Handball: Vorwärts Gronaus Trainer besuchten DHB-Workshop in Kiel
Frisches Wissen wurde gleich in die Praxis umgesetzt

Gronau -

Gleich mit elf Trainern nahm die Handballabteilung von Vorwärts Gronau am 1. DHB-Workshop 2020 in Kiel teil und nutzte die Gelegenheit, mal über den eigenen Tellerrand zu schauen.

Freitag, 24.01.2020, 16:56 Uhr aktualisiert: 26.01.2020, 16:58 Uhr
Mit elf Trainern nahm die Handballabteilung von Vorwärts Gronau an einem Workshop in Kiel teil.
Mit elf Trainern nahm die Handballabteilung von Vorwärts Gronau an einem Workshop in Kiel teil. Foto: Verein

Die Fortbildung stand unter dem Motto „Fokus Abwehrspiel - von individuell bis kollektiv“. Dazu fanden sich 50 Teilnehmer im Leistungszentrum des THW Kiel in Altenholz ein. Da die Schulung auch zur Verlängerung der A- und B-Lizenzen diente, waren auch einige Trainer aus erster und zweiter Bundesliga sowie Auswahltrainer anwesend. Das machte es für die Gronauer nur noch interessanter.

Nebenbei wurden auch mal gleich die Englisch-Kenntnisse wieder geschult. Ole Bitsch (Viborg FH, Dänemark) erläuterte in seinem Vortrag „Which individual skills and abilities are needed to play defense in modern Handball?“ den dänischen Weg der Abwehrausbildung. „Dabei wird hoher Wert auf die Unterbrechung des Spielflusses der angreifenden Mannschaft gelegt“, fasste Karola Westhof die Inhalte zusammen.

Nach dieser theoretischen Ausbildung ging es zu zwei Trainingseinheiten in die Sporthalle. Dort wurde mit der männlichen U19 des THW Kiel anhand praktischer Übungen das gerade erarbeitete Wissen in die Praxis umgesetzt.

Am zweiten Tag unterrichtete Klaus-Dieter Petersen. Vielen Handballern ist er aus seiner Zeit beim THW Kiel und der Nationalmannschaft bekannt, mit der er 2004 Europameister und im gleichen Jahr in Athen Silbermedaillengewinner bei den Olympischen Spielen wurde. Zum Thema „Entwicklung von Abwehrspielern im Aufbau- und Anschlusstraining“ gab es erst einen theoretischen Einblick, ehe eine erste praktische Trainingseinheit in der Halle folgte.

Damit nicht genug, auch um die Keeper ging es. „Torwarttraining im Aufbau- und Anschlusstraining“ wurde in einer Praxiseinheit mit Matthias Reckzeh und den Jugendtorwarten des THW Kiel demonstriert.

Abschließend stand noch eine theoretische und praktische Lehreinheit zum Thema „Abwehrspielfähigkeit entwickeln“ auf dem Stundenplan. Dazu dozierte Dr. Alexander Koke, A-Lizenz Inhaber und EHF-Mastercoach. Im Deutschen Handball Bund ( DHB ) ist er auch als Assistent von Jugendbundestrainer Erik Wudke im DHB-Trainerteam für die Ausbildung der männlichen Nachwuchsspieler zuständig.

„Insbesondere die praktischen Einheiten begeisterten uns Trainer“, waren sich die elf Gronauer einig, „viele der gezeigten Übungen sind auch in unseren Mannschaften umzusetzen.“

Insbesondere beeindruckte, wie akribisch Bewegungsabläufe den Spielern nahe gebracht und erläutert wurden, welche Korrekturen erfolgten oder wie durch gezielte Fragen mit den Spielern verschiedene Lösungsansätze des Abwehrverhaltens entwickelt wurden.

„Auch wenn wir als Breitensportverein nicht alles eins zu eins kopieren können, gab es viele neue Anregungen, die auch unser Training und unsere Spieler verbessern werden“, bilanzierte Karola Westhoff: „Dieser Lehrgang war aus unserer Sicht ein voller Erfolg.“

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