-Nationalmannschaft zu Gast in Schöppingen

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Die weltmeisterliche Jagd nach dem Goldenen Schnatz steigt am 18. und 19. Juli in Amerika, genauer gesagt in Richmond (Virginia). „Die Zeit drängt, da wir uns nach weiteren Trainingslagern und einem Vorbereitungsturnier im März in Paris für einen 25-köpfigen Kader entschieden haben müssen“, so der Darmstädter.

Nachdem die Aktiven vormittags neue Angriffs- und Verteidigungsformationen kennengelernt haben, gilt es diese nachmittags in die Praxis umzusetzen. Bei fünf Grad und einem kalten Wind rollt bereits der erste Angriff der gemischten Mannschaften.

Wer Quidditch jedoch aus den fiktiven Harry Potter Filmen kennt, wird in der Realität rasch eines Besseren belehrt. Quidditch, entdeckt als Spiel auf dem Besen, wird entzaubert zu einem schnellen Vollkontaktsport. Anstelle eines „fliegender Nimbus 2000“ haben die Spieler Plastikstäbe zwischen den Beinen und auch ohne Zauberumhang, Eulen und magischen Zaubersprüchen ist Spaß bis zuletzt garantiert.

Chaser rennen über das 22 x 33 Meter große Spielfeld, um mit dem Quaffel (Volleyball) Punkte zu erzielen, indem sie diesen durch einen der drei unterschiedlich hoch angebrachten Ringe des Gegners werfen. Doch auch das gegnerische Team schaut nicht tatenlos zu und nutzt die drei Klatscher (Dodgeball), um durch Abwerfen des Gegners dessen Spielfluss zu unterbrechen.

„Das wirkt beim ersten Mal sowohl für Einsteiger, als auch für Zuschauer ziemlich verwirrend. Aber schon bald bekommt man einen Blick für diese Ausdauersportart, die Elemente aus Rugby, Handball und Völkerball in sich vereint“, erläutert Christian Plesker das bunte Treiben auf dem Feld.

Im Juli treten die Deutschen dann mit rund 20 Nationen in Wettstreit um den Weltmeistertitel, den die USA schon drei Mal (2012 in Oxford, 2014 in Burnaby und 2018 in Florenz) gewinnen konnte. Lediglich 2016 bei der WM in Frankfurt/Main mussten die Amerikaner den Australiern den Vortritt lassen.

„Nachdem wir letztes Jahr Rang vier bei den European Games in Bamberg für uns verbuchen konnten, wäre ein Platz unter den Top 5 bei der WM schon schön“, legt Nationaltrainer Christian Plesker die Messlatte hoch.

Die Teilnahme an der WM stellt indes nicht nur sportlich eine Herausforderung für das deutsche Team dar. Da Quidditch nämlich in Deutschland nicht professionell gespielt wird, muss jeder Sportler die Kosten für Flug und Unterkunft selber tragen. Willkommen im Amateursport.

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