Handball: Bezirksliga Frauen
Der Matchplan geht voll auf

Gronau -

„Das hat einfach richtig Spaß gemacht!“ Für Trainerin Stefanie Kömmelt und ihre Spielerinnen hat sich die Reise Richtung Teutoburger Wald vollauf gelohnt. Denn bei der HSG Hohne/Lengerich feierte Vorwärts Gronau in der Handball-Bezirksliga mit 33:16 (19:9) seinen bis dato deutlichsten von mittlerweile fünf Saisonsiegen.

Montag, 27.01.2020, 20:00 Uhr
Nachdem die Handballerinnen von Vorwärts Gronau defensiv bei der HSG Hohne/Lengerich richtig zupackten, gewannen sie die Partie am Ende sehr deutlich mit 33:16.
Nachdem die Handballerinnen von Vorwärts Gronau defensiv bei der HSG Hohne/Lengerich richtig zupackten, gewannen sie die Partie am Ende sehr deutlich mit 33:16. Foto: Uwe Wolter

Viel wichtiger: Im Rennen um den Klassenerhalt waren diese zwei Punkte ein großer Meilenstein, denn so bauten die Vorwärtslerinnen den Vorsprung auf die HSG und Schlusslicht TV Borghorst auf aktuell acht Zähler auf.

„Als Pflicht hatten wir uns ein absolutes Tempospiel vorgenommen. Die Kür sollte aus einer soliden, aber fordernden Abwehrarbeit bestehen, auch wenn die uns viel Kraft und Konzentration abverlangen würde“, erläuterte Kömmelt den Matchplan. Und ihre Schützlinge hatten ganz genau zugehört. Denn besser hätten Gronaus Handballerinnen wirklich nicht in die Partie starten können.

Nach nicht einmal einer Viertelstunde lagen die Vorwärtslerinnen nämlich schon mit 11:1 vorne. Lena Baumann mit fünf, Jula Ebbert mit vier und Rebecca Braun mit zwei Treffern waren von der HSG-Defensive anfangs gar nicht in den Griff zu kriegen. „Als der Anpfiff ertönte, waren wir voll da. Unser Team hat auf der Platte genau das umgesetzt, was wir vorgegeben haben“, lobte Kömmelt die bärenstarke Auftaktphase.

Lob von allen Seiten

Kampflos ergeben allerdings wollten sich die Gastgeberinnen, die auf zwei wichtige Rückraumspielerinnen verzichten mussten, nicht. Immer wieder probierte die HSG es mit wechselnden Abwehrsystemen, immer auf der Suche nach einem passenden Rezept gegen Gronaus überzeugende Offensivleistung. Doch was Hohne/Lengerich auch unternahm – es war nicht von Erfolg gekrönt. Vorwärts ging mit einem 19:9-Vorsprung in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel wurde es etwas ruppiger. „Das war seitens unserer Gegnerinnen vermutlich mehr Hilflosigkeit denn böse Absicht“, meinte Stefanie Kömmelt später. Ihre Spielerinnen jedenfalls machten keine großen Anstalten, einen Gang zurückzuschalten. Nach 40 Minuten stand es 24:11, nach 50 Minuten 29:15. Und als die Schlusssirene ertönte, stand ein 33:16-Auswärtserfolg auf der Anzeigetafel.

„Was meinen Schützlingen besonders gut getan hat, war das Lob von allen Seiten für diese wirklich absolut geschlossene Mannschaftsleistung“, so Trainerin Kömmelt. „Fehlerfrei waren wir allerdings nicht. Unser schlechtes Überzahlspiel werden wir angehen und verbessern müssen. Es gibt also keinen Grund sich auszuruhen. Aber jetzt die tolle Leistung feiern und genießen – das ist völlig in Ordnung.“

(Fast) Spielfreies Wochenende

In der Handball-Bezirksliga der Frauen bleibt im Münsteraner Meisterschaftskampf der Sportclub dem Team von Spitzenreiter Sparta auf den Fersen. Während sich der Tabellenführer im Spitzenspiel beim Vierten BSV Roxel mit 30:27 durchsetzte, gelang dem SC Münster ein hauchdünner 22:21-Heimsieg gegen Westfalia Kinderhaus 2. Am Tabellenende kassierte der TV Borghorst derweil seine elfte Saisonpleite, verlor 20:26 bei der DJK Eintracht Coesfeld VBRS 2 und bleibt damit weiter bei nur zwei Punkten stehen. Am kommenden Wochenende pausiert die Frauen-Bezirksliga mit Ausnahme einer vorgezogenen Partie zwischen SC Münster und Coesfeld 2. Vorwärts Gronau ist somit erst am 8. Februar wieder im Einsatz. Dann aber wird es schwer beim Tabellendritten TSV Ladbergen.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7221796?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35322%2F
Nachrichten-Ticker