Fußball: Bezirksliga 11
Vorwärts Epe wird für mutige Leistung beinahe nicht belohnt

Epe -

Mit einem 3:2-Erfolg über Spitzenreiter TuS Haltern 2 legte Vorwärts Epe einen tollen Start nach der Winterpause hin. Doch beinahe wäre diese gute Leistung der Mannschaft nicht belohnt worden. Die Partie stand kurz vor dem Abbruch durch den Schiedsrichter.

Montag, 17.02.2020, 19:16 Uhr aktualisiert: 18.02.2020, 18:12 Uhr
Kevin Husha wurde von Dirk Bültbrun in der Defensive aufgeboten. Der Youngster machte seine Sache ausgezeichnet und ließ auf seiner Seite nicht viel zu.
Kevin Husha wurde von Dirk Bültbrun in der Defensive aufgeboten. Der Youngster machte seine Sache ausgezeichnet und ließ auf seiner Seite nicht viel zu. Foto: Stefan Hoof

Die Aufforderung von André Bügener war unmissverständlich: „Würdest du den Platz verlassen, bitte.“ Mit diesen Worten verwies der Geschäftsführer von Vorwärts Epe am Sonntag ein Vereinsmitglied vom Gelände am Wolbertshof.

Bügener tat dies auch in der Hoffnung, dass der Schiedsrichter danach die Partie zwischen Vorwärts Epe und TuS Haltern 2 fortsetzen würde. Die Gastgeber führten zu diesem Zeitpunkt 3:1 gegen den Bezirksliga-Spitzenreiter.

Vier Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit hatte Dennis Röhrs die Begegnung nach einer verbalen Ausein­andersetzung zwischen diesem Zuschauer und den Gästen abbrechen wollen und zugleich einen Sonderbericht angekündigt. Erst nach einem Gespräch mit beiden Trainern änderte er seine Meinung und pfiff das Spiel nach einigen Minuten Unterbrechung wieder an.

Ich war nicht direkt dabei, ich kann das nicht beurteilen.

André Bügener

Als Röhrs das Spielfeld verlassen und zur Schiedsrichterkabine geeilt war, ließ sich Bügener die Situation vom Referee erklären. „Ich war nicht direkt dabei, ich kann das nicht beurteilen. Auf jeden Fall scheint da irgendwas vorgefallen zu sein“, sagte Bügener danach.

Kommentar: Halterns Trainer zeigt Größe

Der Aufruf an die Fans steht erst seit ein paar Tagen auf der Vereinshomepage von Vorwärts Epe: „Zeigt Respekt – Respekt gegenüber Schiedsrichtern. Respekt ist ein Grundwert, den wir jedem Gast auf unserer Sportanlage entgegenbringen sollten.“ Wie aktuell und angebracht diese Zeilen sind, zeigte sich am Sonntag gleich zu Wiederbeginn der Punktspielrunde. Die Beleidigungen der Gäste durch ein Vereinsmitglied von Vorwärts Epe sind – sollten sich die Vorwürfe so bestätigen – nicht zu akzeptieren. In einer Spruchkammersitzung wird Genaueres ans Tageslicht kommen. Der Schiedsrichter kündigte dazu einen Sonderbericht an. Zugleich wird Vorwärts Epes Vorstand diesen Vorfall aufarbeiten müssen. Hochachtung ist dem Spitzenreiter TuS Haltern, allen voran Trainer Timo Ostdorf, zu zollen. Die drohende Niederlage vor Augen, den Schiedsrichter zu bitten, das Spiel fortzusetzen, zeugt von Größe.

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Epes Spieler Marcel Deelen bestätigte nach dem Abpfiff ein Wortgefecht zwischen einem Zuschauer und dem Halterner Linienrichter, das Auslöser dieses Vorfalls gewesen sein soll. Ein Halterner Spieler sprach von „Beleidigungen unter aller Kanone“. Ein Fall für die Spruchkammer.

Trainer gehen zum Schiedsrichter

Für Haltern wäre es in diesem Moment wohl ein Leichtes gewesen, der zweiten Saisonniederlage zu entgehen. Zuletzt hatte der Spitzenreiter Mitte August in Billerbeck ein Punktspiel verloren, danach bis auf ein Unentschieden gegen TuS Wüllen alle Spiele für sich entschieden. Halterns Coach ging jedoch mit Epes Trainer Dirk Bültbrun zum Schiedsrichter, um um eine Fortsetzung des Spiels zu bitten.

So wurde Vorwärts Epe doch für eine starke und mutige Leistung gegen den Klassenbesten belohnt. Haltern kam in der Nachspielzeit nur noch auf 3:2 heran.

Vorwärts Epe besiegt Bezirksliga-Spitzenreiter TuS Haltern II

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Nach einem ausgeglichenen, an Höhepunkten eher armen Spielverlauf vor dem Seitenwechsel hatte Bültbrun („Man hatte schon das Gefühl, dass Haltern heute noch nicht so im Rhythmus ist, dass man sie nicht schlagen könnte“) umgestellt. So ließ der Coach im zweiten Durchgang gegen die beste Abwehr der Liga statt mit zwei nun mit drei Stürmern – Nick van Wezel, Aleksandar Temelkov, Leon Kerne­beck – angreifen. Dazu gesellten sich im offensiven Mittelfeld Vincent Wenker und Florian Albers.

Vorwärts lässt kaum Chancen zu

Mit einem Doppelschlag durch den zweifachen Torschützen Wenker (2., 58.) und Kerne­beck (60.) stellten die Grün-Weißen die Weichen auf Sieg. „Es ist das aufgegangen, was wir uns vor dem Spiel vorgenommen haben. Aufgrund der zweiten Halbzeit war es sicherlich ein verdienter Sieg“, bilanzierte Bültbrun, „wir haben ja auch kaum Chancen zugelassen.“

Obwohl Vorwärts Epe ebenso wie die Gäste auf einige Verletzte verzichten musste, ging Bültbruns Rechnung auch in der Defensive auf. Dort schenkte er Kevin Husha das Vertrauen. „Das haben wir mal in einem Testspiel versucht. Das hat auch heute gut funktioniert“, lobte Bültbrun den Youngster. „Über seine Seite ist sogar weniger vor unser Tor gekommen als unsere linke Seite, über die Haltern es immer wieder versucht hat.“ Aber auch Marcel Deelen, unterstützt von Florian Heying, meisterte seine Aufgabe.

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